Radsport Live-Bericht

Tour de France - Chablis - Autun

Live - Kommentar

  1. 17:47 - Nach diesem packenden Finale in Autun verabschieden wir uns für heute, sagen Danke, dass Sie mit dabei waren und melden uns morgen gegen 12:30 zur sechsten Etappe zurück.

  2. 17:43 - Ins Grüne Trikot schlüpft Erik Zabel, der im Schlussspurt auf den fünften Rang fuhr. Das Bergtrikot geht völlig verdient an Sylvain Chavanel.

  3. 17:42 - Winokurow kommt mit dem satten Rückstand von 1:20 Minuten ins Ziel und ist damit der große Geschlagene des heutigen Tages - eine so herbe Klatsche zum Tourauftakt hat dem Kasachen sicherlich niemand gewünscht.

  4. 17:40 - Damit rückt der 25-jährige Liquigas-Profi auch auf den dritten Rang der Gesamtwertung vor. Cancellara verteidigt Gelb.

  5. 17:39 - Mit Reifenbreite sichert sich der Italiener Pozzato seine zweite Tour-Etappe vor Freire und Daniele Bennati.

  6. 17:36 - Auch Filippo Pozzato könnte in diesem Finale mitmischen... Rechts außen geht Freire, Zabel ist eingeklemmt... Pozzato findet die Lücke un dzieht nach vorn...

  7. 17:34 - Die Rennspitze erreicht den Teufelslappen - das wird eine Spurt-Entscheidung der im Feld verbliebenen Sprinter um Zabel und Freire...

  8. 17:34 - Ohne Rücksicht auf Verluste stürzt sich die Spitzengruppe in die Abfahrt. Yaroslav Popovych riskiert zuviel und kommt von der Straße ab...

  9. 17:32 - Von seinem Sturz sichtlich gezeichnet und mit einer großen Portion Wut im Bauch kämpft Winokurow verbissen darum, dass Loch zu schließen. Im schlimmsten Falle blüht dem Kasachen sogar noch eine Zeitstrafe wegen Fahrens im Windschatten des Teamfahrzeuges...

  10. 17:30 - Kurz unterhalb des Gipfels muss Gilbert Chavanel ziehen lassen und auch der Franzose gibt wenig später die Flucht auf. Damit ist der Rennausgang nun wieder völlig offen.

  11. 17:25 - Inzwischen haben sich alle Helfer verabschiedet und Winokurow ist auf sich allein gestellt. 50 Sekunden trennen den 33-jährigen noch von der Spitzengruppe, aus der immer mehr Fahrer abplatzen.

  12. 17:25 - Packender könnte dieses Finale nicht sein: Während im Anstieg zur Cote de la Croix-de-Liberation an der Rennspitze eine Attacke auf die andere folgt, kämpft hinter dem Peloton Alexander Winokurow seinen ganz persönlichen Kampf gegen die Uhr.

  13. 17:20 - Der erste Antritt folgt prompt: Fabian Wegmann stemmt sich in die Pedale und versucht davonzuziehen. Doch lange kann sich der Gerolsteiner-Profi im Trikot des Deutschen Meisters nicht in Front halten.

  14. 17:20 - Unterdessen ist das Feld auf 40 Sekunden an die beiden Spitzenreiter Chavanel und Gilbert herangekommen und wir warten auf die ersten Attacken aus dem Peloton...

  15. 17:16 - Trotz eines Höllentempos gelingt es Astana nicht ihren Kapitän Winokurow näher an das Peloton heranzuführen - im Gegenteil: der Rückstand wächst auf 1:25 Minuten!

  16. 17:13 - Bis auf Klöden, der im Hauptfeld geblieben ist, vollführt das Astanateam ein geschlossenes Mannschaftszeitfahren. Jetzt heißt es Vollgas geben, denn die Konkurrenz fährt vorne Tempo ohne Rücksicht auf Verluste. Wie bitter für Winokurow, wenn der Kasache schon jetzt ein so dickes Päckchen verpasst bekäme.

