Sigi Heinrich

Der Fall Contador macht Mut

Im Fokus: Alberto Contador

Also doch: Gedopt. Sagt auf jeden Fall der Internationale Sportgerichtshof (CAS), der sich immerhin stattliche 18 Monate mit dem Fall von Alberto Contador beschäftigt hatte. Schon von der Zeit der Untersuchungen und Überprüfungen aller Stellungnahmen und Laborberichte her würde ich annehmen, dass sich die Richter mit wirklich aller gebotenen Sorgfalt mit der Materie auseinandersetzten.

Jetzt kennen sie sich garantiert auch aus mit dem Kälbermastmittel Clenbuterol, denn dieses war in der Blutbahn des spanischen Radprofis gefunden worden. Die Begründung des Sportlers damals: Er habe verseuchtes Fleisch gegessen. Eine von vielen hanebüchenen Erklärungsversuchen, die angeklagte Dopingsünder auftischen. Eine der wirklich irrsten Erläuterungen kam einst von Frank Vandenbroucke (auch Radprofi), der doch allen Ernstes behauptete, das Mittel sei für seinen asthmakranken Hund gewesen.

Zahnpasta und Ecstasy

Es gibt die Zahnpasta von Dieter Baumann, in der plötzlich Nandrolon war, es gibt Amphetamine bei Jan Ullrich, die von Ecstasy-Pillen kamen, die man ihm in einer Discothek untergejubelt haben soll. Aber es gibt auch Clenbuterol bei einem deutschen Tischtennisspieler. Dimitri Ovtcharov hat seinerzeit ähnliches behauptet wie Contador: dass nämlich das Mittel durch seinen hohen Fleischgenuss in sein Blut kam. Er war seinerzeit in China. Aha. Contador aß sein Filet in einer französischen Brasserie. Es besteht  überhaupt kein Grund, sich jetzt also satt und zufrieden zurückzulehnen und genüsslich mit dem Finger Richtung Spanien zu zeigen.

Der Finger könnte in jeder Ecke der Welt einen Punkt finden und würde immer auf Dopingfälle treffen, die seltsam anmuten. Es ist ein abenteuerliches Sammelsurium an Lügen, die wir uns alle schon anhören mussten und es erstaunt mich immer wieder, wie all' die Beschuldigten die Schuld immer eher bei der WADA, der Weltdopingagentur, suchen - anstatt bei sich selbst. Wie sie augenscheinlich weiter ruhig schlafen können, auch wenn es teilweise wirklich abstrus klingt, was sie erzählen.

Eine verhängnisvolle Wolke

Einen Fall möchte ich noch schnell aufrollen, weil er wirklich zeigt, über welch blühende Phantasie Sportler verfügen können. Ein Fall aus Deutschland, auch um deutlich zu machen, dass kein Grund besteht, wegen Contador jetzt Schadenfreude aufkommen zu lassen. Die Mountainbikern Yvonne Kraft wurde 2007 auf das Asthmamittel Fenoterol getestet. Das trug sie nach ihren Angaben wie folgt zu: Ihre Mutter hatte einen Asthmaanfall bekommen. Sie konnte aber ihr Spray nicht öffnen. In ihrer Verzweiflung schlug sie die Dose auf den Tisch. Dort explodierte sie und weil das ganze in einem engen Wohnwagen passierte, atmete Kraft aus Versehen die Wolke ein. Hat was, diese Geschichte. Klingt nett, überzeugend und total glaubhaft.

Die Ergebnisse und Urteile freilich sind bedenklich unterschiedlich. Ovtcharov etwa, der Tischtennisspieler, wurde freigesprochen. Kraft wurde verwarnt. Contador jetzt für zwei Jahre rückwirkend gesperrt, so dass sein Toursieg 2010 vermutlich Andy Schleck zugesprochen wird. Der wiederum sagt, dass er so nicht gewinnen will und dass er außerdem immer an die Unschuld von Alberto geglaubt habe. Vermutlich tut er das noch heute. Oh ja, sie halten alle zusammen. Das legt die Vermutung durchaus nahe, dass sich ja jeder dann doch noch so ein kleines Türchen offen halten will.

