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    Attacke von Käpt'n van Buyten

    Mittlerweile ist Daniel van Buyten der Älteste beim FC Bayern. Auch in seinem vielleicht letzten Jahr macht ihm Konkurrenz keine Angst.

    Die Haare sind ein Stück kürzer, groß und kräftig ist Daniel van Buyten wie eh und je.

    Mit 34 Jahren ist der Belgier der routinierteste Akteur beim FC Bayern. Jugendspieler Pierre-Emile Hojbjerg, der in dieser Woche ebenfalls mit den Profis ins Trainingslager im Trentino durfte, ist ganze 18 Jahre jünger als er.

    Während die Jungen den freien Donnerstagnachmittag vorwiegend vor der Playstation verbrachten, begab sich der Abwehrspieler in Behandlung, weil ihn die Achillessehne zwickt. "Man ist eben keine 20 mehr...", weiß van Buyten.

    Doch seine Erfahrung wird auch geschätzt. Für Trainer Jupp Heynckes war es keine Frage, ihm für die Zeit, wo sich Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger noch im Urlaub befinden, die Kapitänsbinde anzuvertrauen.

    "Ich trage die Binde mit Stolz. Es ist eine Ehre, dass der Trainer auf mich zukommt. Und es ist etwas besonderes, seit meiner Kindheit bin ich Bayern-Fan", erzählt er beim Pressetalk im "Hotel du Lac et du Parc" in Riva del Garda.

    "Es war ein bitteres Jahr"

    Für ihn ist das womöglich letzte Jahr in München, vielleicht sogar seiner Karriere, noch mal ein Neuanfang. Ein Mittelfußbruch, den er sich im Januar zugezogen hatte, setzte ihn vier Monate außer Gefecht. In der vergangenen Saison absolvierte er kein Pflichtspiel mehr. Hilflos verfolgte er den dramatischen Saisonverlauf.

    So oder so: "Es war ein bitteres Jahr", fasst es van Buyten kompakt zusammen. "Jetzt bin ich super motiviert, ich will wieder loslegen und den Leuten zeigen, dass der FC Bayern wieder da ist."

    Mit voller Kraft kämpft er auch um seinen Platz in der Innenverteidigung. Dort ist Holger Badstuber links zentral gesetzt, neben ihm wird es eng. Neben van Buyten kommen für diese Position Jerome Boateng und Neuzugang Dante infrage. Dem "alten Hasen" ist das durchaus bewusst, aus der Ruhe bringt ihn die Situation deshalb noch lange nicht. Oft genug, hat er sich gegen anwachsende Konkurrenz durchgesetzt.

    "Wir brauchen das auch - genauso wie Titel", urteilt er gar. "Jedes Jahr gibt es Kampfansagen. Aber die Neuzugänge machen die elf Stammspieler besser. Konkurrenz macht mir jedenfalls keine Angst", stellt er klar.

    Van Buyten sammelt Argumente

    Seine Chancen auf einen Stammplatz sind tatsächlich nicht die schlechtesten. Er hat das, was der neue Sport-Vorstand Matthias Sammer bei jedem Spieler sehen möchte: Ein Profil und Authentizität. Van Buyten muss keine Rolle mehr spielen, er hat sie gefunden. "Ich habe meine Identität. Ich sage, was ich zu sagen habe. Auf und neben dem Platz", erklärt er.

    Die Personalie Sammer sieht er übrigens positiv. "Er kann mit einem neuen Blick die Dinge beurteilen. Und mit seiner Erfahrung wird er uns helfen, die zwei bis drei Prozent zu finden, die in der vergangenen Saison zu Titeln gefehlt haben."

    Es blitzt in van Buytens Augen, wenn er von den künftigen Aufgaben und der Jagd auf Borussia Dortmund spricht. "Ich kann als Zweiter nicht gut leben, in diesem Jahr geht es auch um die Ehre", richtet er dem großen Rivalen scharf aus. "Die letzte Saison muss uns weh getan haben, wir müssen nun zeigen, wer der wahre Deutsche Meister ist!"

    Die neue Saison startet erst am 24. August. Für van Buyten könnte sie schon morgen beginnen.

    Video - Robben plant den Neuanfang

    TV-Tipp:

    Die Bundesliga im Fernen Osten: Der FC Bayern München im Testspiel gegen den VfL Wolfsburg. Am 26. Juli um 14 Uhr aus dem Tianhe Stadium im chinesischen Guangzhou. LIVE auf Eurosport 2 und im Eurosport Player.

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