Häßliche Nase/Schönes Model: Red Bull 2012 und Heidi KlumHallo Motorsport-Fans,
der Formel-1-Tross ist aus seinem Winterschlaf erwacht und bei den ersten Tests in Jerez wurde wieder ordentlich auf den Putz gehauen. Die Teams sind mit neuen Autos und großen Erwartungen in Spanien an den Start gegangen, und wie die ersten Zeiten gezeigt haben, scheint es eine spannende Saison zu werden.
Als wirklicher Gradmesser sind die Zeiten nicht zu verstehen, eher als eine Tendenz. Schließlich wissen nur die Teams selber, mit welcher Spritmenge sie an den Start gegangen sind, ob KERS eingesetzt und das Auto auch voll ausgefahren wurde. Das Ganze war eher ein großes Säbelrasseln, in dem sich Teams und Fahrer nach der langen Pause präsentierten.
Michael Schumacher hat sich bei seinem ersten Test in guter Form präsentiert. Mercedes GP hat ihn und Nico Rosberg im Vorjahresauto auf die Strecke geschickt, um den neuen Wagen noch optimieren zu können. Das Team testet Komponenten, die im neuen Auto installiert werden sollen, einfach am alten, und gewinnt so wichtige Entwicklungstage.
Von "Kinky Kylie" zu "Vettelino"
Eines hat Jerez aber deutlich gezeigt. Der Rekordweltmeister ist immer noch willig und bissig. Wenn der neue Silberpfeil mitspielt, bringt Schumi alle Fähigkeiten mit, um noch einmal Weltmeister zu werden.
Bei Red Bull ist die Ausgangslage schwierig, da nach zwei Weltmeistertiteln in Serie die Messlatte natürlich sehr hoch liegt. Problem für das Team von Sebastian Vettel ist auch, dass das Auto im vergangenen Jahr so gut war, dass es schwierig ist, konkrete Punkte zu finden, die es zu verbessern gilt.
Zudem ist fraglich, wie es um den Motivationsfaktor im Team bestellt ist. Es ist ja nur menschlich, dass sich nach großen Erfolgen eine gewisse Genugtuung einstellt. Dies gilt es, bei Red Bull zu verhindern. Die Truppe noch einmal motivieren zu können, wie bei den ersten beiden Titelgewinnen, das ist sicherlich schwierig.
Einen Namen hat Sebastian noch nicht für sein neues Auto gefunden. Ich hätte da eine Idee. Nachdem er letztes Jahr auf "Kinky Kylie" so schnell unterwegs war, stünde ihm in dieser Saison ein "Vettelino" gut zu Gesicht.
Da geht jede Ästhetik verloren
Ich habe meinen Autos zwar nie Kosenamen gegeben, eine besondere Beziehung hatte ich zu den Boliden aber immer. Wenn das Auto besonders schnell unterwegs war, gab es schon die ein oder andere Streicheleinheit. Jedes Auto hat eine Seele, davon bin ich überzeugt. Und die gilt es sorgsam zu behandeln.
Weniger feinfühlig wurde hingegen mit der Optik der neuen Wagen umgegangen. Mir gefällt die überhaupt nicht. Die Reifenbreite ist zu gering, der Flügel ist hinten zu klein und vorne zu groß und außerdem ist die Nase völlig misslungen.
An einem Formel-1-Auto muss man auch Spaß haben. Bei den neuen Modellen fehlt mir das gewisse Etwas. Stellt Euch vor, man nimmt eine Heidi Klum, verpasst ihr einen dicken Hintern und schraubt ihr den Busen weg. Da geht jede Ästhetik verloren. Und das ist mit den Boliden leider geschehen.
Schön ist was anderes! Hoffen wir, dass sie wenigstens schnell sind.
Euer Strietzel Stuck


26 Kommentare