Sigi Heinrich

Sigi Heinrich

Fairplay ist Schwachsinn

Mo 23.Nov. 15:49

Raphael Schäfer

Muss ich mich jetzt aufregen? Über das Handspiel des Franzosen Henry? Über den üblen Tritt des Nürnbergers Schäfer in die Familienplanung seines Gegners aus Wolfsburg (blieb ungeahndet)? Muss ich? Nein, muss ich nicht, denn ich habe wieder dazu gelernt. Fairplay ist ein Begriff aus der Mottenkiste. Überholt und gestrig.

Fairplay ist Schwachsinn, weil es ja nur Nachteile bringt. Handfeste zudem. Wirtschaftliche Nachteile, die jeder sportlichen Niederlage folgen. Fairplay wird nirgends mehr gespielt. Unser ehemaliger Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat diesen Begriff wie folgt formuliert: "Der Sportler, der das Fairplay beachtet, handelt nicht nach dem Buchstaben, sondern nach dem Geist der Regeln." Schön.

Ach könnte er diesen Satz doch noch einmal sagen. Nach dem Geist der Regeln. Das klingt so pathetisch, auch irgendwie nett, so als wäre der Sport tatsächlich wichtig zur Grundbildung des Menschen und seinem Umgang mit demselben. Er ist es nicht mehr.

Das machte Schule

Am Wochenende hatte ich die Ehre und durchaus auch das Vergnügen, Beachsoccer kommentieren zu dürfen. Die Weltmeisterschaft. Da fiel ein Spieler aus Uruguay plötzlich wie vom Blitz getroffen zu Boden, wand sich im Sand so dass  ich dachte, er wird doch nicht vor aller Augen den Löffel abgeben. Was war passiert? Nichts. Der Schweizer Torwart Nico Jung sah ihm intensiv ins Gesicht nach einem Zweikampf.

Der Blick genügte. Oli, so hießt der Südamerikaner, griff sich an die Gurgel und an den Kopf und sank danieder. Er wollte einen Ausschluss des Schweizer Torwarts provozieren, obwohl der nichts, gar nichts, gemacht hatte. Die Reaktion der Unparteiischen? Null. Sie ermahnten den Schauspieler nicht mal. Das machte Schule. Im Spiel um Platz drei gab der Portugiese Ze Maria Proben seiner Schauspielkunst ab. Er tat so, als hätte ihn sein Gegenspieler brutal umgehauen. Dabei hatte ihn dieser nicht  einmal berührt.

Für Ze Maria sah ich schon die Ärzte ihm Operationssaal rotieren. So schwer schien die Verletzung zu sein. Klasse Show. Er trat anschließend den Freistoß, der ihm doch tatsächlich gegeben wurde (im Beachsoccer muss der gefoulte Spieler den Freistoß ausführen, sofern nach einem Foul keine Amputation nötig ist. Da solche Standardsituationen im Sandfußball ohne Mauer durchgeführt werden, sind sie sehr gefährlich).

Wo bleibt der Videobeweis?

Oli und Ze Maria hatten jedenfalls ihr Ziel erreicht. Sie hatten für ihre Mannschaft Vorteile herausgeholt. Den Unparteiischen ist kaum ein Vorwurf zu machen.  Sie sind überfordert.  Alle, wirklich alle, nutzen den Freiraum, der ihnen ihm Fußball noch immer gegeben wird. Dabei geht es längst anders.

Im Hockey gibt es bereits einen Videobeweis. Sogar die Tennisspieler dürfen das elektronische Auge benutzen, wenn sie glauben, die Linienrichter würden um die Ecke schauen. Im Eishockey gibt es eine Torkamera. Im Eiskunstlaufen kann jeder Preisrichter noch einmal nach der Kür selbst  an einem Monitor überprüfen, ob der Axel wirklich auf rückwärts gelandet wurde und somit wirklich die drei Drehungen hatte, um die volle Anerkennung zu geben.

Auch die Kunstturner bedienen sich der Technik, weil die Geschwindigkeit der Übungen das menschliche Auge doch arg strapaziert. Nur die Herren Fußballer weigern sich standhaft. Wie viele fragwürdige Elfmeterentscheidungen gab es zuletzt? Wie viele Tore, die nicht gegeben wurden, weil, so der Linienrichter, der Spieler im Abseits stand? Am Abend sehen wir dann in der Zeitlupe die Graphik. Kein Abseits. Tor hätte gegeben werden müssen.

