Wir schreiben den August 2008: Manchester City ist soeben zu einem der reichsten und spendabelsten Klubs in der ohnehin schon ausgabenfreundlichen Premier League geworden. Vier Jahre sollten noch vergehen, ehe sich die Investitionen in Form des Meistertitels auszahlen werden. Doch schon damals sollte mit dem verzweifelten Versuch, Weltstars mit astronomischen Summen in die Arbeiterstadt zu lotsen, eine schlagkräftige Truppe für erste Erfolge zusammengestellt werden.
Der Einkaufswahn gipfelte in einer Last-Minute-Verpflichtung von Stürmerstar Robinho, den die "Citizens" für rund 43 Millionen Euro aus Madrid wegkauften. Doch schon zuvor hatten die Verantwortlichen ein Angebot für einen noch größeren Star abgegeben, wenn auch nur wegen eines Missverständnisses.
Scheich Mansours ehrgeizige Pläne
Der "Mirror" berichtet unter Berufung auf das Buch "Manchester - the City Years" von verschiedenen fehlgeschlagenen Angeboten. Bei Fernando Torres blitzte der neureiche Klub ab und auch der Versuch, den Transfer von Dimitar Berbatow zwischen Lokalrivale United und Tottenham Hotspur zu torpedieren, scheiterte.
Doch die Vereinsbosse in ihren Lagern in Manchester, London und Abu Dhabi ließen nicht locker. In unzähligen Telefonkonferenzen wurde versucht, die ehrgeizigen Pläne Scheich Mansours in die Tat umzusetzen. Garry Cook, ehemaliger Geschäftsführer bei City, erklärt, wie es dazu kam, dass City auch eine Offerte an den FC Barcelona aussandte - für Lionel Messi, der schon damals einer der drei besten Fußballer weltweit war. "Einer der Bosse sagte etwas wie 'es ist alles ziemlich chaotisch'", so Cook.
"Also haben wir ein Angebot abgegeben"
Das Missverständnis klärt sich dabei erst bei der Übersetzung ins Englische auf, denn der Offizielle sagte: "It's all getting messy." Über rauschende Telefone oder abgehackte Internetverbindungen kam dabei irgendwie der Aufruf "Get Messi" (Holt Messi) heraus. Cook: "Also haben wir ein Angebot für Lionel Messi abgegeben - über 30 Millionen Pfund (zu dieser Zeit knapp 40 Millionen Euro). Ich glaube, ich muss nicht dazu sagen, dass das abgeschmettert wurde."
Schade eigentlich, dass es keine Aufnahmen von den lachenden Mitarbeitern in der Geschäftsstelle des FC Barcelona gibt, als dieses Gebot sie erreichte - Messi war schon damals fast das Doppelte wert...
TV-Tipp:
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