  17. 17:10 - Per Funk werden Winokurows Helfer nach hinten kommandiert, um den Kasachen möglichst schnell zurückzuführen. Doch dieser Sturz hat massig Zeit gekostet: Mit 1:05 Minuten Rückstand rast der cyanblaue Asatanazug dem Peloton hinterher.

  18. 17:08 - Wütend und verzweifelt steht der Kasache am Straßenrand, mit einer eindeutigen Handbewegung bringt er seinen verständlichen Ärger über den Sturz zum Ausdruck. Sofort ist Teamkollege Antonio Colom zur Stelle um seinen Kapitän zurückzugeleiten.

  19. 17:04 - Sturz bei Winokurow! Nach Andreas Klöden erwischt es nun auch den zweiten Spitzenfahrer von Astana.

  20. 17:03 - Seit gut vier Stunden sind die Fahrer nun unterwegs, sieben Bergwertungen liegen bereits hinter ihnen, noch immer befinden sich Chavanel und Gilbert mit knapp zwei Minuten Vorsprung in Front.

  21. 16:59 - An der Spitze des Hauptfeldes formiert sich die grünblaue Kolonne von Liquigas. Sicherlich fährt die italienische Equipe für Filippo Pozzato. Dem 25-jährigen Italiener, der im Finale zu Höchstgeschwindigkeit auflaufen und auch an ansteigenden Zielgeraden bestehen kann, gelingt es hin und wieder ganze Sprinterteams auszutricksen.

  22. 16:54 - Nach Defekten bemühen sich indessen Erik Zabel (Milram) und Carlos Sastre (CSC) um Wiederanschluss an das Peloton.

  23. 16:50 - Dem Prinzip der ausgleichenden Gerichtigkeit folgend, lässt Chavanel dem Belgier Gibert am letzten Zwischensprint den Vorttritt.

  24. 16:48 - Chavanel und Gilbert ist dagegen anzusehen, dass sie mit dem Unternehmen Tagessieg noch nicht abeschlossen haben. Mit sturem Willen möchte des Duo seinen Parforceritt zu einem glücklichen Ende bringen.

  25. 16:46 - Bonnet und Cheula haben dagegen bereits die Beine hochgenommen und drehen sich zum heranrauschenden Hauptfeld um.

  26. 16:45 - Mit einer furiosen Abfahrt vom Haut-Folin haben Chavanel und Gilbert wieder Boden gutmachen und ihr Zeitpolster auf 2:15 Minuten aufstocken können.

  27. 16:43 - Aktueller Stand in der Bergwertung: Chavanel mit 37 Zählern an der Spitze, dahinter Gilbert mit 23 Punkten. Diese Führung wird zumindest bis Samstag, wenn das Hochgebirge auf dem Programm steht, zur spielenden Verteidigung des "maillot a pois" ausreichen.

  28. 16:41 - Das Hauptfeld strebt geschlossen dem Gipfel entgegen. Attacken werden nicht lanciert, was Alejandro Valverde und Oscar Pereiro (Caisse d'Epargne) zur Verrichtung eines kleinen Bedürfnisses am Straßenrand nützen.

  29. 16:38 - Das Duo ist sich einig und macht gemeinsam mächtig Dampf - das ist ein Terrain auf dem die beiden ihre Stärken voll ausspielen können. Der Bergpreis geht wie abzusehen war an Chavanel. Mit einigem Abstand folgen der sichtlich geschwächte Bonnet, der in diesem Jahr sein Tour-Debüt gibt, und der Italiener Cheula.

  30. 16:35 - Durch konsequenten Krafteinsatz halten Gilbert und Chavanel den Abstand bei 90 Sekunden - das wird immerhin bis zur Bergkuppe reichen.

