Radsport Live-Bericht

Tour de France - Bourg-en-Bresse - Le Grand-Bornand

Live - Kommentar

  1. 17:17 - Nach diesem aus deutscher Sicht traumhaften Finale verabschieden wir uns aus Le Grand-Bornand, sagen danke, dass Sie mit dabei waren und melden uns morgen gegen 12:30 Uhr zurück. Bis dann!

  2. 17:14 - 1:24 Minuten beträgt nun Gerdemanns Vorsprung im Gesamtklassment vor dem Basken Inigo Landaluze. Die Favoriten auf den Gesamtsieg einschließlich Winokurow und Klöden, sind beisammen geblieben.

  3. 17:11 - Statt eines französischen Feuerwerks hat Linus Gerdemann am französischen Nationalfeiertag ein deutsches abgebrannt. Wir gratulieren zu dieser ebenso überragenden wie überraschenden Leistung des T-Mobile-Profis, der im Ziel Tränen der Freude vergießt!

  4. 17:09 - Bevor die Reste des Hauptfeldes einrauschen, kämpft sich Fabian Wegmann als sechster ins Ziel.

  5. 17:07 - 41 Sekunden später keucht Inigo Landaluze über den Zielstrich, eine weitere Minute später wird David De La Fuente Dritter.

  6. 17:07 - Das Ziel ist erreicht! Völlig entkräftet, aber überglücklich steigt der 24-Jährige im Ziel vom Rad und wird in Kürze das Rundumpaket überreicht bekommen: Neben dem Etappensieg springen auch Gelbes und Weißes Trikot heraus.

  7. 17:02 - Frenetisch gefeiert biegt Gerdemann auf die Zielgerade ein - Nach Jens Voigt, der 2005 als bislang letzter Deutscher das Gelbe Trikot trug, wird Gerdemann heute das Gelbe Trikot übernehemen.

  8. 17:00 - Nach Jens Heppner im Jahre 1998 wäre Gerdemann der erste Deutsche, der eine Touretappe am Nationalfeiertag gewinnt.

  9. 16:58 - Fünf Kilometer vor dem Ziel zeigt die Uhr 34 Sekunden Vorsprung für den 24-jährigen Gerdemann. Damit sieht es schwer nach dem größten Erfolg in seiner jungen Karriere aus.

  10. 16:57 - Landaluze folgt mit 19 Sekunden Rückstand. Schon jetzt ist klar, dass sich Gerdemann heute das Gelbe Trikot erarbeitet hat. Mit dieser Überraschung hätte nach den letzten dunklen Wochen im T-Mobile-Team wohl niemand gerechnet.

  11. 16:53 - Ohne Rücksicht auf Verluste hält der T-Mobile-Profi, der bereits jetzt mit die roten Nummer für den kämpferischsten Fahrer sicher hat, in die Abfahrt in Richtung des Wintersportorts Le Grand-Bornand hinein.

  12. 16:53 - Gerdemann hat im langen Anstieg zum Col de la Colombiere lediglich eine Minnute auf die große Varfolgergruppe mit den Favoriten eingebüßt. Das ist eine mehr als respektable Leistung.

  13. 16:50 - Fast unbemerkt hat sich in der Zwischenzeit Michael Rasmussen vom Feld nach vorn gearbeitet und fährt nun an vierter Position hinter Gerdemann, Landaluze und De La Fuente. Der Däne hat es offensichtlich auf die verbleibenden Bergpunkte abgesehen.

  14. 16:50 - Landaluze wird immer wieder von seinen Landsleuten angeschoben, doch auch das hilft dem Basken nichts: Der Vorsprung zu Gerdemann, der in diesem Moment den Gipfel passiert, wächst an.

  15. 16:48 - Wenige Meter vor Inigo Landaluze erreicht Linus Gerdemann, der 2004 Deutscher Meister in der Klasse der U23 wurde, die 15-Kilometer-Marke. Noch 1000 Meter bis zur Kuppe - das sieht wirklich gut aus für den unerschrockenen Jungspund.

  16. 16:45 - Neben Klöden, hat sich auch Winokurow in der vordersten Verfolgergruppe gehalten. Zwar wirkt der Gesichtsausdruck des Kasachen angestrengter als der seines relativ unbeschwert kurbelnden Teamkollegen, doch wer "Wino" kennt, der weiß, dass der Astana-Profi eher tot vom Rad fällt, als freiwillig aufzugeben.

