Zunächst stand das Rennen im Zeichen des Wetters. Kurz nach dem Start zog Nebel über die Strecke, was für erschwerte Bedingungen sorgte. Der deutsche Schießtrainer Gerald Hönig sprach beim zweiten Liegendschießen von einem Anschlag "am Rande der Irregularität". Sowohl Siegerin Berger als auch die drittplatzierte Soukalova verfehlten insgesamt jeweils zweimal das Ziel, beide beim kritischen zweiten Schießen.
Auch Gössner hatte dort mit den Bedingungen zu kämpfen, wartete lange bis zum ersten Schuss und verfehlte letztlich drei Scheiben. "Ich habe gar nichts mehr gesehen", meinte die Olympiazweite im Langlauf anschließend. "Ich glaube, zwei der Schüsse waren gar nicht mehr auf der Scheibe. Ich habe auch lange gebraucht und dann gedacht, jetzt schieß einfach, du kannst nicht ewig hier liegen."
Henkel patzt im Stehendschießen
Ansonsten bewältigte die 22-Jährige ihre Wackeldisziplin überraschend gut, schoss bei den übrigen drei Anschlägen insgesamt nur einen weiteren Fehler. Mit ihrem dritten Podestplatz im dritten Rennen auf der Pokljuka feierte Gössner das erfolgreichste Weltcup-Wochenende ihrer Karriere. "Ich freue mich jetzt auf Weihnachten und eine schöne entspannte Trainingsphase", so die Siegerin des Verfolgungsrennens.
Andrea Henkel lag lange auf Podiumskurs, fiel mit drei Strafrunden beim letzten Schießen und insgesamt fünf Fehlern aber aussichtslos zurück. „Ich weiß nicht, was da passiert ist. Ich dachte eigentlich, ich hätte die Scheiben besser gesehen als vorher. Hintenraus fehlt mir noch etwas das Stehvermögen“, meinte die Olympiasiegerin von Salt Lake City, die auf der Schlussrunde noch vom achten auf den elften Rang durchgereicht wurde.
Weitere deutsche Starterinnen konnten sich nicht für den Massenstart qualifizieren. Die Schweizerin Selina Gasparin, zur Hälfte des Rennens überraschend in Führung, wurde 18.