Wir sehen Henrys Handspiel. Einmal, noch einmal und immer wieder. Wir erkennen die gänzlich unfaire Attacke von Raphael Schäfer. Es muss nicht sein, dass man nur hinterher schlauer ist. Die Technik ist längst soweit, uns in wenigen Sekunden mitzuteilen, dass der zweite Treffer von Kießling gegen die Bayern sehr wohl regulär war und kein Abseits vorlag. Auf die Möglichkeiten im großen Business des Fußballs auf diese Hilfen zurückzugreifen, um Ungerechtigkeiten zu vermeiden: Das wäre auch Fairplay.  

Zurück zur Übersicht

  1. Sehr schöner Artikel! Bin schon längst für den Videobeweis, aber da wird sich ja erfolgreich gesperrt...nach dem Wettskandal wäre es nun endlich mal wieder Zeit, sich ernsthaft drüber Gedanken zu machen. Bei den Summen und der Bedeutung im finanziellen wie auch im sportlichen Sektor ist das nötig! Und ich glaube auch nicht, dass Fußball dann zu steril oder zu glatt laufen sollte. Bei umstrittenen Entscheidungen, z.B. bei einem Tor oder einer Tätlichkeit sollte die Kamera dabei sein! Zumindestens im Profibereich...

    izetmemberVon izetmember, am Mo 23.Nov. 16:09

    Missbrauch melden

  2. Schade - knapp 2 Wochen nach Robert Enkes Selbstmord ist alles so, wie es damals gewesen ist!

    jimnoVon jimno, am Mo 23.Nov. 16:14

    Missbrauch melden

  3. Schade - knapp 2 Wochen nach Robert Enkes Selbstmord ist alles so, wie es damals gewesen ist!

    jimnoVon jimno, am Mo 23.Nov. 16:14

    Missbrauch melden

  4. es sollte so sein wie im tennis:

    der kapitaen sollte einmal pro halbzeit den schiedsrichter auffordern duerfen eine entscheidung am tv zu ueberpruefen...... lag der schiri richtig, kann er es (in der entsprechenden halbzeit) nicht mehr anfordern.

    Lag der Schiri falsch, wird die entscheidung korrigiert, und man kann natuerlich einen erneuten beweis anfordern.

    Das argument, dass dann spiele nur unendlich in die laenge gezogen werden ist damit auch hinfaellig, denn pfeift ein schiri korrekt sinds maximal 4 unterbrechungen (2 pro mannschaft und halbzeit) mehr als jetzt. Pfeifft er nicht korrekt zieht sich das spiel in die laenge, aber dafuer hat man regelkonforme entscheidungen.......

    g733963Von g733963, am Mo 23.Nov. 16:17

    Missbrauch melden

  5. jimno: hast du echt was anderes erwartet?????

    gottwald.rainerVon gottwald.rainer, am Mo 23.Nov. 16:39

    Missbrauch melden

  6. Bin auch der Meinung das ein Videobeweis hersoll...wurde ja schon von den meisten so wie im tennis vorgeschlagen, ein team dürfte dann halt nur 2mal im SPiel ode 1mal pro halbzeit die entscheidung prüfen lassen. Das wäre doch ja auch nur im Profifußball so, das sollte nicht so viel daran ändern dass Fußball ein Volkssport ist.
    Allerdings finde ich das man Henry keinen vorwurf mehr machen sollte, auch wenn ich das thema nicht mehr erneuern will.
    Aber so eine ABSICHTLICHE sache wie bei schäfer sollte man doch wohl 100% bestrafen, es ist ja hier auch was anderes als ein nicht gegebener elfmeter oder Tor.

    nicolas.offenVon nicolas.offen, am Mo 23.Nov. 16:39

    Missbrauch melden

  7. Vor allem, wenn ein, nennen wir ihn TV Richter, das Spiel verfolgt, würde es sich ja nciht mal unnötig in die Länge ziehen, denn wenn der Schiedsrichter bei dem angekommen wäre hat dieser die Szene schon 3 mal abgespielt und entscheidet nur kurz mit dem Schiri.

