Mo 12.Okt. 11:32
Sind wir jetzt nicht alle froh, dass unser Leben wieder das wunderbare Maß der Normalität bekommen hat. Der gewohnte Tagesablauf bestimmt wieder unseren Rhythmus, der in der vergangenen Woche ja total durcheinander geraten war. Wir wurden täglich auf das Spiel der Spiele in Moskau eingestimmt. Im Morgenmagazin, in der Abendschau, in den normalen Nachrichten, in allen Internetforen und normal bedruckten Zeitungsseiten. Noch gar nichts war passiert und trotzdem konnte keine Nachricht ohne Fußball sein.
Dass dies längst keine Nachrichten mehr sind, ist klar. Spekulationen, Mutmaßungen, Meinungen. Hinweise und natürlich: Werbung in eigener Sache. Frühzeitig will man die Zuschauer binden, sie auf ein einzigartiges Ereignis einstellen. Im Sport ist das möglich. Sonst nie, weil sich Naturkatastrophen oder die Vergabe von Nobelpreisen nicht vorhersagen lassen. So dauert ein Fußballmatch von derartiger Bedeutung wie jenes in Moskau sieben Tage. Mindestens. Wer spielt hinten, links, rechts, vorne? Wir lernten alles über Kunstrasen, dem Belag der Zukunft. Und nach einigen Tagen wussten wir mehr. Adler im Tor, Neuer auf der Bank, Wiese auf der Tribüne, Enke vor dem Fernseher. Adler flieg.
Joachim Löw nicht mehr der Jogi
Deutschland hat gewonnen, die Torwartfrage ist gelöst. Und sonst. Ein stolpernder Stürmer, eine halbe Chance aber ein ganzes Tor. Ein gut funktionierendes Mittelfeld, eine abgeklärte Abwehr, ein übereifriger Debütant (aber immerhin sehr mutig, ihn spielen zu lassen) und ein Trainer, der das Sommermärchen vor drei Jahren nutzte, um eine neue Mannschaft um den ewigen Strippenzieher Ballack aufzubauen. Das ist die größte Leistung von Joachim Löw, den wir jetzt nicht mehr Jogi nennen sollten. Er ist doch erwachsen geworden im Lauf der vergangenen Jahre.
Gut, er ist kein Paradiesvogel, was schon die Kleidung zeigt. Schwarz, elegant, zurückhaltend kreiert Löw seinen eigenen Stil, was ihm einige lukrative Werbeverträge eingebracht hat, die ich ihm und Sie bestimmt auch, von Herzen gönnen. Er hatte es nie besonders leicht nach Klinsi. Sportdirektor Matthias Sammer in Diensten des Deutschen Fußball-Bundes ist nicht unbedingt sein Busenfreund. Die vorzeitige Qualifikation für Südafrika wird Sammers ganz geheime Hoffnungen, eines Tages doch noch Bundestrainer werden zu können, für lange Zeit auf Eis gelegt haben. Sammer flog auch gar nicht erst nach Russland, sondern ganz diensteifrig nach Ägypten, wo der deutsche Nachwuchs (U 20) das Viertelfinale gegen Brasilien bestritt - und verlor.
Es gibt Sportarten außer Fußball
Kein Grund zur Sorge. Die Mannschaft von Horst Hrubesch hat Charakter gezeigt und Pech gehabt. Aber an diesem Wochenende war es wichtiger, dass Fortuna der Nationalmannschaft zur Seite stand. Es ist zu verkraften, dass sie die nachrückende Generation deshalb etwas vernachlässigte, wie auch der Sport außerhalb des Fußballs in den vergangenen Tagen wirklich nur ein Schattendasein führte. Aber die Aufholjagd hat begonnen. Die Kunstturner (leider ohne Hambüchen, der sich in London beim Training am Boden verletzte und nicht starten kann) ermitteln demnächst ihre Weltmeister und Maria Riesch und Katrin Hölzl sind übernächste Woche beim alpinen Ski-Weltcup in Sölden im Einsatz.
Ich sage ihnen das schon jetzt auf diesem Weg und beginne also mit einer Nachricht, die gleichzeitig auch Werbung in eigener Sache ist, weil wir die Rennen live übertragen. Es ist das Wochenende mit dem 24. und 25. Oktober. Es wird ein Riesenslalom ausgetragen. Und weil Sie es bestimmt schon vergessen haben: Riesch und Hölzl sind aktuelle Weltmeisterinnen. Die deutschen Fußballer haben sich erst für ihre Titelkämpfe qualifiziert - nicht mehr und nicht weniger.
