Fussball WM 2010 - Barometer

Fussball WM 2010 - Barometer

Tops

  • La Furia Roja

    Klar, Alice Schwarzer könnte verzweifelt zu Henna greifen, doch es wäre vergebens. Die weltbeste rote Furie kommt aus Spanien. Jung, dynamisch, diszipliniert und erfolgreich. Gratulation!

  • Deutsche Doppelsechs

    Schweinsteiger ist am Kap zur Weltklasse gereift, Khedia war die Ballack-Bürde nie zu schwer. Ein strategisches Tandem, das ein freches deutsches Team in die Zukunft führen sollte.

  • Thomas Müller

    Im Mai 2009 das letzte Spiel für den FCB II. Ein 3:1 gegen Wacker Burghausen. Keine Tore von Müller. Im Juli 2010 WM-Torschützenkönig und bester Jungprofi. Müller macht jetzt Urlaub auf der ISS.

  • Südafrikas Mühen

    Mord und Totschlag hatte man vermutet, bis aufs Adamskostüm beraubte Fans, von Löwen (z)erlegte WM-Touristen. Alles kam anders. Südafrikas Mühen wurden belohnt, die Kritiker abgestraft.

  • Oktopus Paul, der Patriot

    Alles richtig getippt und dabei nur einmal etwas grottenfalsch gemacht. Der Fußball-Fachkrake wäre zweifellos ein idealer TV-Experte. Fürs ZDF. An der Seite von Oliver Kahn...

  • Team Uruguay

    In einer starken Südamerika-Fraktion starteten die "Urus" durch. Während bei den prominenten Nachbarn die Taschentücher knapp wurden, floss in Uruguay der "Yerba Mate" in Strömen.

  • Verglühte Sterne

    Ghanas "Black Stars" verloren eine historische Chance auf dem elf Meter langen Weg ins kontinentale Drama. Aber mit seiner Leidenschaft gewann das blutjunge Team weltweit Sympathien.

  • Ravshan Irmatov

    Der usbekische Unparteiische war der Sehende unter all zu vielen Blinden. Asiens zweifacher Schiri des Jahres (2008/2009) bildete mit seiner Leistungskonstanz eine Ausnahme an der Pfeife.

  • Englisches Fair-Play

    Der Schuss von Lampard gegen Deutschland war zwar zehn Meter hinter der Linie, doch die Verlierer blieben ihrem legendären Fair-Play treu und übten Selbstkritik. Eine leider recht exklusive Einstellung.

  • Berti Vogts' Weisheit

    "Der Star ist die Mannschaft". Dafür wurde der "Terrier" im Zeitalter der Messis, Rooneys, Ribérys und Ronaldos belächelt. Doch er behielt Recht: Die Breite ist in der Spitze eben doch dichter geworden...

Flops

  • Blatters FIFA

    Verantwortung für etwaige Probleme werden abgeschoben, Milliarden-Gewinne eingeschoben. Druck auf die südafrikanische Justiz. Eine Autokratie hinter dünnem Feigenblatt.

  • Pfeifende Pfeifen

    De Jongs wahnwitzige Kung-Fu-Attacke gegen Xabi Alonso rundete zum Finale das Gesamtbild der Schiedsrichterleistungen nur ab. Howard Webb war immerhin noch einer der Besseren.

  • "Les Misérables"

    Liegt das Niveau erst mal am Boden, findet sich immer noch jemand, der ein Loch buddelt. Bei der WM erklärte sich die Équipe dazu bereit und machte sich zur Witzfigur.

  • Diego Maradona

    Wenn man mit Titelambitionen zur WM fährt, dann ist es sicher nicht von Nachteil, ein bisschen defensives Mittelfeld und ein paar Abwehrspieler ins Köfferchen zu packen.

  • Oktopus Paul, der Verräter

    Man darf im Leben vieles richtig machen. Aber letztlich geht es darum, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort nichts falsch macht. Wir waren chancenlos, weil Paul Mist gebaut hatte.

  • Italien und Grottenkicks

    Vielen ging's nicht ums Gewinnen, sondern darum, nicht zu verlieren. Ergo: Narkotisierendes Defensiv-Gebolze an der Grenze des Erträglichen. Nicht nur der Titelverteidiger wurde abgestraft.

  • Nervtötende Eintönigkeit

    Vuvuzelas: Eine kulturelle Tradition wie Big Macs in Bagdad. Dafür aber ein Nerv-Potenzial außer Konkurrenz. Eine WM mit Tonstörung, die spielbezogene Emotionen zerstörte.

  • "Schland"-Schreier

    Schland? - Was soll das sein? Lustig? Bei einigen "Fans" kommt wohl erst nach der ersten Silbe Bewegung in die Großhirnrinde. Dieses Event-Schland-Gedöns ist was für Kloppte!

  • Nordkoreas Selbstbild

    "Unser Fußball wird die Welt schockieren", hatte Nordkoreas Fußball-Legende Do-Ik Pak verkündet. Er sollte Recht behalten - nur eben auf unbeabsichtigte Art Weise.

  • Verirrte Weltstars

    Viel vor, nix dahinter: In millionenschweren Werbesports wurden Messi, Rooney, Kaká und Ronaldo schon als Götter verehrt. In der Realität setzte dann die Dämmerung ein.

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