Und als spanischer Rennfahrer in einem italienischen Rennstall weiß Alonso nicht so recht, zu welcher Nationalmannschaft er dann halten soll.
Der Vorfreude beim zweimaligen Formel-1-Weltmeister tut das aber keinen Abbruch: "Was für ein Sonntag uns da bevorsteht! Ich kann mir kein schöneres Ende für die EM vorstellen", sagt Alonso. "In den vergangenen 13 Jahren habe ich schließlich mehr Zeit in Italien als in Spanien verbracht. Und seit drei Jahren fahre ich für ein Team, das überall in der Welt Italien repräsentiert."
Er freue sich besonders darüber, dass es der Elf Italiens gelungen sei, bis ins Endspiel zu gelangen. "Niemand hatte vor dem Turnier damit gerechnet, dass Italien im Finale stehen würde. Trotzdem sind sie dort angekommen. Sie haben niemals aufgegeben und haben stets an ihre Fähigkeiten geglaubt. Sie stellten damit unter Beweis, dass sie zu den Besten zählen", meint der spanische Rennfahrer.
Italienisches Team wie Ferrari
Und genau darin glaubt Alonso gewisse Parallelen zur Formel 1 zu sehen. "Es ist ein bisschen wie bei Ferrari in diesem Jahr: Wir hatten einen schlechten Start und mussten etwas Kritik einstecken. Doch Todgesagte leben eben länger", erklärt Ferrari-Pilot Alonso. "Der Unterschied ist nur: Ferrari hat noch zwölf Rennen vor sich, während Spanien und Italien nur noch 90 oder 120 Minuten bevorstehen."
Und wer soll auf dem Fußballplatz das Rennen machen? Alonso hegt Sympathien für beide Teams und würde sowohl Spanien als auch Italien den Sieg gönnen. Seinen Landsleuten aber wohl noch einen Tick mehr, denn er merkt an: "Es wäre eine unglaubliche Leistung für Spanien, dem EM- und WM-Titel erneut den EM-Titel folgen zu lassen. Auf jeden Fall wird es ein ganz tolles Endspiel."
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