    Wenn es sich nciht ändern sollte, sollte man zumindest bei Unsportlichkeiten/Tätlichkeiten besser eingreifen. Es kann nicht angehen, dass ein Spieler einen Spieler tritt oder schlägt und nur mit einer gelben Karte davon kommt. Es wird immer nur eingegriffen, wenn der Schiri es nicht mitbekommt, aber wenn er es falsch interpretiert, hat der DFB auch so einen mit falscherweise mit gelb verwarnten Spieler nachträglich zu sperren!!!

    Unsportlichkeit muss eine Sperre nach sich ziehen, ob es gesehen wird oder nicht!!!

    rburchertVon rburchert, am Mo 23.Nov. 16:48

    Missbrauch melden

  8. Warum lernen die Fußballbosse nicht von anderen Sportarten?? Mit der Challenge aus dem American Football haben sie alle Möglichkeiten.Dort zeigt sich doch, das trotz mehrerer Schiedsrichter,Fehlentscheidungen korrigiert werden,und kein Fan jammert .Und "Fair Play"im Sport wird es nie geben solange Siege und Niederlagen über den Gehaltscheck entscheiden werden.

    hatti47Von hatti47, am Mo 23.Nov. 16:52

    Missbrauch melden

  9. Schöner Artikel. Ich wäre lieber bei Fairplay geblieben und hätte mich nciht auf denVideobeweis gestürzt. Ein Beispiel vom Wochenende Stajner wird am Torabschluss gehindert, fällt aber nicht und macht weiter. Folge kein Elfer, warum nicht? Da redet man immer von der Vorteilregel und doch wird so selten davon Gebrauch gemacht. Folge der Spieler der getroffen wird, muss auch fallen...also wird gefallen und gefallen und gefallen.
    Eine Tätlichkeit kommt selten aus dem Nichts, man sollte auch mal schauen warum es dazu kommt. Das wird auch auch nie bestraft (selten). Sind also Verbalattacken demnächst auch mit Rot zu ahnend auch wenn Sie nicht gegen den Schiri gehen? So viel zum Thema Fairplay und das ohne Videobeweis...

    paul.zockerVon paul.zocker, am Mo 23.Nov. 16:52

    Missbrauch melden

  10. Ich bin gegen den Videobeweis.
    Das ist doch das tolle am Fussball.

    Vom WM-Finale bis zum Kreisklassen-Duell des letzten gegen den vorletzten herrschen die selben Bedingungen.

    Und was wäre der Fussball ohne all die schönen Diskussionen über das hätte,wenn und aber???

    Und LvG ist glaub auch ganz froh, dass es den Videobeweis nicht gibt, sonst hätte er gut und gern 7-10 Punkte weniger

    hmgoldhammerVon hmgoldhammer, am Mo 23.Nov. 16:54

    Missbrauch melden

  11. g733963, sehr guter plan, ABER: Sagen wir Angriff wird wird falsch wegen Abseits abgebrochen. Wie willst du das korrigieren? Freistoss (aus 30m, auch wenn der Stuermer durch waere, alleine gegen den Torwart)? Elfmeter (obwohl das Abseits auserhalb war)?
    Torkamera sollte man hundert pro einfuehren. Aber das Abseits ist schwerer, als im Eishockey, da dort die Linie nicht mit dem Abwehrspieler mitrennt. Am besten waere die Chiploesung. Spiler kriegen Chips in die Schuhe, es wird ein ein Grenzintervall fuer "gleiche Hoehe" festgelegt und basta. Wenns um Fouls geht, sollte einfach der vierte offizielle, den Schiri auf grobe Unstimmigkeiten hinweisen, Elfer ueberpruefen, usw. Alles machbar, wenigstens in Liga 1 bis 3.

    long_alexwVon long_alexw, am Mo 23.Nov. 16:56

    Missbrauch melden

  12. "Wie viele fragwürdige Elfmeterentscheidungen gab es zuletzt? Wie viele Tore, die nicht gegeben wurden, weil, so der Linienrichter, der Spieler im Abseits stand?"

