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    DFB Pokal - Götzes Stern strahlt wieder

    Mario Götze hat endgültig wieder Fuß gefasst im Team der Dortmunder Borussia. Nach seiner Verletzungspause tat sich der 20-Jährige lange schwer, konstant wieder auf dem Level zu spielen, dass er zuvor anderthalb Jahre am Stück halten konnte. Die Auftritte gegen Real Madrid und vor allem den SC Freiburg aber ließen nun keinen Zweifel mehr: Götze ist zurück.

    Die widrigen Bedingungen im Breisgau machten dem Edeltechniker zwar in der ersten Halbzeit noch zu schaffen, doch nach dem Seitenwechsel war auch das kein Problem mehr für den "Zehner".

    Als Götze dann in der 83. Minute auch noch das spielentscheidende 2:0 erzielte, wurde er endlich wieder einmal zum Matchwinner. Etwas, was ihm seit dem 1:0 in München am 19. November 2011 nur noch einmal gelungen war: am 1. Spieltag bei seinem 13-Minuten-Einsatz gegen Bremen.

    Nach Götzes hartnäckiger Schambeinentzündung und der Bindehaut-Problematik am linken Auge, fehlte ihm vor allem Routine. "Für mich ist wichtig, dass ich Spielpraxis bekomme", sagte Götze im September, nachdem er zu Saisonbeginn zwei Mal auf der Bank saß.

    Geholfen hat ihm dann die Nationalmannschaft. Joachim Löw gab ihm gegen die Färöer eine Chance in der Startelf, und Götze war mit einer starken Leistung sowie einem Tor zur Stelle. Der Knoten platzte zwar nicht sofort, begann sich aber zu lockern, und seit seiner Einwechslung in Frankfurt, als Götze für die zweite Halbzeit ins Spiel kam und sofort überragte, geht es unaufhaltsam bergauf.

    Nur zwei Mal über die volle Distanz

    Inzwischen muss der 20-Jährige in Dortmund, wie schon vor einem Jahr, auch kaum noch Konkurrenz fürchten. Jakub Blaszczykowski, der Götze in der vergangenen Rückrunde hervorragend ersetzte, ist nun selbst verletzt. Ivan Perisic sowie Kevin Großkreutz hat der Nationalspieler längst wieder abgehängt - auch wenn beide in der Defensiv-Zusammenarbeit mit Marcel Schmelzer auf links als stärker gelten. Götze will ohnehin lieber in der Mitte spielen. "Im Zentrum, da fühle ich mich wohl", sagt der 20-Jährige. Zuletzt spielte er dort, und Marco Reus rückte nach rechts.

    Durchgespielt hat Götze in der Bundesliga trotzdem erst zwei Mal: In Hamburg und Hannover. "Wir müssen uns vor Augen halten, dass wir jetzt alle 3,8 Tage bis Weihnachten ein Spiel haben. Da müssen wir mit den Kräften haushalten", erklärte Jürgen Klopp schon vor einiger Zeit. Dass der Meister-Trainer auch im DFB-Pokal bei Zweitligist Aalen (Dienstag, ab 20:30 Uhr im Liveticker) einige Stars schont, ist daher wahrscheinlich. Doch wieso sollte das erneut Götze sein?

    Ohne Götze wird verloren

    Der Dribbelkünstler hat Rückenwind und sollte deswegen nicht unnötig gebremst werden. Müde scheint er schließlich längst nicht zu sein, und auch sein kongenialer Partner Reus weiß, dass Spielpraxis wichtig ist - für beide zusammen: "Mario und ich spielen noch nicht so lange zusammen, aber wir suchen uns und meistens finden wir uns auch", so Reus. Idealerweise sollte aus dem "meistens" noch ein "immer" werden.

    Dafür, dass Klopp Götze erst einmal nicht mehr aus dem Team nehmen sollte, dafür spricht auch die Statistik. Denn gegen Schalke gab es die erste Heimniederlage der Borussen seit dem 6. Dezember 2011 beim Champions-League-Spiel gegen Marseille. Und das Revier-Derby war zufälligerweise die einzige Partie in dieser Saison, in der Götze wegen einer Verletzung gar nicht auf dem Platz stand.

    Video - Klopp lobt seine BVB-Truppe

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