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    Der Tour-Return

    Nummer 1! Showdown um den Thron

    Dreikampf um die Tennis-Krone: Roger Federer, Rafael Nadal und Novak DjokovicDreikampf um die Tennis-Krone: Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic

    Wer hätte das gedacht. Roger Federer holt sich nach zweieinhalbjähriger Durststrecke in Wimbledon seinen 17. Grand-Slam-Titel und das mit fast 31 Jahren. Und mehr noch, am Montag wird der Schweizer auch Pete Sampras überflügeln und stellt dann mit 287 Wochen als Nummer eins der Weltrangliste einen neuen Rekord auf, den wohl so bald niemand mehr knacken wird. Und, wer hätte das gedacht? Klar, Federer selber.

    Djokovic nach Olympia vorn?

    Zumindest war er sich schon im Frühjahr ziemlich sicher, dass er die Chance bekommen würde, die Spitze der Rangliste zurückzuerobern und diese auch bis zu den US Open zu behalten. Und wenig überraschend hat Federer Recht behalten, seine Rechnung ist tatsächlich aufgegangen. Und schaut man sich den Spielplan der nächsten Wochen an und die Punkte, die das Viergestirn auf den vorderen Plätzen zu verteidigen haben, dann hat der Schweizer Rekordmann gute Möglichkeiten, noch eine ganze Weile auf dem Thron hocken zu bleiben.

    Zugegeben, Federers Vorsprung auf Novak Djokovic ist mit 75 Punkten verschwindend gering, und daher kann man nicht ganz ausschließen, dass sich der Serbe nach den Olympischen Spielen Platz eins gleich wieder zurückholt. Doch so viel Selbstbewusstsein, wie Federer durch seinen Wimbledon-Coup gerade getankt hat, würden sich die meisten sicher genauso wenig wundern, wenn er sich auch noch die Goldmedaille und dazu die 750 Zähler auf dem heiligen Rasen schnappt.

    Federer vor heißem Herbst

    Und sollte Federer nach den Olympischen Spielen tatsächlich noch vorne stehen, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass er auch als Topgesetzter bei den US Open in New York antritt. Denn Djokovic hat während der amerikanischen Hartplatzsaison eine ganze Menge Punkte zu verteidigen. 1600 sind es für seinen Masters-Sieg in Montreal und seinen Finaleinzug in Cincinnati, Federer dagegen hat aus dem letzten Jahr nur magere 270 Punkte auf der Habenseite. Und wie steht es eigentlich mit Rafael Nadal? Der Mallorquiner liegt nur 1200 Zähler hinter dem Spitzenplatz und könnte trotz seiner wieder mal lädierten Knie zumindest Platz zwei nach den US Open wiedererobern. Denn sollte Djokovic seinen Titel in New York nicht verteidigen, könnte der "Djoker" Mitte September sogar bis auf Rang drei abrutschen. Federer dagegen kann fleißig Punkte sammeln mit allem, was besser als seine Halbfinalteilnahme im letzten Jahr ist.

    Danach dürfte es allerdings ein heißer Herbst werden für Federer. Nach New York hatte er 2011 alles gewonnen, erst in Basel, dann das Masters in Paris und in London bei den Tour-Finals kassierte er als ungeschlagener Champion sogar die maximale Punktzahl von 1500. Auf das Masters in Shanghai verzichtete Federer vor einem Jahr, dort könnte Federer noch zusätzlich Boden gut machen oder Punktverluste ausgleichen, sollte er dort nun wieder antreten. So oder so, es dürfte ein spektakulärer Saisonendspurt mit einem packenden Tauziehen um den Thron werden. Und was würde eigentlich passieren, wenn Andy Murray tatsächlich die US Open gewänne? Dann wäre der Dreikampf plötzlich wirklich ein echter Vierkampf — und wer kann sich noch erinnern, wann das Gerangel um die Nummer eins zuletzt so spannend gewesen ist?

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