    Wie viele Minuten soll ein Fußballspiel dauern? Was für Regeln sollte es überhaupt geben die annähernd eine eingrenzung gestatten wie oft der Videobeweis in Anspruch genommen werden darf? Sollte überhaupt entschieden werden zwischen wichtigen Entscheidungen und unwichtigen, die dann je nach Situation zum Videobeweis führen? Wenn ja, wo wird dann die Grenze gezogen? Ist es dann nicht "UNFAIR" dass manche Situationen nachträglich begutachtet werden und manche nicht? Ist der Fußball denn überhaupt noch Fußball, wenn man einen Videobeweis einführt?

    Und ich erinnere nochmal an die Anfangsfrage: Ein Spiel dauert dann lang nicht mehr 90min. Da könnt ihr schon den halben Tag für einplanen mit einem Videobeweis...

    Fußball soll Technikfrei bleiben. Ein Videobeweis ist der erste Schritt, dass bald gar kein Schiedsrichter mehr auf dem Platz steht, sondern alles elektronisch geregelt werden kann, doch wollen wir das? Fehlentscheidungen gehörten schon immer zum Fußball!

    frederic_rossie91Von frederic_rossie91, am Mo 23.Nov. 16:56

    Missbrauch melden

  13. Lieber Herr Heinrich,
    sehr guter Artikel. Aber der Sport reflektiert nur das wahre Leben, und auch hier gilt: Einhaltung der Spielregeln, aber derjenige der dagegen verstösst muss sich der Konsequenzen bewusst sein. Warum bekämpft man mit allen Mitteln das Doping aber belässt es bei einem Schulterzucken wie im Fall Henry und ähnlichen Fällen? Betrug ist Betrug und muss entsprechend geahndet werden.

    janvd8Von janvd8, am Mo 23.Nov. 16:56

    Missbrauch melden

  14. @ jimno: wie lange willst du denn noch trauern?????es reicht doch langsam....

    herceg_bosanacVon herceg_bosanac, am Mo 23.Nov. 16:58

    Missbrauch melden

  15. ...der Fußball ist unfair & willkürlich...ich hab mein Interesse verloren!

    motuspawnVon motuspawn, am Mo 23.Nov. 17:07

    Missbrauch melden

  16. Fair Play im Fussball ??? Unmöglich, dafür ist zuviel Geld, Gier und Neid im Spiel....Fussball ist ein Geschäft, sonst schon lange nichts mehr...Das Henry hinterhältig und mit voller Absicht gehandelt hat war von jedem klar zu sehen...aber so läuft halt nun mal das Geschäft...im Business würde man ihn befördern weil er den seinen den Hintern gerettet hat.

    james007einhalbVon james007einhalb, am Mo 23.Nov. 17:14

    Missbrauch melden

  17. Die schoenste Technik hilft nichts, wenn grosse Teile der Bevoelkerung Betrug - wenn er mal nuetzlich ist - befuerworten. Das Handspiel war kein geplantes Handspiel, aber Henry hat auf dem Platz auch nichts gemacht, um den Schiedsrichter auf die Fehlentscheidung hinzuweisen. Ist das richtig ? Wie er sagte, er ist ja nicht der Schiedsrichter. Warum sollte er dessen Fehlentscheidung verhindern ? Wenn nun aber ein Ire im Strafraum mit der Hand an den Ball gegriffen haette, waere Henry doch wohl zum Schiedsrichter gegangen, oder ?

    Mir scheint das ganze so, wie jemand der im Supermarkt von der Kassiererin mal zuviel Geld zurueckbekommt, das merkt und vorzieht das Geld lieber einzustecken. Viele beschweren sich halt nur falls der Irrtum zu ihren Lasten geht. Das eine Gesellschaft - und es sind momentan viele Franzosen - meinen das sei OK, hat nichts mit Sportlichkeit zu tun, selbst wenn sich Glueck und Pech langfristig gegenseitig ausgleichen. Den Spielern, die einige Jahre gearbeitet haben, um vielleicht ein einziges Mal in ihrem Leben an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen, helfen zukuenftige Fehlentscheidungen wenig. Sie sind persoenlich beraubt worden.