  31. 16:32 - Keine Blöße geben sich indessen Gilbert und Chavanel: Verbissen ziehen der Belgier und sein französischer Begleiter an ihren Lenkern und der Kuppe entgegen.

  32. 16:29 - Auch Thor Hushovd, dessen stetige Begleiter seit Saisonbeginn starke Magenschmerzen sind, kann das Hauptfeld nicht mehr halten und fällt Meter für Meter zurück.

  33. 16:27 - Die Ausreißer sind nun klar im Nachteil: Im Gegensatz zu den Puncheuren im Hauptfeld, die an den Hinterrädern ihrer Vordermänner wertvolle Körner sparen konnten, haben sich die wagemutigen Spitzenreiter im Wind aufgerieben. Schon in den ersten Windungen des Haut-Folin macht sich die verpulferte Kraft bemerkbar: Cheula und Bonnet können Chavanel und Gilbert nicht mehr folgen und lassen reißen.

  34. 16:23 - Die Uhr tickt unerbittlich: Mit mageren 3:35 Minuten nimmt das Spitzenquartett den giftigen Anstieg zum Haut-Folin in Angriff. 13 Kilometer lang winden sich die steilen Rampen des burgundischen Hügels mit durchschnittlich 3,7 Prozent bergauf.

  35. 16:18 - Geoffroy Lequatre sitzt wieder im Sattel. Schon im Frühjahr war der Franzose, der nun allein die restlichen 60 Kilometer bis ins Ziel zurücklegen muss, bei der Fernfahrt Tirenno-Adriatico und bei der Dauphine Libere schwer zu Fall gekommen.

  36. 16:15 - Das Sylvain Chavanel auch an dieser sechsten Bergwertung die Nase vorn hat ist nicht verwunderlich. Selbst wenn der Fluchtversuch nicht gelingen wird, hätte sich der Franzose mit der momentanen überlegenen Führung in der Bergwertung mehr als ausreichend für seine Mühen entschädigt.

  37. 16:11 - 66 Kilometer vor dem Ziel trennen Jäger und Gejagte noch 3:38 Minuten, man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass dieser Vorsprung kaum reichen wird.

  38. 16:11 - Trotz der Sturzunterbrechungen ist das Tempo des Peloton extrem hoch. Immer näher kommt das Feld an die Ausreißer heran, die mit der Cote de Chateau-Chinon eine Bergwertung der vierten Kategorie passieren.

  39. 16:08 - Kaum ist Klöden ins Feld zurückgekehrt, trifft es bereits den nächsten Pechvogel: Geoffroy Lequatre (Cofidis) stürzt in der Verpflegungszone. Ein Nahrungsbeutel verfängt sich in den Speichen seines Vorderrades. Das sieht nicht gut aus, Lequatre bleibt regungslos liegen und muss einige Zeit behandelt werden.

  40. 15:59 - Den schmächtigen und zarten Klöden haben schon in der Vergangenheit Stürze und Infektionskrankheiten immer wieder aus dem Rhythmus gebracht. In den Jahren nach seinem Paradeauftritt mit Rang zwei bei der Tour 2004 verletzte sich der ehemalige Kronprinz von Jan Ullrich schwer. 2005 brach sich der 31-Jährige das Handgelenk, 2006 kostete ihn eine Schultereckgelenksprengung mehrere Trainigswochen im Frühjahr.

  41. 15:58 - Auch Paolo Savoldelli wird zurückkommandiert, um Klöden zu assistieren. Noch ist nicht klar, mit welchen Blessuren Astana-Profi Klöden davongekommen ist.

  42. 15:56 - Was für ein Pech für den Deutschen, der sich nach einer kurzen Schrecksekunde aufrappelt und zurück in den Sattel steigt. In Begleitung von Teamkollege Daniel Navarro wird der Dritte der Gesamtwertung wieder ans Feld herangeführt.

