Do 28.Aug. 13:22
Servus, liebe Fußballfreunde!
Sorry, dass auch ich am Morgen danach an diesem Zahlenspiel nicht vorbei kann: 04, pardon, 0:4. Trauer sind sie gewohnt "auf Schalke", seit Jahrzehnten. Das erste Saisonziel ist bereits den Bach runter. Der Anlauf zur vierten Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League scheiterte deutlich und verdient. Atletico Madrid deckte nur vier Monate nach Schalkes Viertelfinalerlebnis die Naivität einer Mannschaft auf, die - trotz allen Gazprom-Engagements - auf der Stelle tritt.
Fabian Ernst - längst ein königsblauer Routinier - wirkte richtiggehend bestürzt. Vor dem ARD-Mikrofon redete der Ex-Nationalspieler nichts an der 04-Schlappe schön und löste mit seiner treffenden Analyse fehlender internationaler Reife Bewunderung aus beim ARD-Experten Mehmet Scholl. Der frühere Dribbelkönig fragte sich, in welchem Zeitraum Schalke seine Navität denn abzulegen gedenke.
Als Lernprozess werden die 90 Minuten von Madrid in die Gelsenkirchener Historie eingehen. Auch so kann man weiterkommen. Gedacht war dies jedoch in einem anderen, lukrativeren Sinne.
90 Rückspielminuten als Ausweis dessen, dass der neue Cheftrainer Fred Rutten wohl vor Rundenbeginn zu Recht für seine tolle Arbeit in Enschede abgefeiert worden ist, diese aber spätestens jetzt nichts mehr zählt. Mirko Slomkas Nachfolger musste sich messen lassen an dessen Vordringen unter die besten acht Mannschaften in Europa, genauso wie am dritten Platz in der Bundesliga. Jetzt sind die Nobodies Anorthosis Famagusta und auch BATE Borisov einen Schritt weiter als die Westfalen, Teilnehmer an der Champions-League-Gruppenphase. Allerdings glänzt Königsblau daheim noch als Zweiter der Bundesliga.
Das waren sie aber auch schon 2001, die so genannten "Meister der Herzen", die 30 Jahre nach ihrer ergiebigen Verstrickung in den "Vor-Hoyzer-Bundesligaskandal" das Image des Skandalklubs ersetzt bekamen durch die gleichsam mitleidige und bewundernde Etikettierung als armes Opfer von Dr. Markus Merks Nachspielzeit in Hamburg.
Die seitdem ewig junge Jagd auf den Rekordmeister bleibt Schalke nach dem Platzen des Traumes Champions League noch. Ob sie allerdings 51 Jahre nach dem letzten Meistertitel endlich mit Silberware in den Händen endet, ist seit dem Abend von Madrid umso fraglicher. Was qualifizierte die Schalker anno 2008 mehr dazu als die Schalker anno 2001 oder 1972, als der Religionsersatz als Vize hinter den Bayern wie Phönix aus der Skandalasche emporstieg?
Rutten, ein - dem Eindruck nach - durch und durch sympathischer und fachkompetenter Mensch, hat schon jetzt praktisch keine Chance mehr, auf dem Weg des Erfolgs Slomkas Rauswurf nachholend zu legitimieren. 04 bleibt eine sportliche Wundertüte und nur vier Monate nach der Teilnahme am Viertelfinale der Champions League naiv genug, Atletico Tür und Tor zu öffnen. Daran lässt sich nicht rutten, äh, rütteln...
Liebe Fußballfreunde, wie seht Ihr Schalkes Entwicklung? Was ist besser als im Vorjahr?
Servus derweil!
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preums
Deuz
Pitain, azo, peut-être le prums le plus long à venir de l'histoire, bravo 
ps : toujours pas de fridolin à l'horizon ?
RIBERY THE BEST
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