    Es ist nicht viel anderes, als im Supermarkt schweigend und wissend das Geld einzustecken.

    Solange, eine Gesellschaft (in diesem Fall Sportfans) Betrug nicht als das was es ist, denunziert, und bestraft, wird Betrug dazugehoeren. Technik alleine wird daran nichts aendern.

    //thomas

    thomas_kramer21Von thomas_kramer21, am Mo 23.Nov. 17:19

    Missbrauch melden

  18. Mal ein kleines Beispiel zu Irland-Frankreich.... Es war glaube ich EM04 soweit ich mich erinnere, Irland war knapp vor dem ausscheiden, jedoch wurde ein Elfmeter gegeben der wirklich nie und nimmer einer war. Aber niemand hat damals verlangt das der ire zum schiedsrichter gehen sollte. Dasmal vorne weg, Menschen sind so und das lässt sich nicht ändern. Die meisten würden schon zuviel Rückgeld einstecken, dann ists ja noch schwerer auf eine WM zu verzichten dass mal vorne weg.

    Aber mit dem Videobeweis würden diese Diskussionen ENDLICH mal weggeschafft werden, da es doch jeden spieltag fatale fehlentscheidungen gab und meistens ist es halt einfach unmöglich für die schiedsrichter dies zu sehen. Das ist ja das gleiche wie im Tennis, man hat halt einfach eingesehen dass ein Richter einen 200kmh schnellen Ball nicht immer exakt genau sehen kann.

    nicolas.offenVon nicolas.offen, am Mo 23.Nov. 17:30

    Missbrauch melden

  19. Also, was ist das Problem. Lasst uns den Videobeweis einführen. Was würde passieren, wenn der DFB eigenständig den Videobeweis bei Spielen auf seinen Plätzen einführte? Oder sogar mit noch einem anderen Nationalverband? Keine internationalen Spiele mehr? Gelächter! Nicht ohne den grössten europäischen Verband. Oder Doch?

    drab182Von drab182, am Mo 23.Nov. 17:40

    Missbrauch melden

  20. Wie Recht dieser Artikel doch hat. International wird gerne unfair gespielt, es gibt nur wenig Länder wo das wirklich verpönt ist. Leider ist Deutschland eines der Länder in denen man stolz ist hin und wieder unfair zu spielen. Man erinnere sich nur an die WM 2002 als das Land Michael Ballack feierte, der durch ein Foul an einen Südkoreaner Deutschland ins Finale brachte. Ich fand das damals absolut daneben! Die deutsche Presse feierte ihn als Helden.

    insomnia604Von insomnia604, am Mo 23.Nov. 17:42

    Missbrauch melden

  21. Ja genau das ist jedem Spieler und jedem Land schon passiert. Dutzende, nein hunderte spieler schummeln ständig, jeden spieltag, immer und immer wieder und das muss aufhören.
    @thomas_kramer
    ich finde deinen kommentar bereits schon leicht rassistisch. Deine Meinung ist zwar durchaus vertretbar und du hast sie auch höflich geschrieben. Aber es ist völlig unnötig zu sagen den franzosen sei es egal. Vorallem weil es umfragen gab die das gegenteil beweisen und man sowas nie auf eine Masse sagen kann. Bitte bei solchen Sachen einfach erst nachdenken, denn es gibt unzählige Beispiele wo auch wir deutschen geschummelte oder ungerechte Siege gefeiert haben wie z.b. erst in Russland. Wie gesagt das geschiet in jeder Nation, Italien auch bei der WM06.

    Nur würde ich gerne sehen wie die tabellen und meisterschaften aussehen würden ohne fehlentscheidungen, ich denke da gebe es rieeeesige unterschiede, Barcelona z.b. wäre nicht CL Sieger...

    nicolas.offenVon nicolas.offen, am Mo 23.Nov. 17:52

    Missbrauch melden

  22. Videobeweis wäre Symptombehandlung. Es würde nicht fairer gespielt, um "dem Geist der Regeln" zu entsprechen, sondern lediglich um Sanktionen zu umgehen. Der Idee des Fair Play kommt man so nicht näher. Die Ursache bleibt unangetastet.

