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    Thomas Rupprath

    Das ist schon ein Schock!

    Hallo liebe Eurosport-User,

    nun ist es also endlich losgegangen. Die Spiele laufen und ich bin von der ersten Minute an direkt im Einsatz. Mit dem Kollegen Matthias Stach kommentiere ich die Schwimm-Wettkämpfe. Der Auftakt verlief aus deutscher Sicht aber sehr enttäuschend.

    Ich muss sagen, dass ich nach den Rennen des Vormittags richtig geschockt war. Ich hatte fest mit einer Finalteilnahme von Paul Biedermann über die 400-Meter Freistil und der Frauen-Freistilstaffel um Britta Steffen gerechnet. Medaillen waren in beiden Wettbewerben drin.

    Dass beide Finals verpasst wurden, ist enttäuschend - für die Sportler und auch für uns. Besonders der große Zeitverlust im Vergleich zu den Europameisterschaften vor Kurzem ist bitter. Woran es gelangen haben könnte, werden die Athleten heute Abend mit den Trainern besprechen. Vom Kommentatorenplatz aus ist das sehr schwer zu bewerten.

    Pauls Trainer Frank Embacher nimmt die Schuld für das Scheitern seines Schützlings komplett auf seine Kappe. Das finde ich sehr ehrenwert. Er will den Sportler damit schützen. Allerdings: Wenn ich als Schwimmer nach 200 oder 300 Metern merke, dass die Marschroute meines Trainers nicht anschlägt, muss ich versuchen, etwas anders zu machen. Das war ja nicht Pauls erstes 400-Meter-Kraul-Rennen.

    Aber: Paul und Britta sind heute nicht absichtlich langsam geschwommen. Sie haben taktiert und das ist nach hinten losgegangen. Aber wir haben noch sieben Wettkampftage vor uns.

    Ich rate Paul jetzt den Kopf auszuschalten und sich auf morgen zu konzentrieren. Dann bin ich guter Dinge, dass es über die 200-Meter besser läuft. Sollte es allerdings so weiterlaufen wie an Tag eins, wird es für uns alle sicherlich keine schöne und entspannte Woche. Deswegen wünsche ich mir, dass jeder, der an den Start geht, das Beste rausholt, was geht.

    Viele Grüße,

    Euer Thomas Rupprath

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