...aber sein Deutsch ist schrecklich. Kann der Mann eigentlich grammatikalisch klare und verständliche Sätze formulieren? Wer die Wörter "hier jetzt eben auch", so wie hier geschrieben, hintereinander in einem Satz sagt, sollte sein Deutsch nochmal überprüfen lassen. In jedem Satz bringt er das Wort "auch" (als "au" gesprochen) mehrfach ohne sinnvollen Bezug zum Thema. Die Interviews mit ihm sind ein einziges Gestammel.
zilz90loz7lö
1. Einmal Jogi immer Jogi!
2. Es ist ein akzeptabler guter Job die Quali zu schaffen. ( viel mehr nicht, immerhin ist das TEUTSCHLANT, wir sind immer noch qualifiziert gewesen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!)
3. Das Mittelfeld hat bestenfalls die Qualität von brauchbar. Ballak war aktiv, ( aber nur in den 25% wo Deutschland den Ball überhaupt hatte - und dann für gerade 25 sekunden )
Schweini ist technisch immer noch mies, Die Stürmer stehn nur herum.
Eigentlich liegt meine Hoffnung auf Özyl, der ist besonders.
ach siggi,für dich wär's auch an der zeit in ruhestand zu gehen...
Der Artikel gefällt!
Auch wenn man kein Problem mit dem Namen Jogi haben sollte?!
Er ist immer noch der Alte.
Aber hallo, ich finde Jogi hält sich viel zu sehr sprachlich zurück. Das klingt ja fast wie Hochdoitsch (ein Dialekt der in der Gegend um Hannover gesprochen wird).
Alle Achtung Herr Löw, Sie haben die Russen frühzeitig gestört, Sie haben Ihnen die Durchschlagskrafr genommen, das Siegtor war genial, der Özil konnte den russischen Torwart nicht bezwingen, also hat er ihn ausgespielt, der Klose ist für dieses eine Tor immer gut.
Herr Ballack und Herr Schweisteiger habenn sehr gut gespielt- und unser Adler hat diesen Namen verdient, er erinnerte mich an ToniTurek- dieser Teufelskert hat auch alles gehalten....
Wir wünschen Euch in Südafrika viel Glück, und viel Spielwitz, da warschon einiges zu sehen, eben die Handschrift vonn Herrn Löw, Schwarzwälder Badenser eben- die haben ihren eigenen Dialekt.
Wir mögen ihn sehr, natürliche, ehrliche Menschen
Grüße aus dem Fischbachtal, K.P. Thiel
@ kettenblatt
Ist der Löw Deutsch- oder Fußballlehrer? Eben!
Und wir Badener sind "hier jetzt eben auch" nicht "die wo mit der Hochsprache immer so geschickt sind". Aber wir sind verdammt clever! Siehe Joachim Löw.
@3 "özyl",sehr witzig, auch wenns denn aus versehen war
kein trainer dieser welt kommt auch am modestil löws vorbei(so erkältet man sich bei 3grad im schatten auch nicht)
rhetorisch besser als ballack und poldi zusammen bzw auch alleine
taktisch hochklassisch italienisch:hinten mauern und vorne hilft der liebe gott(wollte özil nicht aufs tor schießen?)
man muss jogi auch zugute halten, dass er klose statt gomez eingesetzt hat-gomez hätte den ball entweder drüber oder zum einwurf geschossen.
sind bei der herrenkonkurrenz der alpinen dieses jahr auch deutsche dabei?
Och Siggi, aus sicherer Quelle weiss ich zufällig das Eurosport sicherlich nicht der einzige Sender ist der Ski alpine überträgt! Aber gewiss ist dieser Sender der einzige der nochimmer in 4:3 sendet..
Ich würde mir auch die Schach-WM in voller Länge reinziehen, wenn Sigi Heinrich sie kommentierte...
Löw ist so klüg wie ein brett
Der Jogi ist immer noch ein relativ erfolgloser Trainer, der überall wo er hinkam, sehr schnell wieder gegangen worden ist! Kann man sehr gerne bei Wikipedia nachlesen.
1. Ich hoffe, Sigi noch ganz, ganz lange NICHT in den Ruhestand geht. Eiskunstlaufen ohne Sigi - was für ein Alptraum!
2. @ kettenblatt: Schon mal was vom Unterschied Umgangssprache und Schriftsprache gehört? Umgangssprache ist das, was wir alle beim Reden benutzen. Je nach Herkunft dann auch ggf. mit Dialekt, wie im Fall von Löw. Hier gelten nicht die üblichen grammatikalischen Regeln, wie sie in der Schriftsprache angewandt werden (sollen). Deswegen ist Löws Sprache vielleicht nicht unbedingt schön anzuhören, aber auch nicht falsch. Anders sind die vielen "Verbrechen" in der Schriftsprache zu beurteilen. Und da sträuben sich mir beim Lesen vieler Kommentare im Internet die Nackenhaare.
Interessant, die Löw Kritiker sind sehr verstummt. Was ist los ihr Deppen?
Gebt ihr endlich Ruhe?
Wir können eben alles auser Hochdeutsch
))
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