Spätestens am Freitagmittag waren die Halbprofis von St. Patrick's Athletic für Hannover 96 endgültig vergessen. Nach dem lockeren Spaziergang in die Playoffs zur Europa League zählt für den Bundesligisten nur noch der nächste Gegner Slask Breslau. "Die vergangene Saison in der Europa League war von hervorragenden Leistungen und emotionalen Abenden geprägt - daran wollen wir anknüpfen", forderte Clubchef Martin Kind in einer ersten Reaktion auf die Auslosung im schweizerischen Nyon am Freitag.
Schon mit den lockeren Siegen gegen die Iren - 3:0 in Dublin und 2:0 am Donnerstag in Hannover - hatte 96 in der Qualifikationsrunde ein klares Statement abgegeben, wo das Team von Trainer Mirko Slomka hingehört und unbedingt wieder hin will. "Unsere Mannschaft ist stark genug, gegen Slask Breslau den Einzug in die Gruppenphase zu schaffen. Einzig und allein darum geht es", bekräftigte Kind. Denn erst in der Gruppenphase wird der Wettbewerb lukrativ. Die Europa-Tour in der Vorsaison bis ins Viertelfinale sorgte für 20 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen.
Das hat nicht nur bei Kind Lust auf mehr gemacht. "Wir wollen natürlich irgendwann ins Halbfinale der Europa League, am liebsten ins Finale", verkündete der 96-Boss in einem Interview mit der "Neuen Presse" forsch. Am 23. August - zunächst in Polen und eine Woche später in Hannover - hat die Slomka-Truppe nun die Chance, erneut an die Millionen-Töpfe zu gelangen. Gegen den polnischen Meister wird dies eine anspruchsvolle, aber nicht unlösbare Aufgabe. "Das ist kein einfaches Los. Wir sind gewarnt. Die sind überraschend polnischer Meister geworden. Aber unser Ziel hat sich nicht verändert: Wir wollen in die Europa League", verkündete Slomka.
Kuranyi freut sich auf Stuttgart
"Das ist ein Hammer-Los, der schwerste Gegner in unserem Lostopf. Da erwartet uns eine interessante Aufgabe", sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia über Gegner Dynamo Moskau. "Aber wir wollen unbedingt die Gruppenphase erreichen."
Der frühere deutsche Nationalspieler Kuranyi ging bis zur Saison 2005 für die Schwaben auf Torejagd. Vor zwei Jahren wechselte er dann vom FC Schalke 04 nach Russland. Er geht mit großer Freude in die Europapokalpartien gegen seinen früheren Klub. "Ein Spiel gegen den VfB - das ist überragend", kommentierte der 30-jährige Stürmer. "Der VfB ist ein schwerer Gegner. Aber wir sind stark genug, um weiterkommen zu können", meinte der Dynamo-Kapitän. Die Moskauer hatten sich mit 2:2 und 5:0 gegen den schottischen Vertreter Dundee United für die Play-Offs qualifiziert.
"Das ist ein kleines Heimspiel für mich", sagte Kuranyi. "Bei diesem Spiel werden viele Freunde und Verwandte von mir im Stadion sein." Stuttgart habe er auch nach seinem Abschied immer beobachtet. "Die Roten bleiben immer ein besonderer Verein für mich", sagte Kuranyi. Auch weil seine Familie und die seiner Frau in Stuttgart lebten, wolle er nach seiner Karriere in die Schwabenmetropole zurückkehren.
TV-Tipp:
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