Mo 28.Sep. 13:23
Es war schwierig, sich auf den Sport zu konzentrieren an diesem vergangenen Wochenende. Deutschland hat gewählt. Das ist allemal wichtiger als der ganze sportliche Zauber, der uns ständig umgibt, zumal sich die Sportszene hierzulande auch noch ständig mit fremden Federn schmückt. Deutschland boxt, will man uns medial übergreifend immer dann deutlich machen, wenn Vitali Klitschko in den Ring steigt. Er hat zwar den US-Amerikaner Cristobal Arreola vermöbelt aber das war, das stellen wir mal klipp und klar fest, ein ukrainischer Erfolg und tangiert uns eigentlich nicht. Lediglich die Tatsache, dass die Klitschkos deutsche Schokoriegel essen und von deutschen Promotern vermarktet werden - das indes sehr clever - gibt den Kämpfen der Klitschkos eine leicht deutsche Note. Mehr eigentlich nicht. Also war das eine Randnotiz.
Bei Sebastian Vettel liegt der Fall schon anders. Gut, den Renner, den er fährt, sponsert eine österreichische Limonadenfirma mit asiatischen Wurzeln (vermutlich sogar im wahrsten Sinne des Wortes), aber das kennen wir ja schon seit Schumis Zeiten, dem man stets verziehen hat, dass er nach Renault (Frankreich) bei Ferrari (Italien) unter Vertrag stand. Das Land mit der freien Fahrt für freie Bürger (und nach der Wahl bleibt das so) tut sich noch immer schwer, eine schlagkräftige Einheit aus einheimischem Piloten mit hierzulande komplett aufgestelltem Auto zu bilden. Und im nächsten Jahr fehlen auch noch die Münchner Boliden, was irgendwie schon schade ist.
Politiker haben es leichter als Trainer
Ach ja, Vettel kann zwar in dieser Saison nicht mehr Champion werden, aber dass er schnell ist, hat er wieder bewiesen. Leider auch in der Boxengasse, und das wird jetzt nicht so gerne gesehen. Dann rückte die erste Hochrechnung immer näher und Lucien Favre fiel immer tiefer. Beinahe zeitgleich mit dem Erfolg der Kanzlerin, die in Berlin weiter regieren kann, stürzte der Schweizer Trainer der Hertha in ein tiefes Loch. Eine Umfrage bei den Fans würde ihn nicht in die Opposition schicken, sondern in die Wüste. Favre verliert im Pokal und in der Liga und ist noch immer in Amt und Würden. Das ist fast ähnlich wie bei Kanzlerkandidat Steinmeier, der das schlechteste SPD-Ergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik eingefahren hat und der als Loser jetzt Fraktionsschef werden soll.
Bei Steinmeier könnte das sogar funktionieren, aber als Politiker kann man bei geschicktem Taktieren seine Machtfülle einigermaßen verteidigen. Als Fußballtrainer helfen keinerlei Argumente, nur Punkte und Siege. Favre würde vielleicht schon ein Unentschieden geholfen haben, aber auch das kam ja nicht zustande. Viele Tische werden in Berlin in dieser Woche besetzt sein. Runde Tische, an die man sich setzt, um zu analysieren, zu beraten, um Weichen zu stellen, Ämter zu vergeben und Programme auszuarbeiten. Einer davon steht abseits des politischen Geschehens auch bei der Hertha. Und wenn der Fußball seinem normalen Rhythmus folgt, wird am Tisch des Berliner Fußballklubs bald ein Stuhl frei sein. Im Gegensatz zu Steinmeier wird Favre allerdings nicht in eine weiche Oppositionsbank fallen.
Anmerkung der Redaktion: Der Blog wurde am Vormittag vor der Entlassung von Lucien Favre erstellt.
@Autor: Loser schreibt man mit einem o
Steinmeier und Favre miteinander zu vergleichen ist etwas zu weit her geholt. Pointiert geht anders, sehr geehrter Herr Heinrich.
Jaaaaaaaaaaaa !!! das sehe ich genauso !
@marvinbetz1990: finde ich nicht, passt sogar sehr gut. laß man heute allenthalben in berliner medien.
Wieso passt doch eigentlich gut zusammen.
Sind zumindestens beide absolute Versager.
Schumi´s erstes Team hieß Benetton, er fuhr seinen ersten Titel mit einem Fordmotor, seinen zweiten Titel mit einem Renaultmotor ein. Benetton wurde später von Renault übernommen. Aber erst nach seinem Weggang zu Ferrari.
