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    Bundesliga - Bayern: Wo bleibt die "Bombe"?

    Bender? De Jong? Martinez? Auf der Suche nach einer Verstärkung für das defensive Mittelfeld ist die Linie des FC Bayern nicht ganz klar.

    Der Großteil der Mannschaft weilt auf einer PR-Reise in China, in München drehen Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm ihre Laufrunden im Perlacher Forst.

    Finanzvorstand Karl Hopfner ist - als Einziger aus der Führungsriege - ebenfalls in Deutschland geblieben. "Und vielleicht lässt er gerade die Drähte glühen", vermutete Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge in Fernost.

    Es ist kein Geheimnis, dass die Kaderplanungen des FC Bayern für die neue Saison noch nicht abgeschlossen sind. Die Aufarbeitung der vergangenen Saison hat gezeigt, dass für die wichtige Position im defensiven Mittelfeld noch ein hochqualitativer Spieler fehlt.

    Nach den Verletzungen von Bastian Schweinsteiger fielen die Münchner in ein Leistungsloch - das soll in Zukunft nicht mehr passieren. Aktuell bringen die Blessuren von David Alaba (wird nach seinem Ermüdungsbruch am Dienstag operiert und fällt danach sechs bis acht Wochen aus) und Rafinha (Bänderriss) zusätzlichen Schwung in die Bemühungen. Aber die Lage ist schwierig.

    Für Javi Martinez will Athletic Bilbao weiterhin zu viel Geld. Noch sind die stolzen Basken nicht bereit, weniger als 40 Millionen Euro für den 23-Jährigen zu verlangen. Der Rekordmeister kann viel Geld zahlen - doch so viel nun auch nicht. "Er ist noch nicht fertig in der Entwicklung, sein Marktwert liegt bei 20 bis 22 Millionen Euro", konstatierte Trainer Jupp Heynckes, der einen guten Draht zu seinem Ex-Klub Bilbao pflegt, zuletzt.

    Heißer Poker um Bender

    Auch Lars Bender schickte der Coach eine SMS, der Leverkusener wäre eine Alternative, falls der Martinez-Transfer tatsächlich platzt. Der neue Sportvorstand Matthias Sammer ist ein bekennender Fan des 23-Jährigen. Bender würde wohl zwischen 15 und 20 Millionen Euro teuer sein, er könnte auf der Doppelsechs im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden, zur Not auch als Rechtsverteidiger aushelfen. Aber Bayer stellt sich quer, kennzeichnet den Akteur, der seinen Vertrag gerade erst bis 2016 verlängert hat, als "unverkäuflich".

    Rummenigge juckt das nicht: "Wir könnten uns schon vorstellen, dass das ein Thema wird beim FC Bayern. Wenn man bereit ist, einen bestimmten Preis zu zahlen, ist das durchaus vorstellbar", betonte der 56-Jährige. Der Poker läuft.

    Dass Bender ins Konzept passen könnte, steht außer Frage. Neben seinem unermüdlichen Einsatz zeichnet ihn seine Siegermentalität aus - das, was die Bayern nach drei zweiten Plätzen in der vergangenen Saison händeringend suchen.

    Präsident Uli Hoeneß hatte in diesem Zusammenhang schon oft von "Drecksäcken" gesprochen. Nigel de Jong von Manchester City wäre ein Kandidat, der garantiert in diese Kategorie fällt. Der Niederländer kennt die Bundesliga aus seiner Zeit beim Hamburger SV. Der "Telegraaf" vermeldete, dass die Münchner bereits angefragt hätten, ob der 27-Jährige zum Verkauf stünde. Zudem soll er in der vergangenen Woche in München gesehen worden sein.

    Was wird aus Gustavo und "Timo"?

    Was wirklich dahinter steckt, ist offen. Fakt ist: "Der FC Bayern weiß ganz genau, welche Spieler er will", stellte Heynckes vor kurzem noch einmal klar.

    Das Interesse an externen Kräften beweist auch, dass die Verantwortlichen Luiz Gustavo und Anatoli Timoschtschuk nicht mehr allzu viel zutrauen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass einer von beiden den Verein noch in diesem Jahr verlässt.

    Für "Timo" gab es im Winter einige Anfragen aus Russland. "Aktuell", so der Ukrainer heute, "ist nichts konkret. Bis zum 31. August habe ich noch viel Zeit." Dann schließt das Transferfenster. Aber auch vor Konkurrenz ist ihm nicht bange. "Wenn jemand viel kostet, dann heißt das nicht unbedingt, dass der sofort spielt. Jeder muss um seinen Platz kämpfen", weiß er.

    Kehrt das Team am kommenden Freitag aus China zurück, beginnt der richtige Teil der langen Vorbereitung. Die Bosse würden diesen nur zu gerne mit der neuen "Bombe" bestreiten.

    VIDEO - Neuer & Heynckes vor dem China-Test

    TV-Tipp:

    Die Bundesliga im Fernen Osten: Der FC Bayern München im Testspiel gegen den VfL Wolfsburg. Am 26. Juli um 14 Uhr aus dem Tianhe Stadium im chinesischen Guangzhou. LIVE auf Eurosport 2 und im Eurosport Player.

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