  17. 16:42 - Dicht umgeben von Begleitmotorrädern kämpft sich Gerdemann die steilsten Rampen des Col de la Colombiere hinauf. In seinem Rücken erscheint bereits das leuchtend orangfarbene Trikot des Basken Landaluze, der Fofnov ein- und überholt hat.

  18. 16:40 - Im Feld weiterhin Rabobank an der Spitze, doch der Rückstand zu Gerdemann bleibt konstant. Sollte der junge Deutsche im Magenta-Trikot mit seinem jetzigen Vorsprung auf dem Gipfel ankommen dürfte im Ziel der Jackpot inklusive des Gelben und Weißen Trikots herausspringen. Doch noch ist der Weg weit und die Luft dünn...

  19. 16:37 - Indessen wird Klödens Teamkollege Savoldelli nach hinten durchgereicht. Fofonov konnte sich hingegen bis auf zehn Sekunden an Gerdemann heranerbeiten, auf den noch 17 Kilometer bis ins Ziel warten.

  20. 16:35 - Besonders freut uns zu sehen, dass Andreas Klöden ohne Probleme mit dem Tempo des Feldes Schritt hält. Im gewohnt weit geöffneten Trikot kurbelt der Cottbuser an sechster Position beregauf. Da drängt sich natürlich die Frage auf, inwieweit auf der gestrigen Etappe Bluff im Spiel war.

  21. 16:30 - Gerdemann verbucht bereits 40 Sekunden Vorsprung vor seinem nächsten Verfolger Landaluze. Der Tritt des Blondschopfs wirkt rund und harmonisch. Der Abstand zum Hauptfeld, das von Rabobank angeführt wird, bleibt konstant bei 4:30 Minuten.

  22. 16:30 - Chapeau! Schon bei seiner ersten Tourteilnahme zeigt das Fliegengewicht keine Scheu vor dem großen Auftritt und weiß sich in Szene zu setzen. Das wird nicht zuletzt Sponsor T-Mobile freuen.

  23. 16:27 - Fünf Kilometer unterhalb des Gipfels, nimmt der Münsteraner das Heft in die Hand und kann sich scheinbar mühelos vom Kasachen absetzen.

  24. 16:27 - Jetzt geht Gerdemann!

  25. 16:26 - Der Rest der ehemaligen Spitzengruppe strebt weit verstreut den Berg hinauf.

  26. 16:25 - Landaluze schließt zu Gutierrez und De La Fuente auf. Doch auch zu dritt können die Spanier nichts gegen das enorme Tempo von Fofonov und Gerdemann asurichten und liegen nun schon 25 Sekunden hinter den beiden Führenden zurück.

  27. 16:21 - Gerdemann, der vor der Tour in Interviews des öfteren von seinen Ambitionen auf das weiße Trikot des besten Nachwuchsprofis gesprochen hatte, lag in der Gesamtwertung vor dem Start 52 Sekunden hinter dem Gesamtführenden zurück.

  28. 16:18 - Gut zehn Sekunden haben Fofonov und Gerdemann auf Gutierrez und De La Fuente herausfahren können, auf die Überreste des Feldes behauptet das Duo immerhin noch 4:26 Minuten.

  29. 16:18 - Mit Fofonov und Gerdemann hat sich eine entschlossenes Duo zusammengefeunden - ohne eine Seitenblick ziehen der Deutsche und sein kasachischer Begleiter an De La Fuente und Gutierrez vorbei, die das Tempo nicht mitgehen können.

  30. 16:16 - Doch weit kommt er nicht, nach wenigen Metern hat ihn das Peloton wieder gestellt.

  31. 16:15 - Auch durch das Peloton geht ein Ruck, als der Franzose Sylvain Calzati (Francaise des Jeux) eine Attacke setzt.

  32. 16:13 - Am Hinterrad von Fofonov springt nun auch Linus Gerdemann nach vorne. Das war ein flüssiger Antritt, der auf gute Beine schließen lässt!

  33. 16:12 - An der Rennspitze fährt nun Gutierrez gefolgt von De La Fuente.