    beckertmichaelVon beckertmichael, am Mo 23.Nov. 17:55

    Missbrauch melden

  23. g733963 .. sowas kann man nicht tun.. im tennis werden manchmal hoffnungslose hockeyes genutzt.. da man sie meistens gar nicht alle braucht.. der schiedsrichter sollte eig. selbst so ehrlich sein & das spiel unterbrechen.. wenn er etwas nicht gesehn hat.. .. in manchen fällen seeehr sinnvoll..
    doch vergiss nicht.. Abseitsstellungen müsste man demnach ausspielen lassen... :S .. & da ist der Hacken...
    Die Regelung müsste demnach angepasst werden.. beispielsweise nur bei Foul & Elfmeterszenen sowie Tätlichkeiten dürfte der Videobeweis genutzt werden...
    Was aber... wenn die eine Manschaft einen Elfer dank Videobeweis bekommt & die andere Manschaft ein Abseitstor nicht bekommt das eigentlich regulär gewesen wäre?!
    Das Thema also ist enorm kritisch zu betrachten.. trotzdem muss die FIFA über die Bücher! Sowas wie das Frankreich Tor sollte eig. in der heutigen Zeit nicht möglich sein!

    binggeli91Von binggeli91, am Mo 23.Nov. 17:58

    Missbrauch melden

  24. Auf CNBC habe ich einen Bericht gesehen über das Frankreich-Spiel. Danach fragte der Nachrichtenmoderator den Sportfachemann sinngemäß: Wir leben im jahr 2009, warum gibt es sowas wie den Viedeobeweis nciht auch beim Fußball???

    bagdad187Von bagdad187, am Mo 23.Nov. 18:09

    Missbrauch melden

  25. ob mit oder ohne videobeweis,für diese unsportlichkeiten kommen nur lange sperren in frage.
    allerdings ist der videobeweis im fussball schon lange überfällig, denn dann würde jede unsportlichkeit
    sofort augeklärt und man brauchte nicht mehr den fernsehbeweis .

    haraldfellVon haraldfell, am Mo 23.Nov. 18:10

    Missbrauch melden

  26. Fairplay im Fussball? Gerne aber dann bitte den Fussball allgemein wieder härter machen,kann nicht sein,dass jeder kleine Zupfer am Trikot und jedes Trittchen gepfiffen wird,aber solche Fouls dann übersehen werden.
    Back to the 70s

    chense123Von chense123, am Mo 23.Nov. 18:24

    Missbrauch melden

  27. Ich muss all den Henry-Kritikern eine Frage stellen: Wärt ihr zum Schiedsrichter gerannt? In einem Spiel, in dem es um alles geht und in dem du hinten liegst, vielleicht danach kein Tor mehr schießt und nach Elfmeterschießen verlierst? Meint ihr wirklich, Henry wäre in Frankreich als "fairer" Held gefeiert worden? In einem Land, in dem Patriotismus etwas gant anderes bedeutet, als in Deutschland? Nein, hier "Fairplay" einzufordern, ist doch absolut heuchlerisch! Auch von Sigi! Ich glaube kaum, dass er sich freuen würde, wenn ein deutscher Biathlet auf einen Konkurrenten wartet, der unglücklich gestürzt ist..
    Und zum Thema Videobeweis: Ich weis wirklich nicht, wo das hinführen soll. Man stelle sich vor, das von einigen vorgeschlagene Modell aus dem Tennis würde tatsächlich eingeführt werden..
    Beispiel: Eine Mannschaft fordert den Videobeweis an. Dann entscheidet der Schiedsrichter (es ist immer noch der Schiedsrichter, der entscheidet), dass die Mannschaft falsch liegt, weil selbst bei den TV- Bildern keine Klarheit herrscht (ich denke an da an unzählige Abseitssituationen, die in beide Richtungen entschieden werden können). Dann kann die Mannschaft keinen in dieser Halbzeit keinen Videobeweis mehr anfordern. Was passiert aber, wenn ein Spieler des Gegners in dieser Halbzeit eine Tätlischkeit außerhalb des Blickfeldes vom Schiedsrichter begeht? Heißt das dann: Pech gehabt?!
    Normalerweise müsste man den Mannschaften, wenn man es gerecht regeln will, jederzeit die Möglichkeit geben, den Videobeweis anzufordern. Dann kann ich euch aber versichern, dass nach jedem kleinen Foul der Spieler zum Schiedsrichter rennt und die TV-Bilder sehen will. Das kann nicht die Lösung sein. Sigi stellt sich das natürlich ganz einfach vor, weil es ja in anderen Sportarten auch geht, aber hier zeigt sich wieder einmal, dass er es einfach nicht ertragen, dass der Fußball eine solch große Stellung in Deutschland einnimmt. Er zeigt mit erhobenen Zeigefinger auf die bösen Fußballer, die ja immer eine Extrawurts bräuchten. Dabei gibt es für sie allerhand gute Gründe, die Alleinstellung ihres Sports aufrecht zu erhalten. Fußball ist nicht Hockey, nicht Tennis, nicht Basketball. Fuball ist Fußball. Deswegen wäre ich ja auch sehr für den Chip im Ball: Denn der schafft Klarheit über das, worum es Fußball wirklich geht: Über Tor oder Nicht-Tor