  43. 15:49 - Bittere Momente für Team-Astana: Andreas Klöden liegt nach einem Sturz im Straßengraben!

  44. 15:47 - Ein ungewöhnliches Bild bietet sich am Begleitwagen von Team Gerolsteiner: Mit Fabian Wegmann schickt die Sprudeltruppe irritierenderweise einen potentiellen Anwärter auf den Etappensieg zum Wasserholen.

  45. 15:41 - Die Zeichen für einen erfolgreichen Ausgang dieses seit Kilometer 20 andauernden Fluchtversuches stehen alles andere als gut. Nur noch fünf Minuten trennen das Spitzenquartett von seinen Verfolgern, die ordentlich Druck auf das Pedal geben.

  46. 15:35 - Auch an der kurz darauf ausgetragenen fünften Bergwertung an der Cote de Saint-Maurice herrscht ungebrochene Einigkeit in der Spitzengruppe: Wie nicht anders zu erwarten war gehen weitere drei Bergpunkte an Chavanel, der seinen Vorsprung damit auf 24 Punkte ausbaut. Dahinter überholt Gilbert Stephane Auge und liegt nun mit 12 Punkten auf Position zwei.

  47. 15:32 - Unterdessen gewinnt William Bonnet (Credit Agricole) unbedrängt den zweiten Zwischensprint vor Philippe Gilbert und Sylvain Chavanel und sichert sich damit neben sechs Wertungspunkten auch sechs Sekunden Zeitgutschrift, die ihn im Klassement des besten Jungprofis weiter nach vorne rücken lassen.

  48. 15:30 - Auch Christophe Moreau (Ag2r) versucht mit Hilfe seines Teamkollegen Jose Luis Arrieta den Anschluss nach einer Reifenpanne wiederherzustellen.

  49. 15:28 - Per Funk pfeift Teamchef Mauro Gianetti die komplette Truppe von Suanier-Duval zurück, um den schmalen Kletterer möglichst kraftsparend zum Feld zurück zu eskotieren.

  50. 15:26 - Sturz im Hauptfeld: Iban Mayo geht in einer engen Kurve zu Boden. Sofort ist ein Teamkollege zur Stelle, um dem zum Kapitän aufgerückten Basken aufzuhelfen.

  51. 15:23 - Halbzeit im Rennverlauf: Nach 91 Kilomtern beträgt das Zeitpolster der Spitzengruppe nur noch 7:10 Minuten. Die Energiereserven der Ausreißer scheinen allmählich aufgebraucht, während im Peloton der Gashahn weiter aufgedreht wird.

  52. 15:21 - Auch die vierte Begwertung an der Cote de Coulon geht an Sylvain Chavanel. Der Franzose steht damit mit herausragenden 20 Punkten an der Spitze der Bergwertung, es folgt Stephane Auge mit schmalen neun Zählern.

  53. 15:13 - Sollte es dem Peloton gelingen, den Anschluss wieder herzustellen, dürfte die Cote de la Croix de la Liberation die Entscheidung um den Tagessieg bringen: Nach dem höchsten Punkt der Anhöhe bleiben lediglich noch 8,5 Kilometer bergab bis zum Zielstrich.

  54. 15:12 - Brett Lancester lässt sich hinter das Feld zurückfallen, hält rechts am Rand und steigt vom Rad. Der Milram-Profi, der auf der ersten Etappe gestürzt war, muss vermutlich seinen Verletzungen Tribut zollen.

  55. 15:10 - Jetzt heißt es kämpfen: Das Quartett an der Rennspitze büßt kontinuierlich an Zeit ein. 100 Kilometer vor dem Ziel verbuchen Chavanel, Gilbert, Cheula und Bonnet noch 8:00 Minuten.

  56. 15:07 - Auch Milram hat sich mit vier Profis an der Spitze des Feldes formiert. Wahrscheinlich rechnet sich Erik Zabel, dem leicht ansteigende Zielgeraden entgegenkomen, im Falle einer geschlossenen Ankunft des Pelotons gewisse Chancen aus.