  34. 16:11 - Am Ende des Hauptfeldes winkt indessen Cancellara noch einmal in die Kameras - eine Geste mit der sich der Schweizer sowohl vom Feld als auch vom Gelben Trikot verabschiedet.

  35. 16:10 - Die Spitzengruppe platzt nach einem zackigen Antritt Gutierrez wir überreifes Obst auseinander.

  36. 16:09 - Die Spitze ist jetzt mitten im Anstieg. 16 Kilometer mit durchschnittlich 6,8 Prozent Steigung sind zu überwinden. Auf den letzten zwei Kilometern sind es gar zwischen elf und zwölf Prozent.

  37. 16:04 - Im Hauptfeld fährt inzwischen Lampre mit drei Mann an der Spitze, doch noch immer beträgt der Rückstand gute fünf Minuten. Der Ausgang dieser Etappe wird eine spannende Pokerpartie.

  38. 16:01 - Diese Attacke war nicht mehr als ein kurzes Strohfeuer. Nach zwei Kilometer läuft die Spitzengruppe wieder zusammen.

  39. 15:58 - Gerdemann (T-Mobile) und Perez Teamkollege Landaluze heften sich an seine Fersen.

  40. 15:57 - Bewegung in der Spitzengruppe! Noch unterhalb des Fußes des Col de la Colombiere setzt der Baske Perez (Euskaltel) die erste Attacke gegen seine Mitstreiter.

  41. 15:55 - Bisher ist das erwartete französische Feuerwerk am Nationalfeiertag noch ausgeblieben, es scheint als sparten die Profis ihre Körner für den Schlussanstieg.

  42. 15:50 - Im Peloton beteiligt sich Cancellara an vorderster Front an der Nachführarbeit. Damit ist der Schweizer wie angekündigt in die Helferrolle für Carlos Sastre und Frank Schleck geschlüpft.

  43. 15:45 - Falls die Spitzengruppe den Schlussanstieg zum Col de la Colombiere mit einem Vorsprung von fünf Minuten oder mehr erreichen sollte, dürften die Ausreißer gute Chancen haben, das Ziel in Le Grand-Bornand tatsächlich vor dem Feld zu erreichen und damit den Etappensieger zu stellen.

  44. 15:43 - 6:30 Minuten später kommt auch das große Feld auf dem Gipfel an. Predictor-Lotto hat zugunsten von Robbie McEwen inzwischen etwas an Tempo herausgenommen, der längst weit abgehängte Sprinter könnte bei gleichbleibender Geschwindigkeit des Feldes ansonsten ernste Probleme mit der Karenzzeit bekommen.

  45. 15:39 - 50 Kilometer vor dem Ziel gewinnt De La Fuente auf der Kuppe der Cote Peguin abermals die Bergwertung vor Lefevre und Fofonov.

  46. 15:36 - Etwas gefangen haben sich hingegen Winokurow und Klöden, für die es heute vor allem darum geht keine zusätzliche Zeit einzubüßen. Falls es doch dazu kommt, sollten sich die beiden Astana-Profis an die Worte von Ag2R-Teamchef Vincent Lavenu halten: "In den Alpen kann man die Tour nicht gewinnen, verlieren aber sehr wohl."

  47. 15:29 - Im Feld geraten die reinrassigen Sprinter mehr und mehr in Schwierigkeiten. Roman Feillu (Agritubel) und Robbie McEwen mussten bereits reißen lassen.

  48. 15:24 - Die Spitzengruppe passiert die Bergwertung an der Cote de Cote de Crusseilles. An De La Fuente gehen vier Bergpunkte, Lefevre holt weitere drei, Vaugrenard zwei und Perez immerhin noch einen Zähler.

  49. 15:20 - Der Schwachpunkt des einstigen ONCE-Profis ist jedoch der Kampf gegen die Uhr: Dort verliert Sastre regelmäßig viel Boden auf die Konkurrenten. Doch zumindest in den Anstiegen muss der Schwager des verstorbenen Kletter-Stars Jose Maria Jimenez keinen Gegner fürchten, seit er 2003 am Plateau de Bonascre mit dem Schnuller seines neugeborenen Kindes im Mund triumphiert hatte.

