"Es waren Ansätze da, mit denen wir arbeiten können", stellte er fest. "Wir haben aus dem Spiel heraus keine Gladbacher Torchancen zugelassen. Wenn wir bei Standards besser stehen und weniger Fouls begehen, dann sind wir auf einem guten Weg."
Bei den Ausführungen Babbels könnte man meinen, die Hoffenheimer hätten zumindest einen Punkt aus dem Borussia-Park entführt. Dabei ging die Partie mit 1:2 verloren, die erste Hälfte erinnerte stark an die Blamage aus dem Pokal.
"Berlin ist nicht entschuldbar"
Babbels Optimismus hingegen basiert auf den zweiten 45 Minuten. Dort zeigte die Mannschaft die von ihm verlangte Reaktion. "Berlin ist nicht entschuldbar", blickte Babbel noch einmal zurück, "aber die Mannschaft hat sich unter der Woche mit rund 400 Fans getroffen und in einer tollen Atmosphäre ausgesprochen."
Bei diesem Treffen signalisierten die Fans, dass sie auch weiterhin hinter der Mannschaft stehen. Für die kommende Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt (Samstag ab 15.30 Uhr im Liveticker auf eurosport.yahoo.de) waren am Donnerstag nur noch 1400 Karten erhältlich. "Wir wollen die Fans für ihre Unterstützung belohnen und den ersten Sieg der Saison einfahren", versprach Babbel.
Duell mit dem ehemaligen Mentor
Armin Veh wird damit nicht einverstanden sein. Unter dem heutigen Eintracht-Trainer wurde Babbel in der Spielzeit 2006/2007 mit Stuttgart Deutscher Meister. Anschließend beendete er seine Spielerkarriere und stieg als Vehs Co-Trainer bei den Schwaben ein. "Armin ist ein besonderer Mensch, sehr ehrlich. Ich habe viel von ihm gelernt und er hat mir sehr dabei geholfen, mein eigenes Profil als Trainer zu entwickeln", ist Babbel ihm noch heute dankbar.
Trotzdem wird er den Aufsteiger nicht auf die leichte Schulter nehmen. “Sie haben bei ihrem Sieg über Leverkusen bestätigt, was sie bereits in der 2. Liga gezeigt haben. Da wartet ein richtig schwerer Brocken auf uns. Mit Takashi Inui, Stefan Aigner und Olivier Occéan hat sich die Eintracht gut verstärkt.“ Eine Kampfansage an seinen ehemaligen Mentor konnte sich Babbel trotzdem nicht verkneifen: "Wenn wir unsere Leistung abrufen, gewinnen wir das Spiel."
Joselu wird noch warten müssen
Ob Joselu am Samstag im Kader stehen wird, ließ Babbel noch offen. Dem Neuzugang aus der Reserve Real Madrids bescheinigte er zwar gute Arbeit im Training, doch zu groß soll der Druck auf das Sturmjuwel nicht werden. “In Spanien wird anders gespielt und auch trainiert als bei uns. Er braucht noch Zeit um sich einzugewöhnen, auch wenn die Mannschaft ihn super aufgenommen hat“, lässt Babbel durchblicken, dass sich der Angreifer wohl noch etwas gedulden muss.
Die Geduld verloren hat man hingegen mit Ryan Babel. Der ehemalige niederländische Nationalspieler wechselte im Winter 2011 nach Hoffenheim, konnte die in ihn gesteckten Erwartungen aber nie erfüllen. Nachdem sich zuletzt ein Transfer nach Florenz zerschlug, lösten die Hoffenheimer den Vertrag mit ihm auf. Bei lediglich sechs Treffern in 51 Spielen bleibt die Lücke, die der Angreifer hinterlässt, überschaubar.
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