Der Ex-Manager von Schalke 04 wohnt seit Monaten bei seiner Tochter Bettina, seine Frau noch im gemeinsamen Haus aus glücklichen Tagen.
Am Mittwoch-Vormittag kam es zu einer bizarren Situation. Assauer wurde vor seinem Haus vorgefahren - im Schlepptau hatte er außer seiner Tochter noch zwei Anwälte. Zum ersten Mal seit 93 Tagen sahen sich die Eheleute wieder, doch es handelte sich nicht um einen Freundschaftsbesuch.
Das Amtsgericht Buer hatte einen offiziellen Ortstermin anberaumt. Auf der Agenda standen etliche Streitpunkte. Assauer will das Haus verkaufen und hat auch schon einen Käufer gefunden, eine knappe Million Euro stehen für das Anwesen im Raum, doch seine Frau weigert sich bis dato auszuziehen.
Nach einer halben Stunde war alles vorbei. Assauer verließ seine Villa, die Erschöpfung war ihm ins Gesicht geschrieben. Auf die Frage wie das Aufeinandertreffen mit seiner Noch-Frau gewesen sei, sagte er nur "gut, gut", stieg in den bereitstehenden Wagen und wurde weggefahren.
Britta Assauer trat kurz nach ihm aus dem Haus, in den Händen der erste Karton mit persönlichen Dingen ihres Mannes. Ein kaltes Tuch um ihren linken Arm gewickelt. Die Tränen standen ihr in den Augen. Niedergeschlagen sagt sie: "Ich habe gerade versucht meinen Mann zu umarmen. Sein Anwalt hat mir das Handgelenk umgedreht und mich davon abgehalten."
Die Begegnung war hoffentlich nicht der Auftakt zum einem Rosenkrieg im Hause Assauer.