  57. 15:02 - Teamchef Christian Henn scheint seinen Männern über Funk noch einmal eingeheizt zu haben. Vor dem Start hatte er bereits davor gewarnt, früh eine Fluchtgruppe entkommen zu lassen: "Ich schätze, dass eine größere Gruppe heute im Ziel ankommt, wo vielleicht nicht mehr alle Sprinter dabei sein werden. Wir müssen aufpassen, dass uns niemand davonfährt und wir vorne dabei sind. Natürlich haben wir mit Schumacher und Wegmann zwei Fahrer, die für Angriffe gut sind. Aber auch Haussler als schneller Mann kann gut über die letzten Anstiege kommen und dann vielleicht im Finish vorne mitmischen."

  58. 15:00 - Im Feld will man sich noch nicht geschlagen geben: Auch Gerolsteiner mischt wieder in der Nachführarbeit mit und trägt dazu bei den Rückstand auf 9:50 Mintuen zu dezimieren.

  59. 14:56 - Großes Aufatmen bei Gianpaolo Cheula: Der Italiener dockt am Hinterrad von Bonnet an und kann sich jetzt auf einigen Kilometern im Windschatten seiner neuen Mitstreiter von seiner Aufholjagd erholen.

  60. 14:54 - Das verschärfte Tempo des Feldes verfehlt seine Wirkung nicht: Nur noch 12:50 Minuten Vorsprung für die Ausreißer.

  61. 14:53 - Allmählich wird es dem Hauptfeld zu bunt: Rabobank und Caisse d'Epargne schicken ihre Mannen nach vorne um den Vorsprung etwas abzuschmelzen. Besonders "Bergziege" Michael Rasmussen (Rabobank) dürfte die eifrige Punktesammlung von Chavanel ein Dorn im Auge sein...

  62. 14:44 - Chavanel lässt indessen nichts anbrennen und holt sich am Gipfel abermals die Bergpunkte vor Gilbert und Bonnet.

  63. 14:43 - Am Fuße der Cote de Champignolles (2,6 Kilometer a 6,5 Prozent) fehlen Cheula nur noch 30 Sekunden bis zum Zusammenschluss.

  64. 14:41 - Bei Kilometer 55 hat das Führungstrio seinen Vorsprung auf gut 15:00 Minuten ausgebaut und nimmt die Beine hoch, um Cheula die Möglichkeit zugeben aufzuschließen. Damit wird die Hartnäckigkeit des Italieners doch noch belohnt.

  65. 14:39 - Damit ist der 28-jährige Chavanel nun der virtuelle Träger des "maillot a pois".

  66. 14:33 - Chavanel passiert die Kuppe der Cote de Domecy vor Gilbert und Bonnet und kassiert damit wie bereits an der ersten Bergwertung drei Punkte.

  67. 14:29 - Das Peloton scheint jegliches Interesse an effektiver Nachführarbeit verloren zu haben: Im Anstieg zur Cote de Domecy-sur-Cure beträgt der Rückstand zu den Ausreißern schon 12:25 Minuten und wächst von Meter zu Meter weiter an.

  68. 14:26 - Auch Gianpaolo Cheula gibt nicht auf. Mit beeindruckender Verbissenheit hält sich der Profi des B-Teams Barloworld im Rücken der Spitzengruppe - Doch 2:10 Minuten wird er schwerlich aufholen können.

  69. 14:22 - Das Spitzentrio leistet weiterhin ganze Arbeit. Kreiselnd brachten Chavanel, Gilbert und Bonnet bereits 10:40 Minuten Abstand zwischen sich und das Peloton.