  50. 15:14 - Der spanische Dauerbrenner beendete die Tour bereits viermal unter den Top Ten - und zuletzt als Vierter - daneben glänzte er häufig im Anschluss auch noch bei der Spanien-Rundfahrt: Auch dort wurde er im letzten September Vierter und stand 2005 sogar als Zweiter auf dem Podium. Zudem ist der Madrilene wohl konstanteste Profi im Feld: Er beendete 2006 alle drei dreiwöchigen Rundfahrten.

  51. 15:12 - Ab jetzt läuft bei CSC alles für Carlos Sastre. Der 32-jährige Spanier, der nach dem unrühmlichen Abgang von Ivan Basso die Last der Kapitänsrolle trägt, legt im Laufe einer Rundfahrt in der Regel von Tag zu Tag an Form zu und ist an steilen Anstiegen in der Lage sich selbst von den Gesamtbesten abzusetzen.

  52. 15:08 - Fabian Cancellara hat indessen seine Rolle im Team gewechselt: Der Schweizer, der sich gedanklich bereits vom Gelben Trikot und seiner Kapitänsrolle verabschieden musste, verdingt sich als Wasserträger für seine Kameraden.

  53. 15:00 - An der Rennspitze übernimmt augenblicklich Paolo Savoldelli die Führung. Angesichts der Schwächen seiner beiden Kapitäne hat "il falcone" heute freie Fahrt. Der als Bergspezialist und sehr gute Abfahrer bekannte Italiener hat bereits einen Etappensieg bei der Tour 2005 auf seinem Konto. 2002 und 2005 konnte er Gesamtsiege beim Giro d'Italia einfahren und hat sich damit als ernstzunehmender Gegener für die Favoriten auf den Gesamtsieg empfohlen.

  54. 15:00 - Ebenfalls mit sich und seinem Körper zu kämpfen hat Andreas Klöden, dem seine Steißbeinverletzung im Wiegetritt besondere Schmerzen bereitet.

  55. 14:59 - Die Cote de Crusseilles stellt zwar mit knapp 4,4 Prozent durchschnittlicher Steigung keine Höchstschwierigkeit da, doch selbst dieser Berg bringt bereits einige Profis im Wiegetritt schwer ins Schaukeln. Verwunderlicherweise befindet sich auch Rabobank-Kapitän Denis Menchov am hinteren Ende des Pelotons und macht nicht den allerbesten Eindruck.

  56. 14:55 - Die Nachführarbeit von Predictor-Lotto zeigt Wirkung: 80 Kilometer vor dem Ziel beträgt der Rückstand zu den Spitzenreitern nur noch 5:30 Minuten.

  57. 14:54 - Wie sein Landsmann und Teamkollege Robbie McEwan hat sich auch der Australier Evans den Ruf eines unerbittlichen Kämpfers erarbeitet. Im Gegensatz zum bissigen Sprinter wird dem Kletterer, auf dem im Hochgebirge die Hoffnungen seines Teams ruhen, jedoch eher ein ruhiges Naturell nachgesagt.

  58. 14:51 - In Kürze werden die 15 Spitzenreiter den zweiten Anstieg des Tages in Angriff nehmen. Unterdessen zieht im Peloton das Tempo spürbar an: Predictor Lotto drückt weiterhin für Cadel Evans die Pedale durch.

  59. 14:45 - Erinnerung an die Zusammensetzung der Spitzengruppe: Linus Gerdemann (T-Mobile), Perez (Euskaltel), Dimitri Fofonov (Credit Agricole), Egoi Martinez (Discovery Channel), Laurent Lefevre (Bouygues Telecom) und Vaugrenard (Francaise des Jeux), Inigo Landaluze (Euskaltel), David De La Fuente (Saunier Duval), Ivan Gutierrez (Caisse d'Epargne), Juan Antonio Flecha (Rabobank) und Bram Tankink (Quick Step), Jerome Pineau (Bouygues Telecom), Fabian Wegmann (Gerolsteiner), Martin Elminger (Ag2R) und Paolo Savoldelli (Astana).

  60. 14:41 - Die Rennsituation ist weiterhin praktisch unverändert. Die Spitzengruppe hat lediglich ein paar Sekunden auf das Feld eingebüßt und passiert momentan mit 6:40 Minuten Vorsprung die Verpflegungskontrolle.

