Wie Thierry Henry und David Beckham, wie Robbie Keane oder Torsten Frings sucht er eine letzte Herausforderung in der Major League Soccer.
Allerdings gibt es noch Unstimmigkeiten - der Wunschverein Ballacks hat andere Pläne:
"Michael würde gerne in New York spielen. Aber nun scheint es, als habe Soler bereits im Oktober Versprechungen gegenüber Stephen Ireland gemacht", meinte Becker gegenüber dem Internetportal goal.com mit Blick auf den New-York-Manager Eric Soler.
Dass Ireland, aktuell in Aston Villa aktiv, seinem Schützling vorgezogen werden könnte, erbost Becker:
"Das ist ein unglaublicher Vorgang", wettert er - und bezeichnet Soler wenig schmeichelhaft als "clueless" (ahnungslos).
Streitpunkt ist auch die taktische Ausrichtung der möglichen Neuzugänge. Ireland ist ein offensiver Mittelfeldspieler und könnte Superstar Henry die vom Franzosen eingeforderte Unterstützung im Angriffsspiel bringen. Ballack hingegen wird in New York eher als defensiver Akteur betrachtet - was Becker erbost:
"Fragen Sie Soler, warum er Ballack für einen Abwehrspieler hält. Das ist eine ziemlich exklusive Sichtweise", so Becker süffisant. "Warum sollte man einen durchschnittlichen Spieler holen, den keiner kennt, wenn man Michael Ballack haben kann?"
Dennoch: Am Wechsel Ballacks in die MLS wird diese Missstimmung nichts ändern: "Es gibt viele Teams, in die Michael aus seiner Sicht gut passen würde" betont Becker. Besonders attraktiv sind dabei Vereine, die auch eine Chance auf den Titel haben - Becker nennt da Chicago, Montreal oder Philadelphia, die allesamt ihr Interesse schon bekundet hätten.
Eines ist sicher: "Wir werden Michael im Sommer in der MLS spielen sehen."
