Do 23.Jul. 13:29
Man kann es Michael Kölmel nicht übel nehmen. Der Unternehmer hat in den letzten Jahren viel für den Leipziger Fußball getan, hat den Neubau des Zentralstadions finanziert und geduldig den örtlichen Traditionsklub FC Sachsen alimentiert. Da durfte Kölmel gestern ruhig ein Interview geben, in dem er es prima und super findet, dass der österreichische Brausehersteller "Red Bull" in Leipzig einen Bundesliga-Klub aus der Retorte züchten möchte.
Soviel Verständnis ich für Herrn Kölmel habe, der ja eigentlich nur will, dass endlich mal sein Stadion voll wird, so wenig mag mir einleuchten, warum dieses Projekt auch von Leuten gut gefunden wird, die kein Stadion in Leipzig besitzen. Man kann nur vermuten, dass all denen, die nun vollmundig den Red-Bull-Einstieg als einmalige Chance für Leipzig begrüßen, jede Restahnung davon fehlt, was die Faszination des Fußballs eigentlich ausmacht. Ernsthaft zu glauben, es ginge Firmeninhaber Dietrich Mateschitz und seinen Abgesandten auch nur in Spurenelementen um Leipzig, um den örtlichen Fußball und um die Chance, hoffnungsvolle Talente in der Region zu halten, ist sträflich naiv.
Wie sagte es Lothar Matthäus am Rande eines Interviews, das wir vor Jahren mit ihm in Budapest führten: "Der will nur Dosen verkaufen!" er muss es wissen, er war beim österreichischen Pendant Red Bull Salzburg Co-Trainer. Dort wird seit Jahren durchexerziert, wie man einen Klub komplett kommerzialisiert: mit Discolichtern unter dem Tribünendach, mit einer Nachwuchsabteilung, die als "Jungbullen" firmiert, und vielen anderen Geschmacklosigkeiten mehr.
Wenn allerdings allein wirtschaftliches Interesse das Motiv ist, einen Fußballklub zu führen, ist das höchst gefährlich. Dieser Sport befindet sich ohnehin schon zu sehr im Würgegriff kommerzieller Interessen. Die zerpflückten Spieltage, bizarre Anstoßzeiten, Sitzplatzarenen mit austauschbaren Namen - all das macht den Anhängern schon heute das Leben schwer. Aber bislang haben sich die Fans gegen den totalen Ausverkauf noch wehren können - manches Tafelsilber wie die Klubnamen und die Vereinsfarben blieb bisher unangetastet. Und selbst bei Klubs wie der TSG Hoffenheim regt sich bisweilen Widerstand, etwa wenn sich das Publikum trotz unerbittlicher Animation durch die Stadionregie standhaft weigert, die debile Hymne "Wir sind Hoffe" mitzusingen.
Für den neuen Klub aus Leipzig werden all diese Gesetze nicht gelten. Die Vereinsfarben sind bereits die der Firma, der Klubname ist zumindest als "RB" abgekürzt schon verwertbar (obwohl "Rasen Ballsport" klingt, als habe sich eine Kindertagesstätte an der Namensfindung beteiligt) und aufmüpfige Fans, die auf einen Rest an Glaubwürdigkeit pochen, wird es ebenfalls nicht geben. Kurzum, der Klub hat sich all dessen entledigt, was den Sport über das reine Spiel hinaus faszinierend macht.
Wer das gut findet, muss zum Arzt. Oder er hat ein Stadion in Leipzig.
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Gut geschrieben. Und hier wird eine Neuentwicklung im Fußball-Geschäft dargestellt. Wir sehen das an der Inflation neuer Stadionnamen. Gab es früher mal ein Parkstadion, so ist das heute eine Veltins-Arena. Das alte Olympiastation in München wurde durch eine Allianz-Arena ersetzt. Köln hatte mal ein Müngersdorfer, heute ein Rhein-Energie-Stadion. Was macht es da, wenn ein Club einen etwas seltsam anmutenden Namen trägt?
Schließlich wollte ja schin in den 70ern Günter Mast aus "Einracht" ein "Jägermeister" Braunschweig machen. Damals wurde er verteufelt. War er etwa nur seiner Zeit voraus???
die profiklubs bayern münchen und schalke 04 gab es schon vorher, und das stadion von schalke stand auch schon vorher, anders als diesen klub, der im profifussball nie eine rolle gespielt hat
Nun ja, wer den Abgesang vor dem ersten Spieltag schreibt, dem ist nicht mehr zu helfen.
Das Engagement von Red Bull in Leipzig ist durchaus sinnvoll und ich bin auch davon überzeugt, dass nicht alles dem Klischeebild der Tradionalisten entsprechen wird.
