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    1. Bundesliga - Rhein-Neckar Löwen behaupten Tabellenspitze

    Zumindest für eine Nacht hatte der THW Kiel seinen Stammplatz in der Bundesliga zurück. Nach dem 33:30 (12:15) beim HSV Hamburg war der Rekordmeister am Samstagabend Tabellenführer. Am Sonntag aber zogen die Rhein-Neckar Löwen wieder am Titelverteidiger vorbei. Die Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson feierte beim 30:22 (17:9) über den SC Magdeburg den neunten Sieg im neunten Saisonspiel.

    Im Nordduell hatte der HSV Hamburg den großen Rivalen aus Kiel lange am Rande der ersten Bundesliga-Niederlage seit 18 Monaten. Elf Minuten vor Schluss führte der Gastgeber noch mit fünf Toren (28:23). Doch dank ihrer unbändigen Willensstärke drehte die überragende Mannschaft der vergangenen Saison das Spiel.

    HSV-Trainer Martin Schwalb hatte seine dezimierte Mannschaft hervorragend eingestellt, die Abwehr brachte den THW zur Verzweiflung. Am Ende fehlte die Kraft. Kiel konnte komplett durchwechseln, ohne dass es Qualitätsverluste gab. Beim HSV mussten die angeschlagenen Pascal Hens und Marcin Lijewski dagegen fast durchspielen. "Wir hatten Kiel im Sack, das darf einfach nicht passieren", schimpfte der enttäuschte Hamburger Spielmacher Michael Kraus. "Am Ende war es Unvermögen, denn wir wussten doch, dass wir Probleme mit der Luft bekommen würden."

    Flensburg schlägt die Füchse

    "Es wurde Zeit, dass wir mal wieder so ein Spiel gemacht und alle Reserven aus uns rausgeholt haben", sagte Kiels Linksaußen Dominik Klein: "Es ist unsere Einstellung, dass wir immer an die Wende glauben. Wir haben viele Kraftreserven." Eine Saison wie im Vorjahr traut THW-Coach Alfred Gislason seinem Team aber nicht mehr zu. Fünf, sechs Mannschaften würden um die Spitze der Handball-Bundesliga mitspielen, prophezeite der Isländer. "Mannschaften wie die Rhein-Neckar-Löwen werden auf lange Sicht Vorteile haben, weil sie keine Champions League spielen. Es wird sehr eng zugehen diese Saison, weil sie diese Extrabelastung nicht haben."

    Gegen den SC Magdeburg hatten die Löwen am Sonntag schnell für klare Verhältnisse gesorgt. In der elften Minute betrug der Vorsprung schon sieben Treffer (9:2). Magdeburg fand nie ein Mittel gegen die Gastgeber, die in Uwe Gensheimer (11/4) ihren besten Werfer hatten. Am übernächsten Mittwoch wollen die Löwen ihre Serie beim HSV Hamburg ausbauen.

    Im zweiten Spitzenspiel des Sonntags feierte die SG Flensburg-Handewitt beim 29:18 (13:11) über die Füchse Berlin den vierten Sieg im vierten Heimspiel. In der Tabelle kletterten die Nordlichter auf Platz fünf. Nach der Länderspielpause, in der für die deutsche Nationalmannschaft die EM-Qualifikationsspiele gegen Montenegro und Israel auf dem Programm stehen, wartet am 7. November der Nordklassiker beim THW Kiel auf die Flensburger.

    TV-Tipp:

    Die deutsche Nationalmannschaft kämpft um das Ticket zur EM 2014. Eurosport überträgt die Qualifikationspartien gegen Montenegro (1. November, 19:00 Uhr) und in Israel (4. November, 18:00) LIVE im TV und im Eurosport Player

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