    alex_bvbfanVon alex_bvbfan, am Mo 23.Nov. 18:30

    Missbrauch melden

  28. Es ist nicht richtig, dass ein Video Beweis mehr Zeit in Anspruch nimmt. Die Rudelbildung
    würde fast vollständig unterbleiben, es gäbe massiv weniger Fouls, veringerung von
    Verletzungen, Schiedsrichter würden plötzlich deutlich besser sehen.
    Die Wettbetrüger hätten es erheblich schwerer. Trotz all dieser Vorteile sperrt sich der DFB,
    was sind seine Beweggründe. Die Behauptung die Fifa verbietet es stimmt nicht, wurde von
    der Fifa schon angewand, sogar schon vom DFB, aber nur wenn es ihm passte.

    arnozurawskiVon arnozurawski, am Mo 23.Nov. 18:37

    Missbrauch melden

  29. Ich möchte noch hinzufügen, dass ich es schwachsinnig finde, jede unfaire Aktion zum Anlass zu nehmen, Sportlern generell den Fair-Play-Gedanken abzusprechen. Raphael Schäfer wird für seine Tätlichkeit mit Sicherheit noch gesperrt werden. Das ging vielen anderen auch schon so. Wenn der Schiedsrichter eine Situation anders bewertet als die Masse der Fans, muss die Masse noch lange nicht richtig liegen. Im Fall Henry hat der Schiedsrichter eben entschieden, dass es kein absichtliches Handspiel war,. Ob er das mit einem Videobeweis anders entschieden hätte, weiß niemand von uns. Da müssten wir schon ihn fragen. Und die meisten Schiedsrichter in Deutschland sind eben genau deshalb gegen den Videobeweis, weil sie nämlich ihre Entscheidungen nach ihrem eigenen, fachlichen Ermessen treffen wollen, ohne von einem techn, gerät beeinflusst oder eben berichtigt zu werden. Wie soll der Respekt gegenüber Schiedsrichtern bestehen bleiben, die auf techn, Hilfsmittel angewisen sind? Und was hat das noch mit Fair-Play zu tun?

    alex_bvbfanVon alex_bvbfan, am Mo 23.Nov. 18:38

    Missbrauch melden

  30. Ein super Beispiel für einen Videobeweis stellt der Cricket Sport dar. Dort gibt der Schiedsrichter bei schwer zu entscheidenden Situationen ein Zeichen an einen Oberschiedsrichter (sog. 3rd Umpire) der dann eine Entscheidung aufgrund der Fernsehbilder fällt. Das ganze Prozedere dauert bei einem Eingespielten Schiedsrichter Team keine 15 Sekunden. Und diese 15 sec. sind definitiv weniger wie 2 Minuten Rudelbildung!!
    Ein Videobeweis ist möglich, und zwar ohne zu sehr auf den natürlichen Spielfluss einzugreifen. Leider ist die Welt des Fußballs eine extrem konservative.

    Sportlicher Gruß

    herr.th80Von herr.th80, am Mo 23.Nov. 18:50

    Missbrauch melden

Kommentiere diesen Artikel

Bitte Anmelden um einen Kommentar einzutragen