  61. 14:36 - Legende ist längst "Jajas" Attacke im Jahr 2001, als er auf einer Pyrenäenetappe als Solist Portet d'Aspet, Mente, Potillon und Peyresourde überquerte, um nach 162 Kilometern Flucht fünf Kilometer vor dem Ziel in Luz Ardiden eingeholt zu werden. Besonders im Falle Jalaberts sind es zumeist die missglückten Versuche, die ihm bis heute die ungeteilte Leidenschaft seiner Anhänger sichern.

  62. 14:29 - Die Attacke war stets das Leitmotiv des französischen Raubeins, das nie müde zu betonen, dass wer nicht wagt, auch nicht gewinnt und stets den Erfolg am Nationalfeiertag zu seinem augemachten Ziel erklärte. Insgesamt zweimal ist dem bärbeißigen Kämpfer dieses Kunststückchen, für das ihn die Franzosen bis heute lieben, auch geglückt.

  63. 14:23 - Das Rennen hat sich eingeplätschert, bevor die Cote de Cruseilles erreicht wird, dürfte nicht mit erneuten Tempoverschärfungen zu rechnen sein. Das gibt uns Gelegenheit nocheinmal auf den wohl größten Jäger französischer Etappensiege zurückzublicken: Laurent Jalabert.

  64. 14:20 - Im Feld macht inzwischen Predictor-Lotto das Tempo. Mit weit aufgerissenen Trikots hat es sich das Team von Robbie McEwen zur Aufgabe gemacht den Rückstand konstant bei acht Minuten zu halten.

  65. 14:18 - Zudem ist Wegmann in den Annalen der Tour kein unbeschriebenes Blatt mehr: Auf der siebten Etappe der Tour de France 2005 eroberte der Blondschopf nach einer 150 km langen Soloflucht in Richtung Karlsruhe das Bergtrikot und die rote Nummer des kämpferischsten Fahrers.

  66. 14:15 - Auch Gerolsteiner hat mit Fabian Wegmann einen klassischen Etappenjäger in der Spitzengruppe platziert. Die Stärken dess Münsteraners liegen in seiner offensiven Fahrweise sowie seiner Antrittsschnelligkeit an mittleren bis schweren Anstiegen, womit Wegmann für die heutige Etappe bestens gerüstet ist.

  67. 14:12 - Dass es ihm mit seiner Ankündigung durchaus ernst ist, zeigt Gerdemann prompt am zweiten Zwischensprint: Couragiert fährt der lange Schlacks aus der Gruppe seiner Mitstreiter heraus und sichert sich neben sechs Sprintpunkten auch sechs Sekunden Zeitgutschrift in Anglefort.

  68. 14:06 - Aus deutscher Sicht ist erfreulich, dass Linus Gerdemann und Fabian Wegmann den Sprung an die Rennspitze geschafft haben. T-Mobile-Profi Gerdemann, der in diesem Jahr sein Tour-Debüt gibt, wird als Joker seiner Equipe gehandelt. Der Münstereraner hat bereits angekündigt, nicht nur mitfahren zu wollen. Schon bei seiner ersten Profi-Rundfahrt, der Tour de Suisse 2005 holte er sich im Trikot von CSC einen Etappensieg.

  69. 13:59 - Nach zwei extrem unruhigen Rennstunden steht die Ausreißergruppe des heutigen Tages engültig. Ihr Vorsprung zum Hauptfeld, in dem sich nun auch wieder Winokurow und Klöden befinden, pendelt sich bei 8:00 Minuten ein.

  70. 13:55 - Ein weiteres Trio kann zur Spitzengruppe aufschließen: Jerome Pineau (Bouygues Telecom), Fabian Wegmann (Gerolsteiner) und Martin Elminger (Ag2R).

  71. 13:53 - Vaugrenard, der sich kurz vor der Tour den nationalen Zeitfahrtitel sicherte, ist der bestplatzierte unter den Ausreißern. Mit 52 Sekunden Rückstand auf Cancellara liegt der 26-Jährige an 12. Position des Gesamtklassements.