Ein Zeichen für die Zukunft

Zum Glück gibt es Institutionen wie die Weltdopingagentur, die sich auch über nationale Entscheidungen hinwegsetzten kann. Denn der spanische Radsportverband (RFEC) hatte Alberto Contador natürlich freigesprochen. Wir dürfen gespannt sein, wie die Märchenstunden in dieser kommenden Saison weiter gehen. Natürlich stehen wie immer Radsportler und Leichtathleten verstärkt im Fokus. Auch weil von ihnen wirklich die schönsten und rührendsten Geschichten in der Vergangenheit gekommen sind. Der Fall Contador macht dennoch Mut. Das Bemühen, weiter entschieden und kraftvoll gegen Doping vorzugehen, ist mit der Entscheidung des CAS mit neuem Leben erfüllt worden.

Die Ausstattung der Dopingjäger, vor allem was das Budget betrifft, ist hingegen kontraproduktiv. So kann sich die Nationale Dopingagentur (NADA) definitiv nicht im erwünschten Maße engagieren, weil alle möglichen Verfahren auch richtig ins Geld gehen, weshalb auch hier wieder ein Ungleichgewicht entsteht. Denn eines dürfte klar sein: Wer dopen will, findet weiterhin Unterstützer, die über finanzielle Summen, wie sie der NADA zur Verfügung stehen, nur milde lächeln.

Herzlichst,

Euer Sigi Heinrich

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23 Kommentare

  • Loewenherz  •  vor 3 Monaten
    Wahnsinn in welchen Sparten sich der Herr Preisträger auskennt.
    Gut Doping ist allgemein interessant
  • Malte  •  vor 3 Monaten
    Grundsätzlich sind die aufgeführten Geschichten sicherlich immer ein wenig amüsant und wirken so als wenn sich jemand versucht einfach aus der Affäre zu ziehen. Bei allen Fällen mit Clenbuterol würde ich mich aber immer auf die Seite der Sportler stellen. Letztlich sind die 109 Fälle von der U17-WM (Fußball) ´ja auch einfach unter den Teppich gekehrt worden, und eben mit der Begründung, die auch Contador anführte. Ohne Marker in Medikamenten, eine strafrechtliche Verurteilung mit Freihheitsstrafen wegen Betrugs und das Loslösen von Idolen wie Merckx oder Carl Lewis wird man im Kampf gegen Doping nicht weiter kommen.
  • Patrick  •  vor 3 Monaten
    Was mich an diesem Fall stört, ist die Tasache das ihm eigentlich garnichts nachgewiesen werden konnte. . . . Wie kann man so eine peinliche Albernheit schreiben? Er war bei Fuentes "Gast", Listen und Blut mit A.C., daraufhin verschwanden die Beweise. Wenn man gewollt hätte, wäre A.C. schon mehrfach überführt worden. Das beste Beispiel warum Geld viel wichtiger als Moral ist, sieht man z.Zt. beim Extremdoper Lance Armstrong. Jeder weiß das er dopt, sein Umfeld wäre Zeuge, es passiert nichts. Wer für Politik und Sport wichtig ist wird nie "überführt" werden, siehe Biathlon, Langlauf, 100m usw.usf.
  • Frontschwein  •  vor 3 Monaten
    @Carl Lewis
    Carl Lewis war ein gäntlich anderer Fall, denn Lewis gehörte fast 20 Jahre lang ununterbrochen zur absoluten Weltspitze. Sowas ist durch Doping keinesfalls möglich.
    Zudem wurden die proben von 1988 nochmals mit modernen Mitteln analysiert und festgestellt, dass eben nichts auf Doping hinwies.

    Und grundsätzlich: in den 60ern bis Anfang der 80er Jahre standen enorm viele leistungssteigernde Mittelchen gar nicht auf der sog. Dopingliste, man konnte bis Anfang der 80er Jahre ungehindert und völlig legal Amphetamine einwerfen :) .

