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    Bubi Bittencourt macht Druck

    Dortmunds neuer Youngster wirbelt schon ordentlich. Der Neuzugang befindet sich bereits mitten im brutalen Mittelfeld-Konkurrenzkampf.

    Weit nach unten ist es für die Dortmunder Jungs in der Vergangenheit selten gegangen.

    So gesehen war die Aktion im Trainingslager in Bad Ragaz, wo sich der Double-Sieger momentan befindet, schon extrem - ungewöhnlich.

    Trainer Jürgen Klopp war mit seinen Schützlingen in die Fallenbach-Schlucht gegangen, zu Beginn mussten sich die BVB-Stars an einer 40 Meter hohen Staumauer - gesichtert von einem Seil - herunterlassen.

    Höhepunkt des Events: Ein Zehn-Meter-Sprung von einem Felsen in den Walensee. Auch Leonardo Bittencourt tauchte kraftvoll ein und machte eine gute Figur. Dass er sich auch im "Haifischbecken" Bundesliga freischwimmen kann, muss der 18-Jährige erst noch beweisen.

    Klopp ist jedenfalls bereit, ihn ins kalte Wasser zu werfen, denn der Neuzugang aus Cottbus bringt alle Voraussetzungen mit.

    "Er ist schnell, beweglich, sehr schwer auszurechnen und hat ein gutes Auge. Seine technische Stärke und Kreativität sind herausragend, Tore kann er auch schießen. Im Grunde ist er ein kompletter Spieler", lobt ihn DFB-U19-Coach Horst Hrubesch gegenüber eurosport.yahoo.de in höchsten Tönen.

    Bittencourt bestach im BVB-Dress bislang durch Technik und Spielintelligenz. In den Tests gegen den 1. FC Nürnberg und den FC St. Gallen glänzte er zudem als Torvorbereiter. Gleichwohl wird er noch körperlich zulegen müssen, um sich gegen die bärenstarke Konkurrenz im Dortmunder Mittelfeld durchsetzen zu können, denn die ist immens.

    Konkurrenzkampf brutal wie nie

    Zehn Akteure stehen für fünf Plätze parat. Die Verantwortlichen vermeiden den Begriff "Überangebot", der ist ihnen zu negativ aufgeladen. In der harmonischen westfälischen Welt formuliert Sportdirektor Michael Zorc es lieber so: "Um in allen drei Wettbewerben Erfolg zu haben, brauchen wir diese Qualität und einen gesunden Konkurrenzkampf. Der ist gewollt."

    So oder so: Der Fight um einen Stammplatz ist beim BVB so brutal wie nie. Neben Bittencourt drängt nämlich auch Moritz Leitner ins Team. Er hat in der Sommerpause seine Hausaufgaben erledigt und Muskelmasse aufgebaut. Sein Brust- und Armumfang ist um einiges größer geworden, er hat sich für die wachsenden Herausforderungen gestählt, weil er mehr als ein Ergänzungsspieler sein will.

    Um von Beginn an zu spielen, müssen die Etablierten Sebastian Kehl und Sven Bender allerdings auch erstmal Schwäche zeigen. Davon sind sie aktuell weit entfernt. Ihre Muskulatur ist stabil, sie sind zunächst von Verletzungen oder Blessuren verschont geblieben.

    Perisic bläst zum Angriff

    Spannung verspricht das Duell zwischen Kevin Großkreutz und Ivan Perisic auf der linken Angriffsseite. Herausforderer Perisic bläst im zweiten Jahr zum Angriff, er will mehr Einsätze, mehr Vertrauen, mehr Tore. In den Einheiten wirkt er - Augenzeugen zufolge - motivierter, kontrollierter, insgesamt aufgeräumter. Auch Großkreutz hat das registriert, doch er weiß, dass er - egal, wer seinen Platz wollte - am Ende doch spielte. Sein ohnehin schon starkes Selbstbewusstsein ist so schnell nicht zu erschüttern.

    Die Harmonie innerhalb zu erhalten, wird die große Aufgabe für Klopp werden. Allen Ansprüchen gerecht zu werden, den Teamgeist zu erhalten. Trotz des Verkaufs von Shinji Kagawa zu Manchester United ist die Qualität im Kader unbestritten hoch, zumal Marco Reus Hoffnungen weckt. "Die ersten paar Trainingstage haben schon gezeigt, dass Marco hier richtig gut reinpasst. Auch als Typ", meint der Coach.

    Nach zwei Meisterschaften in Folge und dem Pokalsieg will der BVB nun auch in Europa für Furore sorgen. Die Akteure sind bereit für den nächsten Schritt, der sie - logisch - weiter nach oben bringt.

    VIDEO - Messis kuriose Trainingseinheit

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