  72. 13:46 - Etwas enttäuscht dürften die französischen Fans am Straßenrand sein, dass mit Benoit Vaugrenard (Francaise des Jeux) und Laurent Lefevre (Bouygues Telecom) lediglich zwei ihrer Landsmänner in der Spitzengruppe vertreten sind.

  73. 13:45 - In der 12-köpfigen Spitzengruppe befinden sich zwei Fahrer des baskischen Euskatel-Rennstalls. Ansonsten kämpft jeder Profi für sich allein. Nicht verwunderlich ist zudem, dass sechs Spanier unter den Flüchtenden sind - denn gemeinhin gelten die Iberer als formidable Kletterer.

  74. 13:42 - Schon jetzt ist der Vorsprung auf mehr als fünf Minuten zwischen Peloton und Ausreißern angewachsen. Falls nicht bald reagiert wird, könnte die Situation bereits auf der ersten Alpenetappe einen brenzligen Charakter für die vermeintlichen Anwärter auf das Podium annehmen.

  75. 13:38 - Noch hat das Feld nicht reagiert: Angesichts der starken Zusammensetzung der Spitzengruppe, zu der Gutierrez, Flecha und Tankink soeben in der Abfahrt aufgerollt sind, sollten die im ersten Teil des Feldes verbliebenen Favoriten ein höheres Tempo anschlagen.

  76. 13:34 - Noch 18 Sekunden müssen Gutierrez, Tankink und Flecha aufholen, um den Anschluss an die neun Spitzenreiter herzustellen. Sollte es gelingen wäre im wahrsten Sinne ein qualitativ hochkarätiges gutes Dutzend Fahrer beisammen.

  77. 13:29 - Extrem nervöser Rennverlauf bisher: Noch will man sich nicht mit der Zusammensetzung der ersten Ausreißergruppe abfinden und setzt zahlreiche Konter-Attacken.

  78. 13:27 - Fast scheint es als würden wir bereits jetzt die große Wachablöse im Team Astana erleben: Winokurow und Klöden können das Tempo des vorderen Teils des Hauptfeldes nicht mitgehen und fallen in das abgehängte Grupetto zurück, in dem auch das Gelbe Trikot von Cancellara und das Grüne Trikot von Tom Boonen radeln. Mit dem jungen Italiener Savoldelli radelt jedoch "Plan B" in der Spitzengruppe für das kasachische Team.

  79. 13:25 - Bis auf CSC und Liquigas haben alle Teams Fahrer nach vorne geschickt, dashalb lässt das dänische Team Jens Voigt nun Tempo fahren.

  80. 13:24 - Noch ist der Vorsprung der neun Ausreißer auf das Hauptfeld mit den Favoriten nicht sehr groß: Erst 50 Sekunden trennen die beiden Gruppen.

  81. 13:23 - Ivan Gutierrez (Caisse d'Epargne), Juan Antonio Flecha (Rabobank) und Bram Tankink (Quick Step) haben die Verfolgung aufgenommen.

  82. 13:21 - Es sind: Linus Gerdemann (T-Mobile), Perez (Euskaltel), Dimitri Fofonov (Credit Agricole), Egoi Martinez (Discovery Channel), Laurent Lefevre (Bouygues Telecom) und Vaugrenard (Francaise des Jeux), Inigo Landaluze (Euskaltel), David De La Fuente (Saunier Duval) und Paolo Savoldelli (Astana).

  83. 13:18 - Ständig in Bewegung ist unterdessen die Rennspitze: Die Gruppe mit Rasmussen ist bereits in der Abfahrt wieder gestellt worden, dafür haben sich neun Fahrer absetzen können.

  84. 13:13 - Das Hauptfeld ist bereits in dieser frühen Rennphase in zwei Teile zerbrochen. Ein eindeutiges Zeichen dafür, wie hoch schon jetzt das Tempo ist.

  85. 13:12 - Am Gipfel der Cote de Corlier sichert sich Rasmussen vier Bergpunkte vor Verdugo (Euskaltel). Noch immerhin drei Punkte gehen an den Mann im gepunkteten Trikot, Sylvain Chavanel(Cofidis). Dahinter folgt Sergio Paulinho (Discovery Channel).

