Unterschätzte LeistungsträgerMario Götze, Franck Ribéry, Claudio Pizarro — die Stars der Bundesliga sind viel umjubelt. Doch viele starke Spieler werden in der Wertschätzung der Medien und Fans gerne unter den Teppich gekehrt. Wir graben die "unbesungenen Helden" aus und präsentieren Euch die zehn unterschätztesten Spieler des Jahres 2011:
10. Peter Niemeyer
Peter Niemeyer ist im zentralen Mittelfeld ein oft übersehener Akteur bei der Hertha. Dabei ist er doch immens wichtig für das Team: Unabhängig von Gegner und Spielumständen spielt Niemeyer seine Rolle stets auf seine Art und Weise - konstant, solide, unauffällig. Sein Wert für die Mannschaft ist wesentlich größer, als die mediale Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird.
9. Joel Matip
Joel Matip ist keineswegs einer der großen Helden der Bundesliga. Sein unauffälliger, aber oft hocheffektiver Stil macht ihn jedoch an fast allen Spieltagen zu einer Stütze für die "Königsblauen". Durch sein gutes Stellungsspiel kann er die meisten Zweikämpfe mit fairen Mitteln gewinnen. Das ist umso wichtiger, als dass er mit Jones und Papadopoulos zwei sehr hitzige Gemüter an seiner Seite hat. In diesem defensiven Trio ist Matip derzeit der heimliche Star.
8. Naldo
Naldos großen Stellenwert konnte man in den vergangenen Monaten erkennen: Während seiner langen Verletzungspause verlor Thomas Schaaf einen wichtigen Innenverteidiger und damit auch defensive Stabilität. Mit seiner unbekümmerten Lebens- und offensiven Spielweise, seiner individuellen Qualität und seinem freundlichen Gemüt auf und neben dem Platz verkörpert der Brasilianer wohl das Idealgesicht des Bremer Spiels.
7. Tomas Rincon
Noch vor drei Monaten wäre Tomas Rincon in diesem Ranking höchstens müde belächelt worden. Die Leistungen, die den Venezolaner im Juli den Titel als "bester Spieler" der diesjährigen Copa América brachten, konnte er im Vereinsdress nicht bestätigen. Unter dem neuen Trainer Fink blüht er in neuer taktischer Rolle auf: Als Spielmacher aus der Tiefe wurde er zum Lenker und Denker des Hamburger Sportvereines. Mittlerweile ist er aus der Startelf nicht mehr wegzudenken, auch wenn er (noch) nicht im Fokus der Öffentlichkeit steht.
6. Sergio Pinto
Seine bissige Spielweise, seine gute Technik und seine hohe Laufbereitschaft machten ihn zum Stammspieler im zentralen Mittelfeld. Ob als Achter, auf der Doppelsechs oder gar als Zehner: Sergio Pinto kann zentral alles spielen und zur Not übernimmt er auch die Position des rechten Mittelfeldspielers. Besonders für den Spielaufbau seiner Mannschaft ist er immens wichtig. Ohne ihn wäre 96 nicht so stark, wie es in dieser und letzter Saison der Fall war.
5. Elkin Soto
Nicht bloß feiner Techniker, sondern auch Stratege und Balleroberer: Das ist Elkin Soto, der aktuell wohl beste Spieler des 1. FSV Mainz 05. Doch trotz seiner immensen sportlichen Bedeutung, seinem hohen Standing innerhalb des Teams und den Abgängen Holtby, Fuchs und Schürrle findet der Linksfuß bei den Medienvertretern kaum Beachtung. Über die sportliche Klasse Sotos besteht dennoch kein Zweifel, und so ist er im Mittelfeld wichtiger Akteur für Thomas Tuchel.
4. Christian Tiffert
Wer einen Lauterer Fan fragt, welcher Spieler bei den Roten Teufeln unverzichtbar sei, bekommt nicht selten "Christian Tiffert" als Antwort. In der Tat ragt er aus dem eher durchschnittlich besetzten Team heraus. Letzte Saison war er mit seinen 17 Vorlagen die tragende Säule im Abstiegskampf und gewann nebenbei noch die "Assist"-Krone der Bundesliga, mit großem Abstand vor all den Götzes und Müllers. Nach einer unstetigen Karriere scheint Tiffert in Kaiserslautern endlich angekommen.
3. Lars Bender
Im Leistungskarussell Leverkusen ist Lars Bender eine der wenigen Konstanten. Im zentralen Mittelfeld ist er der feste Ankerpunkt der zahlreichen personellen Wechselspielchen von Trainer Dutt. Obwohl er auf dieser Position in Konkurrenz zu Stars wie Renato Augusto, Michael Ballack oder Simon Rolfes steht, ist der dreimalige Nationalspieler der einzige Leverkusener Akteur, der bislang in allen Pflichtspielen auf dem Feld stand. Das kommt nicht ohne Grund: Bis jetzt zeigte er diese Saison immer eine solide, oft auch eine starke Leistung.
2. Holger Badstuber
Kritik gibt es immer, auch bei deutschen Nationalspielern. Sogar bei denen, die mit 22 Jahren Stammspieler in der Innenverteidigung beim deutschen Rekordmeister sind. Doch dass solche Spieler kaum in den Medien gelobt werden, ist deutlich seltener. Badstuber wird oft und gerne übersehen, dabei ist er doch ein großartiger Fußballer: Herausragende Antizipation, eine wundervolle Spieleröffnung und gute Fähigkeiten im Bereich der defensiven Organisation machen ihn wohl zu Deutschlands stärkstem Innenverteidiger neben Mats Hummels.
1. Mike Hanke
Mike Hanke ist einer der Stürmer, die Trainer schwärmen lassen, von vielen aber nicht groß beachtet werden. Unter Favre ist Hanke zum Stammspieler, Leistungsträger und unumstrittenem Puzzleteil im Mannschaftskonstrukt geworden. Er spult zahlreiche Kilometer ab und reibt sich für die Mannschaft auf, erledigt seine defensiven Arbeiten sehr gut und stört die gegnerischen Spieler entscheidend im Spielaufbau. In der Offensive schießt er nicht unbedingt viele Tore, schließt aber Löcher und schafft immer wieder neue Freiräume. Ohne seine unermüdliche Arbeit hätte auch Shooting-Star Reus nicht so glänzen können, wie er es tat. Kein anderer Spieler der Liga wird derart unterschätzt wie Mike Hanke.



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