Er erinnere sich noch "sehr lebhaft" an den 2. Februar 2004, erzählt Federer. Es war der Tag, an dem sein Name zum ersten Mal ganz oben auftauchte im Ranking der ATP.
"Ich musste so viele große Leistungen bringen, um dieses Ziel zu erreichen. Der Wimbledon-Titel, der Sieg bei den Tour Finals - und erst nach dem Einzug ins Finale der Australian Open 2004 war ich dann die Nummer eins."
Federer stellte den Sprung auf Platz eins, "für mich die ultimative Leistung", auf eine Stufe mit dem Triumph in Wimbledon. "Das passierte damals alles innerhalb von neun Monaten. Diese Zeit war unglaublich intensiv", blickt der heute 31-Jährige zurück auf die Phase zwischen Juni 2003 und Februar 2004, in der er Wimbledon, den damaligen Masters Cup und die Australian Open gewann sowie den Sprung an die Spitze der Weltrangliste realisierte.
"Einfach nur, weil ich es mag"
Und der Basler verteidigte den "Platz an der Sonne" 237 Wochen lang ohne Unterbrechung bis zum 17. August 2008 - Rekord! In den kommenden Jahren musste sich Federer seine Regentschaft mit Rafael Nadal und Novak Djokovic teilen. Der Spanier übernahm das Zepter für insgesamt 102 Wochen, der Serbe hielt sich 53 Wochen auf dem Thron.
Seit dem 9. Juli 2012 aber heißt der König wieder Roger Federer - es war die Erfüllung eines Traumes. Denn bis dahin hatte der Schweizer 286 Wochen als Nummer eins auf dem Konto, exakt eine weniger als der damalige Rekordhalter Pete Sampras. Doch auch diese Bestmarke gehört nun Federer.
"Acht Jahre später - und ich bin immer noch da und wieder auf Platz eins. Das ist etwas ganz Spezielles für mich", betont der Rekord-Grand-Slam-Champion, und kommt ins Philosophieren. "Manchmal bist du einfach nur glücklich, Tennis zu spielen. Einige Leute und verschiedene Medien verstehen das leider nicht. Einige denken, dass man alles gewinnen muss, dass es immer eine Erfolgsgeschichte sein muss", bedauert Federer.
Für ihn sei damals "ein traumhaftes Hobby zum Beruf" geworden. "Warum ich angefangen habe, Tennis zu spielen? Einfach nur deshalb, weil ich es mag." Und das ist Roger Federer bis heute in jedem Match anzumerken.

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