Die Lehren:
Eintracht Frankfurt hat gegen den VfB Stuttgart die zweite Niederlage der Saison kassiert und muss deswegen den zweiten Tabellenplatz an Schalke 04 abgeben. Die Eintracht war vor allem in der ersten Halbzeit einfach zu passiv und kreirte in der Offensive kaum Chancen. Die Hessen gaben sich aber nie auf und versuchten immer, ins Spiel zurück zu kommen. Olivier Occean war nach Verletzung wieder zurück im Team, aber auch der Stoßstürmer hatte keine Durchschlagskraft.
Der VfB Stuttgart machte von Beginn an Druck und kombinierte gut. Das frühe Tor von Gentner gab den Schwaben Selbstvertrauen und in der ersten Hälfte ließen sie in der Defensive kaum Chancen zu. Die Chancenverwertung war nicht optimal und so musste das Labbadia-Team nach dem Ausgleich durch Alexander Meier nochmal zittern. Stuttgart kann sich langsam in der Tabelle nach oben orientieren.
Die Stimmen:
Fredi Bobic (Manager VfB Stuttgart): "Heute war der Sieg mehr als verdient und die Jungs haben sich auch endlich mal einen Heimsieg verdient."
Christian Gentner (VfB Stuttgart): "Klar, dass der Sieg wichtig war und irgendwann können wir uns auch wieder nach oben orientieren."
Bruno Labbadia (Trainer VfB Stuttgart): "Wir hatten heute das Quäntchen Glück, das die letzten Wochen gefehlt hat und wir haben Ruhe bewahrt."
Vedad Ibisevic (VfB Stuttgart): "Für uns war es wichtig das zweite Tor zu machen, weil ein Punkt wäre zu wenig gewesen."
Armin Veh (Trainer Eintracht Frankfurt): "Es war sehr intensiv, aber technisch nicht auf hohem Niveau. Wir hatten heute nicht so viele Räume wie in den letzten Spielen."
Stefan Aigner (Eintracht Frankfurt): "Stuttgart ist eine spielstarke Mannschaft und sie haben uns am Anfang den Schneid abgekauft."
Die Höhepunkte:
6. TOOOR für Stuttgart! Sakai bringt eine flache Flanke die abgewehrt wird und Traore kann eine zweite hoch hereinbringen. Anderson verlängert den Ball unglücklich per Kopf und Gentner steht am zweiten Pfosten bereit, um zum 1:0 per Volley einzunetzen.
46. Harnik zieht von rechts in den Strafraum und zieht dann mit links ab. Der Ball knallt an den linken Pfosten.
55. Harnik spielt im Strafraum nach links zu Traoré, der einen Haken schlägt und schießt. Sein Schuss wird aber von Zambrano geblockt
57. Aigner nimmt sich ein Herz und feuert einen Hammer aus 35 Metern ab - Ulreich streckt sich und kann den Ball parieren.
60. Aigner und Traoré haben Kopfballduell im Strafraum. Der Ball landet bei Jung der sofort schießt - der Versuch ist zu mittig und Ulreich kann halten.
67. TOOOR für Frankfurt! Aigner hat den Ball und weiß erst gar nicht wohin damit. Er passt zu Meier, der von der Strafraumkante einen herrlichen Schlenzer ins lange Eck zum 1:0 aus dem Fuß zaubert - nichts zu halten für Ulreich.
82. Eckball für Stuttgart und der Ball kommt zu Okasaki, der per Kopf zu Ibisevic leitet. Der Stürmer köpft ins Tor, stand aber im Abseits.
84. TOOOR für Stuttgart! Harnik flankt von der Strafraumkante hoch in die Mitte. Der eingewechselte Demidov kommt zu spät und Ibisevic kann unbedrängt ins linke Kreuzeck köpfen zum 2:1.
Der Kracher: Knipser Ibisevic
Was würde Stuttgart nur ohne Ibisevic machen. Der bosnische Stürmer hat die Hälfte aller Stuttgarter Pflichtspieltore erzielt und auch gegen Frankfurt wieder den entscheidenden Treffer geköpft. In dieser Form ist er unersetzbar für die Schwaben.
Im Abseits: Doktor Best
Georg Niedermeier stieß in der 39. Minute im Kopfballduell mit Alexander Meier zusammen und schlug sich dabei einen Zahn aus. Bei der Behandlung war er in guten Händen, denn der Teamarzt der Stuttgarter heißt Doktor Best.
Die Statistik: 1
Der Sieg der Stuttgarter gegen Frankfurt war der erste Heimsieg der Saison für die Schwaben. Bisher mussten die Fans in der heimischen Mercedes-Benz Arena zwei Niederlagen und zwei Unentschieden verkraften.
TV-Tipp:
Die UEFA Women's Champions League LIVE bei Eurosport. Verfolgen Sie am 1. November die Achtelfinal-Hinspiele Arsenal London gegen den 1. FFC Turbine Potsdam (15:00 Uhr) und VfL Wolfsburg gegen Roa IL (17:00 Uhr).