Armer Fussball... Es wird immer mehr Dorfvereine wie Hoppenheim und Firmenclubs wie RB Leipzig geben. Schon traurig wenn man bedenkt das solche Vereine über kurz oder lang um Meisterschaften Spielen werden und Traditionsvereine verdrängt werden.... Aber halt wir haben ja schon einen Werksclub als Meister ....
Dieser Artikel ist ohne Kenntnis der konkreten Verhältnisse, in denen der Fussball in Leipzig derzeit dahinsiecht, geschrieben. Es ist sicherlich schöner, wenn ein Engagement nicht aus rein wirtschaftlichen Gründen besteht, wenn es ein solches über Jahre hinweg nicht gibt, ist ein solcher Einstieg nur zu begrüßen, auch und gerade für das Publikum.
Selten so eine Grütze gelesen. Aber passt ganz gut in das Niveau von Eurosport.
jeder fängt mal klein an...
schon schlimm solche aussagen wie "dorfverei" oder "werksverei". das hat gleiches niveau wie mit schwarz, weiß, ausländer nicht ausländer. zum glück habt ihr nichts zu melden in deutschland.. zum glück!
"Der will nur Dosen verkaufen!" ja und telekom bayern will nur telefonanschlüsse und dsl verkaufen, was ist das für ein billig niveau?? zum kotzen !
Wie bitte was hat Dorfverein mit schwarz und weiß zu tun ? Selten so einen Unsinn gehört..
fazit" die gesellschaft verkommt, kein wert mehr auf traditionen und alte tugenden..blabla..."
so ein käse hört man doch von allen seiten, kennt man eigentlich nur von dem emotional geprägtem kleinbürger, vor allem in deutschland. sorry, aber dieser artikel ist wirklich lächerlich! geht doch am besten eure tempos rausholen und weint euch erstmal richtig aus in eurer stillen ecke.
Frage mich,was dieser Ossimist soll,dieser von der Stasi damals kontrollierte
Verein interessiert keine Sau.
Traurig,daß immernoch einige Stasiverbrecher frei rumlaufen.
lol deine ganzen stasiverbrecher arbeiten heutzutage überwiegend bei der polizei
wollt nur mal anmerken das hoffenheim den dauerkartenverkauf abgebrochen hat, weil bereits 20.000 dauerkarten verkauft worden sind und nur mehr 10.000 für den normalen gebrauch zur verfügung sind...
der artikel is schwachsinn.. vor ein par jahren okey.. abr heutzutage läuft das nun mal so.. und leipzig kann froh sein, das ist das beste was denen passieren konnte.. nur so kommt man aus der versenkung 5 liga heraus...
geld regiert di welt... und mit red bull hat man sicher einen der besten geldgeber gefunden... alles gute RED BULL leipzig ;) ...
Die kommen nicht in liga 1
Ja weil der Fussball doch nur noch zu Vermarktungszwecken dient. Es wir ja überlegt die HZ zu verlängern um länger Werbung einspielen zu können. Schade für die Vereine die sich Jahr für Jahr mühen um in höhere Spielklassen aufzusteigen. Und in meinen Augen ist RB ein erbärmlicher Sponsor, siehe Salzburg. Dort wurde der Austria Salzburg über nacht ihre ganze Geschichte genommen. Namen geändert, Farben geändert und einen Verein so zerstört. Den Eventzuschauern die ins Stadion gehen um ihre Millionen schweren Stars zu sehen ist es egal, aber den richtigen Fans wurde ihr Verein genommen. Und das alles nur um diese Blubberprause bekannter zu machen.
wayne ?!
@chrissi.lahm volle zustmmung. Schade. Und ja, Salzburg wurde zerstört - ist aber nicht der einzige Verein in Österreich dem das passiert ist. Gute Beispiele, warum Investoren niemals die Stimmmehrheit haben dürfen.
Na hoffentlich sind Sie dann kein Fan von Bayer 04 Leverkusen. Nach Ihren Definitionen auch so ein Retortenverein - wie früher mal Bayer 05 Uerdingen. Damals und bis heute haben Sie dazu noch keinen Standpunkt bezogen oder? Und wie sieht's mit dem "Fast-Werksverein" aus, welcher derzeit Deutscher Fußballmeister ist? Auch kein Kommentar dazu?
Warum soll das was in anderen Ligen (da gibts so 'ne komische Insel nordwestlich von Deutschland) gang und gäbe ist, bei uns verteufelt werden?