  86. 13:09 - Bereits distanziert ist Fabian Cancellara (CSC). Der Schweizer kann das Gelbe Trikot damit schon nach 35 gefahrenen Kilometern abschreiben.

  87. 13:07 - Der Absprung gelingt jedoch nur den beiden reinrassigen Bergziegen Verdugo und Rasmussen. Gemeinsam strebt das Duo nun in Richtung Bergwertung.

  88. 13:06 - Die Ungeduld hält die Kletterer unter den Profis nicht länger im Peloton: Kaum ist die Steigung erreicht versuchen es nacheinander Sylvain Chavanel (Cofidis), David De La Fuente (Suanier Duval), Michael Rasmussen (Rabobank) und Gorka Verdugo (Euskaltel).

  89. 13:00 - Doch auch dieses Ausreißergrüppchen hat keinen Bestand, unterhalb des Fußes zum Anstieges der Cote de Corlier, sind sie bereits wieder gestellt.

  90. 12:59 - Mit dabei sind: Marcus Burghardt (T-Mobile), Jose Garcia Acosta (Caisse d'Epargne), Christian Vandevelde (CSC), Stephane Goubert (Ag2r), Inigo Landaluze (Euskaltel), Paolo Bossini (Lampre), Patrice Halgand (Credit Agricole), George Hincapie (Discovery), Thomas Voeckler (Bouygues), Stephane Auge, Staf Scheirlinckx (Cofidis), Frederik Willems (Liquigas), Phillipe Gilbert, Benoit Vaugrenard (FDJeux), Juan Garate (Quick Step) und Felix Ardenas (Barloworld).

  91. 12:57 - Nach mehreren vereinzelten Attacken, die sich sämtlich als Strohfeuer entpuppten, kann sich eine größere Gruppe vom Feld absetzen.

  92. 12:55 - Zurück ins Renngeschehen: Am ersten Zwischensprint in Pont d'Ain holt sich Tom Boonen sechs Punkte für das Grüne Trikot. An seinem Hinterrad spurtet Erik Zabel (Milram) als Zweiter vor Daniele Bennati (Lampre) über die Messlinie.

  93. 12:49 - Bestenfalls dem aktuellen Führenden in der Bergwertung, Sylvain Chavanel, wäre ein siegreiches Unternehmen zuzutrauen. Auch wenn abzuwarten bleibt, wieviele Körner dem Cofidis-Profi nach seiner langen Flucht auf der fünften Etappe geblieben sind. "Er wird es auf jeden Fall versuchen", hatte sein Sportlicher Leiter Francis Van Londersele angekündigt.

  94. 12:47 - Noch hat sich kein ebenbürtiger Nachfolger für Virenque gefunden, der 2004 auf der Etappe zwischen Liomges und Saint-Flour am 14. Juli triumphiert hatte. Denn mit David Montcoutie ist der letzte französische Profi, der an einem Nationalfeiertag die Wünsche seiner Landsleute erfüllte, nicht zur Tour angetreten.

  95. 12:42 - Zweifellos hätte sich ein Virenque angesichts des Profils der heutigen Etappe nicht zweimal bitten lassen: Dem 2004 zurückgetreten, siebenmaligen Gewinner des Bergtrikots, wäre eine Sieg in Le Grand-Bornand durchaus zuzutrauen gewesen. Völlige Aufopferung im Dienste der "Nation" waren für den heutigen Co-Kommentator des französischen Fernsehens stets eine Frage der Ehre.

  96. 12:39 - Besonders groß sind heute die Erwartungen der französischen Fans: Traditionell wird wieder nach einem Nationalhelden gesucht, einem neuen Laurent Jalabert oder Richard Virenque, der die Sehnsüchte der Grande Nation nach einem Kämpfer mit Herz zu stillen vermag.

  97. 12:32 - Zwei Aufgaben sind zu vermelden: Oscar Freire (Rabobank), der sich seit Beginn der Tour mit einer hartnäckigen Erkältung schlägt ist nicht mehr zum Srart in Bourg-en-Bresse angetreten. Auch Ruben Lobato (Saunier Duval) ist nicht mehr mit von der Partie.

  98. 12:30 - Kurzer Zwischenstand im Renngeschehen: Seit 12:10 rollt der Tour-Tross in Richtung Alpen und noch herrscht im Feld die trügerische Ruhe vor dem Sturm. Erste Attacken werden wohl noch etwas auf sich warten lassen.