  70. 14:18 - Der französische Zeitfahrmeister von 2005 hat neben dem Gesamtsieg bei der Sarthe-Rundfahrt und der Tour du Poitou-Charentes auch einen Erfolg bei den Vier Tagen von Dünkirchen feiern können. Zu den ganz großen Schlägen will Chavanel nach eigenem Bekunden endlich in dieser Saison ausholen.

  71. 14:13 - Mit Sylvain Chavanel hat Gilbert einen ernsthaften und zähen Mitstreiter an der Seite. Der Cofidis-Kapitän wird unter französischen Touranhängern als hoffnungsvolles Talent gehandelt: Unvergessen bleibt jener Tag im Jahr 2003, als ihn Lance Armstrong auf der letzten schweren Pyrenäen-Etappe auf dem Weg nach Luz-Ardiden überholte und anerkennend auf die Schulter klopfte.

  72. 14:10 - Ein Blick in die Spitzengruppe: Der 25-jährige Gilbert ist für seine unerschütterliche Angriffslust bekannt und konnte sich bereits etliche wichtige Erfolge in seiner Karriere erarbeiten. Unter anderem verbucht er Etappensiege bei der Tour de l'Avenir, der Dauphine Libere und der Vier Tage von Dünkirchen auf seinem Konto.

  73. 14:05 - Indessen erklimmen Chavanel, Gilbert und Bonnet bereits die ersten Meter der ersten Steigung des Tages. Die Cote des Grandes-Chatelaines dürfte ihnen mit ihrer Steigung von 6,7 Prozent auf 1500 Metern jedoch noch keine allzu großen Anstrengungen bereiten.

  74. 14:02 - Für Cheula wird der Kampf um Anschluss ein hoffnungsloses Unterfangen: Den Italiener trennen schon 2:50 Minuten vom Führungstrio.

  75. 14:00 - Mit einem satten Vorsprung von 5:50 Minuten erreichen die Spitzenreiter die erste Sprintabnahme in Avallon bei Kilometer 36. Bonnet holt sich sechs Punkte ab, an Gilbert gehen vier, für Chavanel bleiben weitere zwei.

  76. 13:58 - Die Allianz zwischen den beiden Franzosen Bonnet und Chavanel (Cofidis) sowie dem Belgier Gilbert funktioniert glänzend, nach wenigen Kilometern in Front konnten sie bereits 4:00 Minuten auf das Peloton gutmachen. Cheula kämpft 1:55 Minuten hinter dem Trio weiterhin um Anschluss.

  77. 13:47 - In Kürze passiert die Dreiergruppe den ersten von insgesamt drei Zwischensprints. Für die dort zu vergebenden Punkte dürfte sich das Terzett jedoch kaum interessieren. Für Gilbert, Chavanel und Bonnet gilt es zunächst einaml ordentlich Fersengeld zu geben, um ein möglichst großes Loch zu den Verfolgern zu reißen...

  78. 13:45 - Inzwischen hat sich der Italiener Gianpaolo Cheula (Barloworld) an die Verfolgung des Spitzentrios gemacht, das bereits 1:10 Minuten herausfahren konnte.

  79. 13:42 - Wenn das Geschehen weiterhin derart bewegt bleibt, ist nicht mit einer geschlossen Ankunft des Pelotons zu rechnen. Auch Vortagssieger Hushovd geht von keinem neuen Fest für Sprinter aus und hat sich gedanklich schon vor dem Start von einem erneuten Spurtsieg verabschiedet: "Die Etappe heute wird hart, obwohl die Anstiege nicht so hoch sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Fluchtgruppe durchkommt."

  80. 13:37 - Chavanel hält es nicht lange im großen Feld: Nach einer kurzen Verschnaufpause versucht es der Franzose erneut, diesmal in Begleitung von Philippe Gilbert (Francaise des Jeux) und William Bonnet (Credit Agricole).

  81. 13:34 - Doch dieser Ausflug findet bereits nach wenigen Kilometern ein jähes Ende: Das Peloton holt auf und Chavanel lässt sich in die Reihen seiner Teamkollegen zurückfallen.