Hauptsache rumgenörgelt (hrmpf, ich nörgle grad auch, sorry) und schlecht gemacht. Wenn wir sonst nichts können, DAS können wir Deutschen!
salzburg oke, vor 13,14,15 jahren war man mal als casino salzburg im uefa cup finale gegen inter mailand... und man würde meister und und und... 5 jahre später war nichts mehr.. GAR NICHTS... was haben di jetzigen spieler, fans, trainer usw. von den erfolgen damals... nichts mehr.. und bevor man di restliche verensgeschichte hinten in der österreichischen liga rumgurkt ist es wohl besser didi kommt mit seinen dosen und spendiert geld und an wird, wenn nicht heuer früher oder später in der CL spielen und dann haben di fans von heute auch was davon...
ebenso in kärnten... waren auch cup sieger, uefa cup gespielt und alles.. OHNE GELD geht nichts...
was kann sich fortuna düsseldorf von seinem uefa cup finale 1979 kaufen... heutzutage NICHTS.. wer kennt fortuna düsseldorf heute in europa, NIEMAND... und das zählt.. nicht di vergangenheit...
wahnsinn was ich hier lese, von wegen so ist das heute blabla....
wenn keiner was dagegen sagt und alles hin nehmt wie über mir dann wird das auch noch schneller und noch schlimmer kommen!!
ich jedenfalls habe keine lust irgendwann den 1.FC Nutella Kaiserslautern oder SV Becks Bremen zu unterstützen. Fußball lebt von emotionen und traditionen und was redbull und andere firmen hier machen ist eine schande
@ michaelsalbrechter: Also alle Clubs die keinen Erfolg mehr haben schönen Sponsor ranlassen und den Verein zerstören oder was? Man wer ein echter Fan ist der hält seinem Verein immer die Treue, auch in der Oberliga und allen anderen Spielklassen!
wenn du in kaiserslautern mit vermutlich bald mal drittklassigem fußball zufrieden bist obwohl di eigentlich mal deutscher meister waren ... dann tut mir das aber auch leid...
Ich gehe ma davon aus das du FCK Fan bist. Also würde es dir egal sein wenn der Verein jetzt RBK heißen würde und die Vereinfarben Rot-Weiß wären, nur damit du am Wochenende in die BuLi gehen kannst?
Wir reden doch alle nur drüber, weil es nicht unseren Verein betrifft. Wenn unser Verein auf einmal mit zig millionen Euro gesponsort wird, dann denken die meisten sicher nicht so und finden das ganze wohl durchweg in Ordnung.
Das was die Leute ins Stadion treibt ist doch immer noch der Fußball. Und wenn dieser dadurch attraktiver wird, haben doch alle Fußballfans etwas davon!!!
Außerdem sieht man doch an Chelsea bestens, Geld gewinnt mal rein gar nichts!!!
@ rburchert : Aber RB is kein normaler Sponsor, siehe Salzburg. Wenn im Namen des Vereins schon der Sponsor drinne ist und das Vereinlogo in das Firmenlog geändert wird, dann geht das zu weit.
Es ist immer dasselbe. Da wird Tradition und Treue beschwört und gleichzeitig gegen Werksvereine oder Sponsoren (v.a. Hoffenheim) gepöbelt. Besonders grotesk wird dies, wenn so was aus der Kaiserslauterer Ecke kommt. Dass der 1.FCK den Steuerzahler bis heute mal rund 160 Millionen gekostet hat (Rettung vor Insolvenz, WM-Stadionneubau etc.), wird nie thematisiert. Wie ehemals Mielke hat nun auch der Pfälzische Sonnenkönig Beck seinen Staatsverein!
so jungs! auch wenn das jetzt hier nicht reinpasst, aber mal im ernst:
wieviel von euch freuen sich über sebastian vettel und sein team red bull, dass diese hoffentlich weltmeister werden?? bestimmt mehr als die hälfte, dass hier aber fast alle gegen red bull im bereich fussball wettern is doch schwachsinn... kein unterklassiges team kommt an die topteams ran, weil jene jedes jahr mehr geld scheffeln, anders gehts nicht ... ich zumindest gehe dem ganzen unvoreingenommen gegenüber und lass mich überraschen!
@rburchert: »Das was die Leute ins Stadion treibt ist doch immer noch der Fußball«, sagen Sie. Aber ich glaube, dass es viele Fans gibt, denen es nicht völlig egal ist, wer da unten auf dem Rasen steht. Und dass sie ins Stadion gehen, nicht allein um Fußball zu sehen. Sondern auch um die Stimmung zu erleben. Teil einer Gemeinschaft zu sein, selbst zu singen und anzufeuern. All das würde mir als Fan eines Klubs, der nachweislich nur existiert, um den Verkauf von Getränkedosen anzukurbeln, schwerer fallen als anderswo.
@ philipp.koester: Besser kann man es nicht sagen!
@ djoker1989: Aber Rennsport ist noch einmal was ganz anderes als Fussball das kann man nicht vergleichen.
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