    Dann: unterschiedliche Grenzwerte diverser Sportarten, z.B. in Bezug auf EPO: der grenzwert im radsport war bei 48, im Biathlon bei 50. Nun hatten aber fast alle Radler, die deshalb suspendiert wurden, einen Wert von 50 ... Im Biathlon wären eben diese Radler NICHT suspendiert worden.

    Im Tennis gab es bis vor wenigen Jahren nicht mal eine Liste mit verbotenen Mitteln, und es wurde auch nie kontrolliert. Doping im Tennis war somit legal.
    Es ist ja auch bekannt, dass Nadal auf der ursprünglichen Fuentes-Liste stand. Doch der war ein Spanier und stand auch noch im Finale der Paris Open-so verschwand dieser Name ganz schnell von der Liste.

    Doping und Spanien: In Spanien sind Dopingkontrollen zwischen 23 Uhr und 6 Uhr per Gesetz verboten :) .
    Nun weiß ja jeder dass moderne Mittelchen nur wenige Stunden nachweisbar sind... Auch eine Erklärung, weshalb Spanier in vielen Sportarten auf einmal dominierten?
  • Dogbert1961  •  vor 3 Monaten
    An den zuletzt bekannt gewordenen Fällen wird ersichtlich, wie komplex diese Thematik ist. Wirklich offensichtliche Dopingfälle wird es kaum noch geben oder nur dort, wo Dilettanten
    am Werk waren. Wie schwierig dieses Thema geworden und zu bewerten ist, zeigte sich auch am Fall Claudia Pechstein.

    Clenbuterol ist ein gängiges Mastmittel für Rindvieh. Diese Mengen sind beim Verzehr des Fleisches derart gering im menschlichen Körper, daß sie nicht relevant für eine Leistungssteigerung sind. Man müßte da schon Mindestgrenzen einführen. Selbst diese würden wahrscheinlich allein nichts aussagen, da der individuelle Stoffwechselmechanismus des Athleten seinen Teil beiträgt.

    Wie soll man denn z. B. in der Jugend zugeführte Wachstumshormone beurteilen? Auch darüber könnte man nachdenken. Ebenso über diverse Asthmamedikamente, die gerade einige Winterausdauersportler nehmen müssen. Hier ist die medizinische Notwendigkeit zu berücksichtigen.

    Blutdoping ist auch so ein Problem. Heute brauche ich nicht in höhergelgenenden Gebieten zu trainieren, sondern es reicht eine Höhenluftlkammer.

    Diese Thematik ist derart komplex, daß sich da schon einige Fachkommissionen zusammensetzen müssen,

