KTM-Werksfahrer Sandro Cortese und Maverick Vinales (FTR-Honda) fuhren schnelle Rundenzeiten auf Augenhöhe. Cortese hatte konstant die Nase vor seinem spanischen Konkurrenten und sicherte sich schließlich in seinem letzten Versuch die beste Zeit des Tages. Der Deutsche wurde in 1:49.307 Minuten gestoppt. Vinales konnte am Ende nicht mehr entscheidend zulegen und landete an der vierten Stelle.
Den perfekten Trainingstag für KTM komplettierte Danny Kent. Bereits im ersten Training hatte der Brite mit der Bestzeit ein Ausrufezeichen gesetzt. Am Nachmittag reihte sich Kent hinter seinem Teamkollegen Cortese an der zweiten Stelle ein. 0,126 Sekunden betrug der Abstand zwischen den beiden Motorrädern aus Österreich. Erster Verfolger des KTM-Duos war Miguel Oliveira mit der Suter-Honda auf Platz drei (+0,289 Sekunden). Vinales hatte als Vierter schlussendlich 0,387 Sekunden Rückstand.
Folger mit gutem Debüt-Tag
Auf den Plätzen fünf und sechs folgten die beiden Spanier Luis Salom (Kalex-KTM) und Alex Rins (Suter-Honda). Eine erneut starke Vorstellung zeigte Jonas Folger. Der Deutsche saß zum ersten Mal auf der Kalex-KTM des Aspar-Teams und fuhr sofort konkurrenzfähige Zeiten.
Im zweiten Training drehte der 19-Jährige weitere 15 Runden mit seinem neuen Arbeitsgerät und hielt als Siebter seinen erfahrenen Teamkollegen Hector Faubel in Schach, der sich an der achten Stelle einreihte. Am Nachmittag fehlte Folger eine Sekunde auf seinen Landsmann Cortese.
Viele Vorfälle am Rande
Louis Rossi und Adrian Martin (beide FTR-Honda) rundeten die Top 10 ab. Speziell für Rossi war es ein ereignisreiches Training. Zu Beginn ging sein Motor am Ende der Boxengasse aus und seine Mechaniker vom Racing-Team-Germany kamen zu Hilfe. Anschließend war der Franzose in einen Zwischenfall mit MZ-Pilot Toni Finsterbusch verwickelt. Beide stürzten, konnten aber weiterfahren.
Für Finsterbusch war es der erste Auftritt im berühmten Indianapolis. Am Vormittag hatte es zudem auch einen kleinen Ausrutscher gegeben. Das zweite Training beendete der Youngster an der 28. Stelle. 3,5 Sekunden betrug der Rückstand.
Auch Niklas Ajo (KTM) und Niccolo Antonelli (FTR-Honda) gingen im Verlaufe des Trainings zu Boden, blieben aber ebenso unverletzt. Ajo hatte genau wie Rossi einige Probleme, schaffte aber den Sprung innerhalb der 107-Prozent-Marke. Alle 33 Fahrer lagen am Freitagnachmittag innerhalb dieser Hürde.
TV-Tipp:
Verfolgen Sie 2012 alle Entscheidungen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft bei Eurosport und Eurosport 2. Verpassen Sie kein Rennen, wenn Chevrolet, SEAT und BMW um den Sieg kämpfen. Weiter geht’s am 22./23. September in den USA.

