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    Bundesliga - Robben spricht Klartext

    "So ein Spiel darf man nicht verlieren, das darf nicht passieren!", sagt der Niederländer am Tag nach der Pleite gegen Bayer Leverkusen, fordert eine sofortige Reaktion und warnt vor einem neuen Problem. Thomas Müller will erst gar keinen Negativtrend aufkommen lassen.

    Am Montag konnte Thomas Müller schon wieder lachen.

    "Wir leben noch", sagte er in einer überschaubaren Runde am Tisch im Mediencenter des FC Bayern an der Säbener Straße und grinste.

    Der Mittelfeldspieler schob das 1:2 gegen Bayer Leverkusen vom Vorabend vor allem auf das Pech. "Wenn einer Richtung Eckfahne köpft und der Ball geht trotzdem ins Tor, ist das ziemlich bitter", blickte er auf die kuriose Szene zurück, in der Sidney Sam Jerome Boateng angeköpft hatte und den Gästen letztlich den Sieg brachte.

    Auch das erste Gegentor durch Stefan Kießling, bei dem unter anderem Kapitän Philipp Lahm nicht gut aussah, bezeichnete er als "ziemlich unglücklich. Auch da sind ein paar Dinge blöd gelaufen. Erst haben wir Einwurf, dann kriegt der Rolfes den Ball an den Arsch geschossen und so weiter..."

    Nichtsdestotrotz war ihm bewusst, dass auch im Spiel seiner Mannschaft nicht alles gestimmt hat. Auf Nachfrage von eurosport.yahoo.de räumte der 23-Jährige ein, dass er und seine Kollegen im ersten Abschnitt den Rhythmus verloren und den Ball zu langsam zirkulieren haben lassen.

    Robben fordert Selbstkritik

    "Letztlich waren nicht der Fußballgott oder irgendwelche Glücksfeen für die Niederlage verantwortlich. Wir konnten nicht davon ausgehen, dass wir 34 Spiele gewinnen. Wir lassen keinen Negativtrend aufkommen", zog er sein Fazit.

    Die Selbstkritik wird Arjen Robben gefallen. Er feierte nach fünf Wochen Verletzungspause sein Comeback und begab sich sofort in die Führungsrolle. Der Niederländer nahm nach Müller am Tisch Platz und wählte deutliche Worte.

    "Man kann von Pech sprechen, aber wir hatten keinen guten Tag. Da müssen wir selbstkritisch sein, das könnte zum Problem werden. Das muss jetzt ein 'Wake-up-call' für uns gewesen sein. Normalerweise darf man so ein Spiel zuhause nicht verlieren. Nächstes Wochenende kommt wieder ein schweres Spiel in Hamburg, es kann nicht sein, dass unsere Gegner jetzt wieder aufholen!", forderte er.

    Robben erinnerte sich - wie zuvor auch schon Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge - an den November 2011, als nach einer guten Startserie der Schlendrian einkehrte.

    "Ich hoffe, dass das kein Anfang war. Wir müssen hellwach sein, sofort reagieren und die nächste Serie hinlegen", stellte der Flügelflitzer klar. Was ihn beunruhigte, war, dass er gegen Leverkusen einen Unterschied im Spiel seiner Mannschaft ausgemacht habe.

    "Einige Spieler unter Niveau"

    "Ich habe einige Partien von draußen gesehen. In der ersten Halbzeit sind wir anders aufgetreten als in anderen Partien. Sonst haben wir dem Gegner das Leben richtig schwer gemacht. Einige Spieler haben unter ihrem Niveau gespielt. Aber wir können nicht nachlassen. Es kommt nicht von selbst, wir müssen dafür arbeiten!", betonte er.

    Robben gab zudem an, sich körperlich "fast überraschend gut" gefühlt zu haben. "Ich hatte keine Schmerzen, auch bei den Sprints nicht", erzählte er. Und so verließ er die Runde mit einem optimistischen Blick nach vorne.

    Das hatte er dann wiederum mit Müller gemein. "Wir lassen uns nicht aus der Bahn werfen", sagte er. Schon am Mittwoch (ab 20:30 Uhr im Liveticker auf eurosport.yahoo.de) bietet sich für den FC Bayern in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Kaiserslautern die Chance zur Wiedergutmachung.

    Holger Badstuber wird nicht mit dabei sein. Der Abwehrspieler hat sich wie befürchtet einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Ungewiss ist der Einsatz von Franck Ribéry, der am Montag lediglich Lauftraining absolvierte. Dagegen ist der Spanier Javi Martínez nach muskulären Problemen wieder fit und könnte den ebenfalls angeschlagenen Luiz Gustavo ersetzen.

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