Di 09.Dez. 13:15
Servus, liebe Fußballfreunde!
Eine WM direkt vor Weihnachten! Ist das kein Geschenk an den Fußballfan? Und dann ist auch noch Europas Fußballer des Jahres mit dabei, Cristiano Ronaldo. Und mit ihm ganz ManU. Okay, die weniger bekannten Gegner kommen aus Neuseeland, Australien und Ecuador. Und stattfinden werden die Begegnungen mitteleuropäisch zur besten Bürozeit. In Japan. Und das ist nur ein Grund, dass sie hier zu Lande niemanden interessieren.
Seit Jahrzehnten bereits fristet die Weltmeisterschaft der Klubmannschaften ein Schattendasein im weltweiten Bewusstsein der Fußballanhänger. Dabei wird schon seit 1960 der beste Verein des Globus gesucht - fast genau ein halbes Jahrhundert lang.
Doch bis 2004 beschränkte sich das Feld auf den herausragenden Vertreter aus Südamerika und Europa und auf eine Partie. Längst reisen allerdings Dezember für Dezember sieben Mannschaften gen Japan, um im Land der WM-Endrunde 2002 den Besten des Globus' auszuspielen.
Zehn Tage dauert das hier zu Lande in höchst versteckt platzierten Schlagzeilen gewürdigte Event. Am 21. Dezember wird feststehen, ob Manchester United nach dem Gewinn der englischen Meisterschaft, des englischen FA-Cups, von Champions League, englischer Torschützenkrone und Europawahl (beides persönlich an Cristiano Ronaldo) auch zum zweiten Mal in seiner Geschichte (nach 1999) Klub-Weltmeister wird.
Von der Papierform her scheinen Gegner wie Waitakere United, Adelaide United, Liga de Quito, Gamba Osaka, der CF Pachuca oder Al Ahly Kairo nur schwerlich welche zu sein. Bei manch einem dieser Namen stellen sich beim heimischen Fußballfan allerhöchstens Assoziationen nach Wilden am Ball ein, schießen ihm roher Fisch, Drogen oder Schweiß treibende Nilausflüge zu den Pyramiden der Pharaonen durch den Kopf.
Es geht aber um Fußball, um ernsthaften Fußball. Und um einen Titel, für den die Akteure aus Neuseeland, Australien und Japan, aus Ecuador, Mexiko und Ägypten alles gäben. Weil sie weder mit Geld noch sportlichem Ruhm derart gesegnet sind wie ManU und Ronaldo. Deshalb fiebern ihre Fans diesem Turnier auch entgegen als wäre es eine WM, die auch in den Augen von uns Europäern eine WM ist. Immerhin kommt mit dem AC Mailand der Titelhalter vom Alten Kontinent.
Das wird in unseren Breiten aber nicht verhindern, dass die vorweihnachtliche Hauptsorge der Frage nach dem passenden Geschenk gilt: Socke oder Krawatte statt Waitakere oder Gamba... Bestenfalls zwischenzeitlich noch überdeckt vom Herbstmeisterschaftsfinale der Bundesliga...
Liebe Fußballfreunde, werdet Ihr bis 21. Dezember noch einen Blick gen Tokio werfen? Oder ist das WM-Treiben dort tatsächlich so wichtig wie der berühmte Sack Reis, der in Ostasien umfällt?
Servus derweil!
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Ronaldo hat es wirglich ferdint
Ich als ManUtd-Fan bin ziemlich verärgert darüber, dass obwohl ManUtd beim Supercup gegen Zenit verloren hat, sie trotzdem dahin müssen.
1. Das Verletzungsrisiko ist groß, denn wie gesagt - die anderen Mannschaften sind ziemlich (über-)motiviert und gehen dementsprechend in die Zweikämpfe rein
2. Der Titel ist unwichtig, weil es kein internationales Ansehen hat
3. ManUtd hat in Dezember nur englische Wochen und kann natürlich, wegen des Club-WMs, nicht in der Liga spielen, was zur Folge hat, dass sie im Frühjahr ziemlich viele Nachholspiele haben werden
"allerhöchstens Assoziationen nach Wilden am Ball". das ist eine infame äußerung und gehört nicht in die deutsche presselandschaft!
haskai du hättest einen DUDEN wirglich ferdint...
ifedola, was denkst du warum ManU da hinfährt? (und auch AC Mailand, und alle anderen Clubs die von Marketing ne Ahnung haben.....)
a) Weil sie den berühmten Sack Reis besichtigen wollen?
b) Weil der Titel unwichtig ist und kein internationales Ansehen hat?
c) Weil in Asien Milliarden potentielle Fans sind die ManU ermöglichen ihren Kader zu finanzieren?
oder d) Weil sie den umgefallenen Sack Reis wieder aufstellen wollen?
Es geht für das europäische Team meist wie mein Vorredner sagte, nur um das Marketing in Asien. Denn da ist nunmal ein großer Markt. Für die anderen Teams ist es ja dennoch ein großes Turnier und ich würde Liga de Quito für's Finale nicht abschreiben. So ganz schlecht spielen die Südamerikaner dort nie, zumal sie jedes zweite Mal gewinnen. Liverpool lässt da gegen Sao Paulo grüßen, auch wenn Sao Paulo weitaus besser ist als einige europäische Topklubs, damit auch weitaus besser als Quito.
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