Solche Bilder gilt es für das DFB-Team zu vermeiden
Liebe Fußball-Freunde,
Deutschland trifft im Viertelfinale also auf Griechenland. Man mag sich fragen: was soll denn da noch schiefgehen?
Aber das haben sich die Russen vor Anpfiff wahrscheinlich auch gedacht. Und genau hier liegt die Gefahr, dass man so eine Mannschaft unterschätzt.
Griechenland wird sich natürlich wieder kompakt hinten reinstellen und versuchen, über Konter und Standards Chancen zu kreieren. Man muss gegen sie über die Außen kommen und dabei das Tempo hochhalten. Ballkontrolle und Passsicherheit sind essentiell.
Das es auf das schnelle Offensivspiel über die Flügel ankommt, müssen Thomas Müller und Lukas Podolski nun auch ihre offensiven Qualitäten abrufen und Akzente setzen. Im 4-2-3-1 muss man auf dieser Position zwar weiterhin nach hinten arbeiten. Aber trotzdem sollten beide in diesem Spiel speziell in 1-gegen-1-Situationen Druck machen, Räume aufreißen oder selbst zum Abschluss kommen. Das hat man bei beiden Spielern zuletzt vermisst.
Vergesst nicht das Schießen!
Darüber hinaus muss man in so einem Belagerungsspiel auch mal aus der zweiten Reihe schießen. Wenn am Sechzehner alles so extrem eng ist, dann ist das ein probates Mittel, zumal Deutschland mit Lukas Podolski oder Mesut Özil über erstklassige Schützen verfügt. Die Option der Fernschüsse sollte man also nicht vernachlässigen.
Ein frühes Tor wäre natürlich ideal, um die Griechen aus ihrer massiven Deckung zu locken.
Ich bin gespannt, wie gut es die deutsche Mannschaft versteht, die Hellas-Nuss zu knacken.
Rechtzeitig zu den beiden Viertelfinal-Krachern zwischen England und Italien sowie Frankreich und Spanien, melde ich mich wieder.
Bis dahin, Euer Thomas Berthold
Thomas Berthold, Weltmeister 1990, analysiert für eurosport.yahoo.de die Partien der deutschen Nationalmannschaft. Als Spieler war er von 1982 bis 2001 bei Eintracht Frankfurt, Hellas Verona, dem AS Rom, FC Bayern, VfB Stuttgart und Adanaspor aktiv. Neben seinen Engagements als TV-Experte arbeitet er heute in der Immobilienbranche im Raum Stuttgart, kauft alte Bauernhäuser, restauriert sie und verkauft sie weiter. Der Fußball hat ihn nie losgelassen.