  82. 13:32 - Das Renngeschehen nimmt an Fahrt auf, die Attacken mehren sich, der Verlauf wird zunehmend nervös: Doch erst Sylvain Chavanel gelingt es sich um einige Radlängen abzusetzen. Bereits gestern war der Cofidis-Profi in einer Fluchtgruppe vertreten.

  83. 13:28 - Bisher machte der Tour-Tross lediglich einmal im Zielort Autun Station: 1998 gewann der Schwede Magnus Backstedt im Trikot von Gan den Schlussspurt und verewigte sich damit als erster schwedischer Etappensieger in den Geschichtsbüchern der Frankreich-Rundfahrt. Diesmal ist der Skandinavier, der inzwischen für Liquigas in die Pedale tritt nicht im Tour-Aufgebot seines Rennstalles.

  84. 13:23 - Das erste Hindernis des Tages wartet bei Kilometer 39,5 an der Cote des Grandes-Chatelaines (4. Kategorie), danach folgen die Cote de Domecy-sur-Cure (4.), die Cote de Champignolles-le-Bas (3.), die Cote de Coulon (4.), die Cote de Saint-Maurice (3.), die Cote de Chateau-Chinon (4.), der Anstieg zum Haut-Folin (2.) und zum Abschluss die Cote de la Croix de la Liberation (3.).

  85. 13:16 - Bewegung im Peloton: Wie zur Bestätigung seiner Ankündigung lanciert Auge prompt die erste Attacke des Tages. Doch das Feld reagiert sofort und verschärft das Tempo - Auge kommt nicht davon.

  86. 13:13 - Mit einer ordentlichen Portion Skepsis trat hingegen Stephane Auge an den Start: Der Franzose, der momentan die Bergwertung anführt, sieht gewissen Schwierigkeiten entgegen, das rot-weiße Leibchen über den Tag zu retten: "Heute wird es schwierig, das Gepunktete Trikot zu verteidigen. Gestern war ich mittelmäßig in Form, die Beine werden langsam schwer. Unser Hauptziel ist nicht unbedingt, das Trikot zu verteidigen. Wir wollen auf jeden Fall bei einer Ausreißergruppe dabei sein."

  87. 13:09 - Etwas abwartender gab sich am Eurosport-Mikrofon Schumachers Teamkamerad und potentieller Fluchtgenosse Fabian Wegmann: "Die Etappe ist ganz klar für Ausreißer gemacht, mal schauen, ob ich da was mache. Ich erwarte vor allem, dass die französischen Mannschaften angreifen werden. Zwischen Schumacher und mir gibt es keine klare Abmachung, ich denke, wir haben beide Chancen."

  88. 13:07 - Auch Stefan Schumacher vom Team-Gerolsteiner hat vor der Etappe nicht mit Ambitionen hinter dem Berg gehalten: "Ich habe mir einiges vorgenommen für die Etappe heute. Ich denke, wir haben ein gutes Team und sind guter Dinge, dass wir heute etwas zeigen können."

  89. 13:00 - Nachdem ein Ellbogenbruch die Tour für Remy Di Gregorio (Francaise des Jeux) gestern beendete, hat Teamkollege Philippe Gilbert Wiedergutmachung angekündigt: "Die Etappe liegt mir, mit den ganzen kleinen Anstiegen und Abfahrten. Falls sich heute eine Ausreißergruppe mit sechs, sieben Fahrern findet, kann es diese ins Ziel schaffen. Das wird auch mein Ziel sein. Di Gregorio ist ausgefallen, das ist natürlich ein Rückschlag für uns. Jetzt werden wir versuchen, für ihn einen Erfolg bei dieser Tour herauszufahren."

