Borussia Dortmund hat sich durch das 4:4 gegen den VfB Stuttgart nicht aus dem Konzept bringen lassen und wichtige Punkte im Kampf um den Titel eingefahren. Die Mannschaft von Jürgen Klopp scheint sich von den verbalen Sticheleien aus München nicht beeindrucken zu lassen und hat in Wolfsburg keine Nerven gezeigt.
Die Defensive des Titelverteidigers präsentierte sich im Vergleich zum Spiel gegen Stuttgart sehr solide und ließ den gefährlichen "Wölfe"-Angriff um Mario Mandzukic und Patrick Helmes nur selten zur Entfaltung kommen. Im Mittelfeld erwies sich Ivan Perisic als würdiger Vertreter von Kevin Großkreutz und steht sinnbildlich für die starke Breite im BVB-Kader. Zudem lieferte Ilkay Gündogan eine der stärksten Vorstellungen im Trikot des BVB ab und zeigt mehr und mehr, dass sein Transfer ein guter Griff war.
Erst nach dem Anschlusstreffer von Mandzukic ließ sich Dortmund aus der Ruhe bringen und hätte kurz vor Spielende beinahe noch den Ausgleich kassiert. Doch Lewandowski zeigte einmal mehr, dass er sich in blendender Verfassung befindet, und war der Sieggarant gegen die "Wölfe". Dortmund zeigte alles in allem eine gute Leistung und ist für das Spitzenspiel gegen Bayern München
Der VfL Wolfsburg hat seinen Aufwärtstrend aus den vergangenen Wochen gegen den Deutschen Meister nicht fortgesetzt und wichtige Punkte im Kampf um die Europa-League-Plätze liegen lassen. Die Elf von Felix Magath präsentierte sich vor allen Dingen in der ersten Hälfte zu passiv und ließ den Gästen zu viele Freiheiten. Im Spiel bei Hannover 96
Licht und Schatten bot die rechte Seite der Hausherren. Während Kapitän Christian Träsch phasenweise überfordert war und mit dem schnellen Spiel der Gäste selten zurecht kam, zeigte Ashkan Dejagah eine starke Vorstellung und brachte die BVB-Abwehr mit seinen gefährlichen Flanken in Verlegenheit.
Die "Wölfe" haben viel Potenzial, müssen aber mit mehr Selbstvertrauen agieren, um die Qualifikation für die Europa-League noch zu realisieren.
10. Riesenchance für die Gäste. Kagawa bedient von der linken Seite Lewandowski. Der Pole läuft alleine auf Benaglio zu, schiebt die Kugel aus 15 Metern aber knapp am Tor vorbei.
27. Das muss der Ausgleich sein. Schäfer lässt auf der linken Seite Pisczek stehen und flankt in die Mitte auf Mandzukic. Der trifft aus fünf Metern nur Weidenfeller, der den Ball nach vorne abtropfen lässt. Helmes hat im Nachschuss die Riesenchance, schiebt die Kugel aber daneben.
45. Gündogan mit einem gefährlichen Distanzschuss aus 20 Metern. Benaglio macht sich lang und kratzt die Kugel aus der Ecke.
67. Das hätte das 3:1 sein müssen. Kuba setzt sich im 16er durch und legt quer auf Lewandowski. Der lässt die Kugel für Kehl durch, der aus sieben Metern in zentraler Position nur neben das Tor trifft.
78. Dejagah tanzt auf rechts Schmelzer aus und passt scharf in die Mitte. Mandzukic steht einschussbereit, schlägt aber ein Luftloch. Was für eine Chance.
86. Sio hat die Riesenchance zum Ausgleich. Aus wenigen Metern kommt er zum Schuss, doch Subotic klärt in höchster Not.
90.
Tausende schwarz-gelbe Schlachtenbummler sorgten in der Volkswagen-Arena für Dortmunder Heimspielatmosphäre. Über die gesamte Spielzeit bestimmten die BVB-Fans das Geschehen auf den Rängen und zeigten einen meisterlichen Auftritt.
Die ganze Woche hatte Patrick Helmes über muskuläre Probleme geklagt, bis zum Anpfiff war sein Einsatz unsicher. Magath stellte den Stürmer dennoch in die Startelf, doch er fand zu keiner Zeit in die Partie und musste zur Halbzeit herausgenommen werden. Erst zur zweiten Hälfte, als Magath Vieirinha für Helmes brachte, wurde der VfL gefährlich.
Durch den Sieg bei den "Wölfen" hat Borussia Dortmund seinen Vereinsrekord weiter ausgebaut: Die Dortmunder sind seit 23 Spielen in der Liga ungeschlagen. 18 Siege fuhr die Klopp-Elf seitdem ein, fünf Mal hieß es Unentschieden. Auch die zwölf ungeschlagenen Gastspiele in Folge sind Vereinsrekord und machen den BVB zum besten Auswärtsteam 2011/12.
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