  99. 12:29 - Etwas skeptischer gab sich hingegen Winokurows Sportlicher Leiter Mario Kummer angesichts der mit 15 Stichen vernähten Wunden an den Knien seines Spitzenfahrers: "Das ist ständig in Bewegung, da besteht die Gefahr von Schwellungen." Zum Vergleich: Gerolsteiner-Profi Stefan Schumacher hatte nach einer ähnlichen Verlsetzung im Frühjahr eine neuntägige Rennpause verordnet bekommen. Bei Winokurow tickt die Uhr jedoch anders, schließlich will der Kasache mit aller Macht die Tour gewinnen.

  100. 12:23 - Weniger Sorgen macht sich Astana-Teamchef Biver um seinen Kapitän Alexander Winokurow. Der 33-Jährige gilt zu Recht als weitaus leidensfähiger als sein sensibler deutscher Kronprinz. Martialisch konstatierte Biver: "Wino hat nie über Aufgeben gesprochen. Ich kenne ihn. Er ist ein Kämpfer. Er wird tun, was auch immer nötig ist, um in der Tour zu bleiben. Wenn er auf dem Rad sterben muss, dann tut er es."

  101. 12:18 - Es ist ohnehin fraglich, ob Klöden die zu erwartende Tortur in den Alpen überstehen wird, wenn sich der Verdacht auf Haarriss im Steißbein bestätigen sollte und die Konkurrenz gnadenlos aufs Tempo drückt. Schon 2003 hatte der Astana-Profi, damals noch im magentafarbenen Trikot von T-Mobile, nach einer Steißbeinfraktur und einigen Tagen der Quälerei das Rennen aufgegeben.

  102. 12:15 - Für den schwer angeschlagenen Klöden scheint eine Revanche für den damals verpassten Sieg heute praktisch undenkbar: "Wir können nicht mal träumen von Attacken räumen", räumte Teamchef Marc Biver ein, "Das ist unmöglich. Die anderen werden nicht auf uns warten. Das ist normal, das ist das Rennen. Sie werden versuchen, die Gelegenheit zu nutzen. Wir müssen versuchen, den Schaden bis Sonntag in Grenzen zu halten."

  103. 12:12 - Allerdings stand Armstrong damals schon als sicherer Sieger fest, diesmal werden sich die Favoriten erstmals aus der Deckung wagen müssen.

  104. 12:10 - Das Ziel der Etappe liegt im Tal, mitten im Massiv der Bornes. Das letzte Gastspiel des Pelotons in Le Grand-Bornand dürfte vor allem Andreas Klöden in bleibender Erinnerung sein: 2004 hatte ein siegeshungriger Lance Armstrong dem Cottbuser den Etappensieg auf dem Zielstrich weggeschnappt.

  105. 12:05 - Der finale Gradmesser ist mit dem Col de la Colombiere der letzte Berg des Tages. Der 1617 Meter hohe Pass der ersten Kategorie ist das erste richtige topographische Hindernis dieser Tour, das die Anwärter auf den Gesamtsieg auf den Plan rufen wird.

  106. 11:58 - Nach rund 100 Kilometern folgen mit der Cote de Cruseilles (7,1 Kilometer, 4,4 Prozent) sowie der Cote Peguin (4,3 Kilometer, 4,1 Prozent) zwei Berge der dritten bzw. vierten Kategorie, an denen schon gewaltig ausgesiebt werden dürfte.

  107. 11:55 - Den Auftakt auf der ersten Alpen-Etappe dieser Tour macht die Cote de Corlier. Mit ihrem 5,9 Kilometer langen und durchschnittlich 5,5 Prozent steilen Anstieg ist kann die Steigung der dritten Kategorie bestenfalls einen kleinen Vorgeschmack auf die kommenden Pässe bieten.

  108. 11:50 - Hallo und herzlich wilkommen zur 7. Etappe der Tour de France. Pünktlich zum 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, wird es ernst. Auf dem 197,5 Kilometer langen Weg von Bourg-en-Bresse in den Wintersportort Le Grand-Bornand warten insgesamt vier Alpenpässe auf unerschrockene Kletterer.