  90. 12:56 - Mit Pierrick Fedrigo, Jerome Pineau und natürlich Frankreichs kleinem Hoffnungsträger Thomas Voeckler finden sich in der jungen, aber im internationalen Vergleich schwachen Truppe von Bouygues Telecom starke Vertreter der Abteilung Attacke.

  91. 12:47 - Zu rechnen ist heute vor allem mit Attacken aus den Reihen der französischen Team wie Buygues Telecom, Francaise des Jeux, Ag2r oder Cofidis die keine wahren Klassementfahrer an den Start geschickt haben und daher auf Etappensiege hoffen.

  92. 12:42 - Ohnehin dürfte es Voigt zunehmend schwer fallen in einer Ausreißergruppe durchzukommen, da das Feld um die Qualitäten des Mannes weiß, der nach eigener Aussage "einfach nicht still sitzen kann", und ihn daher nicht leichtfertig ziehen lassen wird.

  93. 12:37 - Daher dürften auch die Chancen von Ausreißerkönig Jens Voigt gering stehen, heute Teil einer Fluchtgruppe zu sein. Der Berliner, der sich ansonsten nicht zweimal bitten lässt und einer der heißesten Kandidaten für lange Fluchten ist, wird seinem Kapitän Cancellara heute kaum von der Seite weichen.

  94. 12:32 - Astana-Profi Andreas Klöden rangiert damit nun auf Rang drei, Fabian Cancellara (CSC) trägt ein weiteres Mal das "Gelbe" an den Start. 29 Sekunden trennen den Schweizer vom zweitplatzierten Hushovd. Falls er diese Führung behaupten möchte, wird das Zeitfahr-Ass sein Team ordentlich arbeiten lassen müssen, um potentielle Ausreißer im Zaum halten zu können.

  95. 12:27 - Das lässt uns Zeit einen kleinen Rückblick auf die gestrige Etappe zu werfen, die mit einem Spurtsieg von Thor Hushovd (Credit Agricole) endete, womit sich der Norweger auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung vorarbeiten konnte.

  96. 12:25 - Noch müssen sich die Profis allerdings etwas gedulden: Der Startschuss im für seinen Wein bekannten Chablis fällt um 12:50 Uhr, bisher rollt lediglich die Werbekolonne.

  97. 12:15 - Das Profil der Etappe lädt unerschrockene Ausreißer förmlich dazu ein "etwas zu versuchen". Wer weder Sprinter, noch Klassementfahrer, aber dafür angriffslustig, zäh und ausdauernd ist dürfte sich heute einiges ausrechnen können. Etappenjäger wie Fabian Wegmann (Gerolsteiner) oder Thomas Voeckler (Bouygues Telecom) werden sich auf diesem Kurs nicht lange bitten lassen und früh die Flucht nach vorn antreten.

  98. 12:08 - Mit dem Haut-Folin (867 Höhenmeter) und der Cote de la Croix de la Liberation (586 Höhenmeter) sind gegen Rennende zwei giftige Rampen zu bewältigen, die eine Sprintankunft unwahrscheinlicher als an den Vortagen machen werden und den Pedaleuren einen ersten Vorgeschmack auf die Qualen bei den Hochgebirgsetappen am kommenden Wochenende bieten könnten.

  99. 12:05 - Nachdem sich die Tour bisher fest in der Hand der Sprinter befand, wird es im welligen Hügelland des Morvan erstmals für Jäger von Bergpunkten interessant. An einem Anstieg der zweiten, drei der dritten und vier der vierten Kategorie werden Punkte für das "maillot a pois" vergeben.

  100. 12:00 - Hallo und herzlich willkommen zur fünften Etappe der Tour de France. Nach den ebenso windigen wie flachen Etappen der vergangenen Tage nimmt das Peloton heute Kurs in Richtung Burgund und verlässt damit das Flachland des französischen Nordens. Zwischen Chablis und Autun sind auf 182,5 Kilometern insgesamt acht Bergwertungen zu überwinden.