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    Spielverlagerung

    Rhythmuswechsel als Schlüssel zum Sieg

    Viel war vor der Partie gegen
    Villarreal spekuliert worden, wie Trainer Jupp Heynckes mit seiner Aufstellung
    auf die Heimniederlage im Topspiel gegen Dortmund reagieren würde -
    er setzte Thomas Müller auf die Bank und kehrte zu einem System mit drei klaren
    Mittelfeldspielern zurück. Toni Kroos agierte hier auf der Zehn, Anatoli Timoschtschuk
    und David Alaba bildeten das neu formierte Duo im defensiven Mittelfeld und Arjen
    Robben durfte erneut Praxis auf rechts sammeln.

    Es war deutlich mehr Bewegung in den
    einzelnen Positionen und es fand mehr Rotation zwischen den Rollen statt.
    Am wichtigsten war aber wohl, dass man das häufig gelobte "Überladen", eines der zentralen Stilmittel der bisher so
    erfolgreichen Saison, wieder praktizierte. Gegen Dortmund fast noch ein
    Fremdwort, besann man sich auch ohne Schweinsteiger auf
    diese großartige Stärke. Vor allem
    Kroos, aber auch Alaba und Mario Gomez versuchten sich in Kombinationen mit
    Philipp Lahm und Franck Ribéry einzubinden.

    Weniger
    Dominanz für besseres Ergebnis

    Die Grundprämisse des Bayern-Systems
    war in den letzten Wochen, über den Ballbesitz zu dominieren und aus dieser
    kontrollierenden Haltung heraus geduldig und variabel gefährliche Spielzüge
    aufzubauen.

    Gegen Villarreal löste man sich von
    dieser Leitlinie in ungewöhnlich starkem Maße, wovon für die eigenen Verhältnisse
    zeitweise nur knapp im 60-Prozent-Bereich liegende Ballbesitzzeiten ein Bild zeichnen.
    Immer wieder veränderte man den Rhythmus und wechselte zwischen dem angesprochenen
    und einem schnelleren, fast konterähnlichen Stil.

    Kroos
    bekommt Platz und nutzt ihn gut

    Bereits im Hinspiel hatte man mit dieser Strategie,
    wenn auch damals in klarerer Ausführung, Erfolge erzielt - und das hatte
    seinen Grund: Die Spanier waren gruppentaktisch nicht stark genug, um mit
    dieser taktischen Maßnahme der Bayern mitzuhalten. Zwar versuchte das "gelbe
    U-Boot" immer wieder aggressives Pressing auf die Münchener
    Innenverteidigung auszuüben, doch dieser gelang es, das Feld groß zu machen und
    dann die Bemühungen ihrer Gegner auch dank ihrer Bewegung zu umspielen.

    Als Konsequenz hatten die Münchener
    sehr viel Raum, wovon auch die Flügelspieler profitierten, besonders aber Kroos.
    Er fand viele Räume zwischen den Linien und konnte
    dort mit einer hervorragenden Leistung die Fäden ziehen - auch weil Bruno zu tief
    stand und zeitweise wie ein dritter Innenverteidiger wirkte.

    Die ausführliche Spielverlagerung-Analyse zum Champions-League-Spiel des FC Bayern lesen Sie hier.

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