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    Thomas Berthold

    Die Gefahr gegen Dänemark

    Hallo Fußball-Freunde,

    Morten Olsens Dänen können gefährlich werden

    das Dänemark-Spiel steht an und wir brauchen noch einen Punkt, daher muss man von Anfang an mit dem richtigen Engagement in die Partie gehen. Die Gefahr ist, dass man die Dänen ein wenig unterschätzt. Aber Vorsicht: Sie haben auch die Holländer geschlagen!

    Dennoch ist eine große Vorbereitung auf den Gegner nicht nötig, denn die Dänen sollten sich nach uns richten. Die Frage wird sein, ob es vielleicht ein Spiel gibt, in dem man einige Optionen testen kann. Mir ist aufgefallen, dass die beiden Flügel mit Lukas Podolski und Thomas Müller nicht so frisch wirken. Da könnte man überlegen, ob man mit André Schürrle und Marco Reus zwei Alternativspielern eine Chance gibt.

    Auch Mesut Özil wirkt nach seiner langen Saison mit Real Madrid etwas müde, auch ihn könnte man nur eine Hälfte spielen lassen oder später reinbringen. Sein Ersatzmann Mario Götze war jedoch auch lange verletzt, sodass man bei ihm nicht weiß, wie fit er ist. Reus könnte ihn ersetzen, ist aber ein anderer Spielertyp. Natürlich gibt es noch Toni Kroos. Aber er ist für mich kein klassischer Zehner, sondern ein Achter. Im Endeffekt sieht der Bundestrainer die Jungs im Training und weiß, wer sich aufdrängt.

    Mangelnde Klasse für die Dreierkette

    In den letzten Tagen kam mir immer wieder zu Ohren, dass Löw über eine Dreierkette nachdenkt. Davon halte ich überhaupt nichts! Wenn man wie die Spanier drei Weltklasse-Verteidiger hat, die auch gegen den Mann spielen können, ist das eine Option. Bei unserem Team haben wir diese Spielertypen, wie beispielsweise einen Sergio Ramos, nicht - daher Finger weg davon!

    Das Mittel zum Erfolg gegen die Dänen liegt darin in der Defensive gut zu stehen und wenig zuzulassen. In der Offensive muss konsequent nach vorne gespielt werden. Wichtig ist es, dass ab der Balleroberung das Spiel schnell gemacht wird.

    Gegen Holland wurde das schon viel besser umgesetzt als noch gegen Portugal. Hier ist jedoch immer noch Luft nach oben. Wenn man sich die Spanier so ansieht, wie schnell und flüssig das bei ihnen geht - das erinnert schon an das Spielen auf der Playstation. An Spanien wollen wir uns messen und sie schlagen, dazu müssen wir auf dem gleichen Niveau spielen.

    Bis zu den Spaniern ist es noch ein weiter Weg, jetzt gilt es den Schritt ins Viertelfinale zu machen. Viel Spaß bei der Partie und nach dem Spiel lest Ihr, liebe User von eurosport.yahoo.de, wieder von mir.

    Bis dahin, Euer Thomas Berthold

    Thomas Berthold, Weltmeister 1990, analysiert für eurosport.yahoo.de die Partien der deutschen Nationalmannschaft. Als Spieler war er von 1982 bis 2001 bei Eintracht Frankfurt, Hellas Verona, dem AS Rom, FC Bayern, VfB Stuttgart und Adanaspor aktiv. Neben seinen Engagements als TV-Experte arbeitet er heute in der Immobilienbranche im Raum Stuttgart, kauft alte Bauernhäuser, restauriert sie und verkauft sie weiter. Der Fußball hat ihn nie losgelassen.

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