    Um nicht mußverstanden zu werden:
    Mir geht es jetzt nicht um den Fall Contador, sondern um ein generelles Problem.
  • Willi  •  vor 3 Monaten
    Zwischen "etwas sagen" und "etwas wissen" klaffen Welten und die Sachlage an sich verstehen ja offensichtlich nicht einmal alle Beteiligten richtig. Das sich trotzdem keiner in seinen gekünstelten Auftritten sachlich einbremst, beweist einfach nur eine Art hysterischer Hatz, die auch vor medialer Lynchjustiz nicht unbedingt Halt macht. Das zu dieser Meldung zur Schau gestellte Mediengesicht eines selbsternannten Dopingjägers spricht da ja Bände.
  • blecherneshorn  •  vor 3 Monaten
    Nun hat es also auch Jan Ullrich ereilt - nicht wirklich überraschend.
    Allerdings wird hier immer wieder behauptet, der Sportler müsse nachweisen, dass er Nichts genommen hat - liegt die Beweislast nicht beim Ankläger?
  • Ottmar V  •  vor 3 Monaten
    Sorry Leute aber eure Euphorie teile ich überhaupt nicht. Das mittlerweile vor Größen des Sports nicht mehr zurückgeschreckt wird sieht man gefühlt wöchentlich. Dafür kann man dutzende Beispiele nennen (Landis, Valverde, Ricco usw). Aber was ist mit den anderen Fahrern? Glaubt ihr denn wirklich ein Andy Schleck, der jetzt die Tour nachträglich gewinnt ist sauber? Bitte Leute... Warum glaubt ihr denn tut Contador Fahrern wie Schleck oder Cancellara bzw. ehemaligen Fahrern wie Merxcks leid? Weil jene ungestraft davonkommen oder kamen. Hinzu kommt die Unverhältnismäígkeit zwischen Kontrollen bei Radsport und bei anderen populären Sportarten. Ein Radsportler wird mit einem Minimalwert von wenigen Einheiten im Blut gesperrt, während in anderen Sportarten nicht mal kontrolliert wird. Sorry aber jeder der sich jetzt freut und das ganze als Sieg verbucht hat einfach jeden blick für die Realität verloren.
  • Andreas  •  vor 3 Monaten
    Was mich an diesem Fall stört, ist die Tasache das ihm eigentlich garnichts nachgewiesen werden konnte. Die gefundene Menge war zu gering um eine leistungsteigernde Wirkung zu haben. Juristisch wurde hier die Beweislast umgekehrt. Das ist in meinen Augen ein Unding. Wenn eine Behörde etwas nicht beweisen kann gilt der Angeklgte als unschuldig.
    Sollte diese Unart einer Verurteilung auch in anderen Bereichen Einzug halten, ist es mit der Gerechtigkeit vorbei. Dann kann man jeden Missliebigen ins Gefängnis bringen oder ruinieren. Deswegen verurteile ich den Schuldspruch aufs allerschärfste.
    • Sunday vor 3 Monaten
      Das von einem A.C. beim Fuentes plötzlich die Akten verschwanden ist wohl auch kein Nachweis? Wenn jemand Interesse am AntiDoping hätte würde man endlich einmal die weit über zweihundert Blutbeutel dem Träger zu ordnen, aber das wäre ja zu einfach. Von wegen nichts nachgewiesen. Wie lebt sich´s so auf dem Mond?
  • Sam S  •  vor 3 Monaten
    Es ist doch so einfach: ein aktiver Radprofi wird positiv auf ein verbotenes Mittel getestet. Dann muss er gesperrt werden, wenn er nicht NACHWEISEN kann, dass das Mittel unbeabsichtigt in seinen Körper gelangte. Es ist völlig egal, ob das vor oder nach einem Sportereignis, im Training oder im Krankenhaus geschieht. Das gilt für Contador und Ullrich und viele andere. Es ist immer Doping, wenn unerlaubte Mittel im Körper eines Athleten gefunden werden. Natürlöich gibt es noch mehr Dopingmöglichkeiten - siehe verbotene Methoden und reinfundiertes Eigenblut etc.

    Der Mann wurde gesperrt und das ist richtig. Dass er weitermacht ist sein gutes Recht. Er soll sich aber nicht, wie Ullrich, noch einmal erwischen lassen: nach den Regeln sollte das dann lebenslängliche Sperre bedeuten.
  • Ernst Leineweber  •  vor 3 Monaten
    Ich stimme Sigi's Kommentare im Prinzip zu und meine, egal was ein Sportler dazu sagt wenn ein verbotenes Mittel gefunden wird ist nicht entscheidend. Wenn ein verbotenes Mittel festgestellt wird muss eine Sperre oder Strafe ausgesprochen werden. Allerdings mit den sogenannten vermutungen der Kontrollinstanzen sollte ebenso hart umgegangen werden. Im Falle Pechstein haben diese Instanzen total versagt. Sie haben dem Sport Schaden zugefuegt und sollten deshalb mit gleichen Mitteln bestraft werden.
  • Neetme  •  vor 3 Monaten
    Peinliches Gesocks.

    Die Finger auf Andere zu zeigen, das können die Medien am Besten.

    Schlimm ist es nur, wenn die Meute dann diese Medien auch noch aufsaugen und sich lenken lässt wie ein Sack voller Kartoffeln.

    "Gedopt" wurde schon solange wie der Mensch angefangen hat zu denken!

    Das ist so lächerlich, ihr seid wirklich lächerlich.

    Hättet ihr wenigstens eine konsistente Argumentation...habt ihr aber nicht.
    Doping = Leistungssteigernde Mittel
    Das ich nicht lache...nennt mir etwas, das nicht leistungssteigernd ist.