Schumi selbst war nie bei Renault unter Vertrag.
Bitte besser recherchieren.
Favre & steinmeier...sehr guter Vergleich.
Beide wirtschaften einen Verein in die 2 Liga ab.
Schade das man Steinmeier nicht auch nach 1 Monat rauswerfen konnte
HEINRICH ist - zumindest in diesem Fall - kein passender Vergleich
eingefallen. M.E. dummes Geschwätz. Im übrigen halte ich sowohl Favre als
auch Steinmeier für qualifizierte Leute; es lief nur nicht gut für beide.
Komplett falsch ist die Behauptung "Deutschland hat gewählt". Fast 30 % haben nicht gewählt.
Also mehr Menschen haben nicht gewählt, als CSU oder Grüne oder Linke oder FDP oder SPD gewählt haben.
Fast genau so viele Menschen haben nicht gewählt, als Menschen Grüne, Linke und FDP zusammen gewählt haben.
Das finde ich nicht lustig. Anderswo sehnen sich die Menschen danach, frei wählen zu dürfen - hier haben fast ein Drittel der wahlberechtigten Bevölkerung keinen Bock mehr zu wählen. Und das ist nicht nur Faulheit; nein das ist ein Stück weit durchaus der ewigwährenden Vera-r-schung zu verdanken, der wir von vielen (von uns gewählten) Mandatstträgern ausgesetzt sind.
Es herrscht KEINE Politikverdrossenheit, alleine diese Behauptung ist schon eine manipulierende Lüge.
Es herrscht eine POLITIKSEHNSUCHT!
Hört endlich auf, um Eure Posten zu schachern, hört ENDLICH auf, uns mit Halbwahrheiten, durchsichtigen verlogenen Versprechungen für dumm verkaufen zu wollen, gebt ENDLICH Fehler zu statt Euch zu streiten wer wo welchen Posten bei welchem ach so wichtigem Ausschuß besetzen darf und wer x Millionen mal eben flott in der Schweiz versteckt.
Jaja, wir Wähler sind vergeßlich.. Pustekuchen!! Wir sind saunachtragend; insbesondere wenn wir von "Vorbildbürgern", unter denen nachweislich einige mit nicht geringern krimineller Energie gehandelt haben/handeln sich erdreisten, willkürlich wechselnd Teile des Volkes maßregeln zu wollen.
@oddhoo
Mal ehrlich, wenn Sie so über Politik schimpfen und sich Politiksehnsucht wünschen, warum engagieren Sie sich dann nicht selber in Politik und bringen Ihre Interessen durch. Aber das ist wieder typisch Deutschland. Meckern und Besserwissern können Sie alle, aber machen wills dann niemand. Kein Wunder das niemand Politiker werden will, einen noch schlechter angesehenen Job gibt es in Deutschland ja auch nicht.
GEGENBAUER RAUS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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lieber siggi
dein wochende wars eigentlich auch nicht unbedingt!
die schwarzen haubentaucher im freistaat,nix gscheits darissen,
der bayrische fussball nur klatschen gekriegt,und auf der wiesen hast wahrscheinlich nur schlecht eingschenkte massen gekriegt.
wenigstens hat dei magdalena ,wieder zeigt wo der hammer hängt,auch wenns nur a b-weltgmeisterschaft war.
zu 13: Sehe ich genauso! Ich weiß zwar nicht, wer die Redakteure hier auswählt, aber sie sollten zumindest die Rechtschreibung beherrschen. Dieser Artikel toppt ja alles! Favre und Steinmeier in Zusammenhang zu bringen und eine derartige Story zu konstruieren ist schon bemerkenswert. Herr Heinrich: Lassen Sie es einfach!!! Und der Chefredaktion rate ich, besser auf die Berichte zu schauen.
Trennen wir doch bitte endgültig den SPORT von der POLITIK. Wenn ich über Politik diskutieren möchte, dann geh ich nicht auf Eurosport.
pisato girl, wo nimmst du das phantastische wissen denn her, ich würde mich nicht engagieren?
deine vorverurteilung nenne ich nun weder typisch weiblich noch sonst was - wie Du es Deinerseits tust, in dem Du unterstellst, Meckern und Besserwissern sei typisch deutsch.
Es ist nicht dringend nötig, daß Kommentare hier den Artikel vom Niveau her unterbieten.
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