    Doping = Transhumanismus = Unaufhaltsam

    Zum Glück gibt es auch noch andere Länder mit im Durchschnitt klügeren Bürgern.
  • Cuuper J  •  vor 3 Monaten
    Der gute Sigi Heinrich bringt wieder mal einiges durcheinander. Mit Verlaub, mir ist es scheißegal ob sich Jan Ullrich in einer Discothek oder wo auch immer, Ecstasypillen rein pfeift,das war damals seine Privatsache. Wenn soll er den betrogen haben?? Ulle hatte gerade eine Knieoperation hinter sich und war dadurch fast die komplette Saison außer Gefecht gesetzt. Bleibt doch mal bei der Wahrheit. Diese dummen deutschen Hetz Journalisten gehen einem wirklich auf dem Keks.Zu den anderen Ullrich Anschuldigungen schreibe ich jetzt nichts, wurde auch viel Bildzeitungsbullshit verbreitet. Über Frank
    Vandenbroucke würde ich an ihrer Stelle auch nicht so gehässig schreiben. Der Mann war depressiv und lebt nicht mehr. Nachträglich wurde bei ihm ein angeborener Herzfehler bescheinigt. Also Vorsicht Herr Heinrich. Zu Andy Schleck noch ein Wort: Beide,sowohl Contador als auch Schleck waren 2011 weit weg von ihrer Bergform, das sah jeder. Wo war der gefürchtete Antritt von Schleck bei der Tour de France im letzten Jahr. Schleck nimmt Partei zu Contador. Er weiß genau was los ist. Man braucht nur 1 und 1 zusammen zählen. Er hat ein schlechtes Gewissen, eindeutig. Mein Vorschlag: Kein Tour Sieger 2010, Titel vakant - Das wäre am gerechtesten!
    • Rene D vor 3 Monaten
      Das Problem von Andy ist : Hat er ein gutes Gewissen, also gegen Contador , ist er ein Egoist,Profiteur usw..... hat er ein schlechtes Gewissen ist er auch gedopt, lässt sich eine Hintertür offen etc.. Wie soll er denn deiner Meinung nach in Interviews antworten ? Er hat eh immer die schlechteren Karten weil man bei dieser Art von Fragen die Antwort immer drehen kann wie man will. Auf jeden Fall hat er auch verloren, kein grüne Tischentscheidung gibt ihm die Siegesfeier zurück, die Contador hatte. Und immer schwebt die Doping Frage des Contadors über den TDF Sieges von Schleck. Ich bin kein Fan von den Schlecks, sehe jedoch das menschlische Dilema in dem momantan Andy steckt. Am besten wäre es für Ihn, er würde den TDF 2012 gewinnen und das rein sportlich. Übrigens hatten die Schlecks vermehrt Zeitfahren trainiert in der Vorbereitungszeit des TDF 2011, vielleicht auch eine Ursache der schlechten Bergform ?
    • Brein vor 3 Monaten
      Ich hatte vergessen, dass verletzte Leistungssportler illegale Drogen nehmen dürfen! Lustig! Ich dacht nicht, dass es in Deutschland noch Naivlinge gibt, die glauben Jan Ullrich wäre nicht gedopt gewesen!
  • leon_r95  •  vor 3 Monaten
    "Also doch: Gedopt. Sagt auf jeden Fall der Internationale Sportgerichtshof (CAS)," ab da habe ich aufgehört zu lesen. Der CAS kommt nämlich zu dem Entschluss, dass weder die Version mit dem Fleisch aus Spanien, noch die Version des Blutdopings stimmt. Im Prinzip wird ihm kein Doping vorgeworfen, sondern fahrlässige Einnahme von "Nahrungsergänzungsmittels"... auch wenn das in ihrem weiteren Bericht vorkommen mag-ich habe nicht weitergelesen-, zu profan sollte man die Welt nicht sehen. Wenn bereits der erste Satz so fehlerbehaftet ist, dann möchte ich einen Blog eines, bei allem Respekt, aber nicht Radsportexperte nicht weiterlesen. Erst mal eigene Macken im Schwimmen bei Phelps und in der Leichtathletik bei Bolt aufdecken, denn in keiner anderen Sportart, würde man über 50 Piktogramm sprechen, die eindeutig nicht leistungssteigernd sind!
  • Rotpaulette  •  vor 3 Monaten
    Danke Sigi!! Kudo für Sie.
  • gruppettorio  •  vor 3 Monaten
    Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher: Fußballer und Leichtathleten sind Radsportfans. Was sollte diese Sportarten ohne den Radsport anfangen? Einer Sportart in der, wie in anderen Hochleistungssportarten auch, gedopt wird, die aber, im Gegensatz zum Rest der Sportwelt, über ein ausgereiftes Antidopingprogramm verfügt und Kontrollen entworfen hat, die tatsächlich greifen und die so natürlich immer wieder für Schlagzeilen sorgen. Dass ein Mittel, wie das von Contador, jetzt im Radsport so konsequent aufgespürt wurde und solche Reaktionen nach sich zieht, sollte andere Sportfans schamrot werden lassen. Ich bin stolz ein Fan einer Sportart zu sein, die in Sachen Dopingaufklärung ganz vorne dran steht.
  • Yahoo! Benutzer  •  vor 3 Monaten
    an Gruppettorio: Dieser Vorwurf ist uralt, ist nicht ganz falsch, besagt aber trotzdem nicht wirklich was. Denn nur in wenigen Sportarten hängt der Erfolg ausschließlich von Muskelleistung zu Körpergewicht ab, wo Radler absolute Extremswerte haben. Vermutlich braucht man schon Medikamente um mit 0, 2 % Körperfett einen Trainingswinter zu überleben. Im Fussball gibt es 7-9 wichtige Aspekte zum Erfolg, gerade 3 davon lassen sich medizinisch stimulieren, Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Technik, Umsicht, Torinstinkt, Kommunikation mit den Kollege und Ballgefühl sind Zufall und Training. Einige absolute Topfussballer hatten nie einen "austrainierte Athletik",
    • gruppettorio vor 3 Monaten
      Da ist was dran, aber auf der Fuentes-Liste damals war die Hälfte der Sportler Radfahrer und die andere Hälfte teilte sich auf in Tennis- und Fußballspieler. Aber natürlich hast du schon in vielen Punkten Recht. Mit dem Körperfett musst du dich allerdings vertan haben. Ab 4% wirds absolut gefährlich, aber das ist ja jetzt nur nebensächlich. Danke für die kritische aber faire Antwort.
  • Yahoo! Benutzer  •  vor 3 Monaten
    An CUUPER: Der Sigi hat doch nur ein paar Beispiel aufgezeigt ( gute Arbeit, Hindergrundinfo !!) Aber ich stimme dir voll zu, was die Bergetappen bei der Tour im Sommer betrifft - das war ein sehr verhaltenes Kämpfen am Berg, Conte ist früh weggebrochen und die Schlecks konnten keine "Siegsekunden" rausholen. Ein sehr sehr auffälliger Unterschied zu 2010.
  • tennschi  •  vor 3 Monaten
    so und jetzt noch die spanischen Tennisspieler mal richtig prüfen, dann ist wieder fast alles sauber.
  • Holger  •  vor 3 Monaten
    Hallo Herr Heinrich, grundsätzlich stimme ich Ihnen zu ... Allerdings glaube ich, daß der CAS sich nur 3 Monate Zeit gelassen hat und nicht 18 Monate, schließlich hat die Verhandlung erst im November stattgefunden. Bis dahin hat doch der spanische Radsportverband versucht, das alles zu verschleppen.
    Und noch eine Anmerkung zum Thema Clenbuterol-Doping: Ovtscharov wurde freigesprochen, weil er in China war und dann erwischt wurde. Die fünf mexikanischen Fußball-Nationalspieler wurden freigesprochen, weil auch Mexiko Clenbuterol verseucht sein soll ... Also liebe Olympiastarter: Bucht Eure Trainingslager in Mexiko oder China und Ihr könnt Euch für London hemmungslos mit Clenbuterol vollpumpen ... Prima Alibi!

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