Sigi Heinrich

Sigi Heinrich

Dem Tief folgt das Hoch

So 23.Aug. 18:47

Berliner Olympiastadion feature

Vorbei. Aber damit das klar ist. Vergessen? Nie. Diese Weltmeisterschaft in Berlin hat wieder richtig Mut gemacht. Die Leichtathletik, die große olympische Kernsportart (zumindest sieht sie sich gerne so), hat ihren schleichenden Niedergang gestoppt und das ist in erster Linie den Zuschauern in der deutschen Hauptstadt zu verdanken, die es nach anfänglicher Zurückhaltung geschafft haben, diesen Titelkämpfen einen unverwechselbaren Charakter zu geben.

Berlin toppt Stuttgart

Als dann auch endlich der Zeitplan am letzten Wochenende passte, nur noch Finals oder Halbfinals (in den Staffeln) auf dem Programm standen, wurden noch Karten gesucht vor dem Eingang des Stadions. Es kann also doch funktionieren, viele Menschen in große Stadion zu locken mit der Leichtathletik, das sollte den noch im Gestern verhafteten Funktionären des Internationalen Leichtathletik-Verbandes jetzt hoffentlich auch aufgefallen sein und spricht deutlich für die Idee einer Vorqualifikation, so dass dann in ausschließlichen Abendveranstaltungen nur noch Entscheidungen oder maximal Halbfinals ausgetragen werden. Nie und nimmer hätte ich diese Begeisterung in Berlin, die international übergreifend war und nicht nur die deutschen Athleten berührte, für möglich gehalten. Es war seit Stuttgart 1993 die beste Weltmeisterschaft. Danke Berlin.

Das werden auch die Sportler sagen, die auf einem wunderbaren Teppich voller Emotionen in eine neue Dimension segelten. Neun Medaillen in allen Farben. Die Leichtathletik hat hierzulande eine Renaissance erlebt, nach nur einem Jahr mit dem absoluten Tiefpunkt in Peking (nur eine Bronzemedaille) Ein Wahnsinn. Neun Medaillengewinner, die zudem noch im besten Alter sind und mehrere Jahre auf dem jetzigen Niveau weitermachen können (Heidler, Harting, Spank, Friedrich) und noch einige mehr, die für die Zukunft Hoffnung machen (Vereina Sailer, Robert Hering, Nadine Müller, Carolin Nytra). Andere wie Christina Obergföll oder der verletzte Sebastian Bayer haben zwar keine Medaillen gewonnen, werden aber auch in der Lage sein, künftig Akzente zu setzen.

Gutes Omen für Barcelona

Glücklich werden jetzt auch die Vertreter des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) sein, die jetzt endlich wieder uneingeschränkt alle Fördermittel aus dem Innenministerum anfordern können. Damit ist nicht nur sportlich sondern auch finanziell das rettende Ufer erreicht worden. Gestärkt wurden aber auch die vielen Zellen der Leichtathletik in Deutschland mit jenen Trainern, die nicht vom Verband bezahlt werden (Bundestrainer gibt es immer noch zuviele). Ohne deren Engagement hätte es nie und nimmer die Erfolge von Berlin gegeben. Die deutsche Leichtathletik hat den Heimvorteil genutzt, weshalb uns vor den nächsten Auftritten in der Fremde nicht mehr bange sein muß. Die Europameisterschaften im nächsten Jahr werden in Barcelona ausgetragen, wieder in einem Olympiastadion. Wenn das kein gutes Omen ist.

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  • Bemerkung1 - 22 von 22
  1. Das Event war sehr schön-aber leider zu kurz.
    Wenn man bedenkt,dass eine Tour de France 3 Wochen dauert,eine Fussball WM 2 Wochen

    Ich finde eine Leichtathletik WM müsste auch 2 Wochen andauern-man müsste den Modus ändern

    es war ein fantastisches Sommermärchen-und nun schon vorbei?

    Traurig ist das!

    tobispitzVon tobispitz, am So 23.Aug. 22:21

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  2. Ich denke, das Positivste waren nicht mal die neun Medaillen, sondern das Alter derer, die für Furore gesorgt haben oder gesorgt hätten (hiermit sind z.B. Sebastian Bayer und Michael Schrader gemeint). Sergei Litvinov, Verena Sailer, Robert Hering, Raul Spank, David Storl und wie sie alle heißen, das ist eine ganze neue Generation an potentiellen Stars, von denen mit SIcherheit viele ihren Weg gehen werden. Es sind nicht mehr vereinzelte Sportler auf die der DLV sich verlassen muss, weil so viele nachkommen. Bis auf die leidigen Mittel- und Langstrecken ist der Nachwuchs fast überall da, ein paar Ausnahmen gibt es natürlich. Ich hoffe wirklich, dass die Athleten jetzt von den richtigen Leuten so gefördert werden, dass nachhaltiger Erfolg vorhanden ist und sie nicht wieder verschwinden.

    Tolle WM in Berlin, danke an das Publikum für unvergessliche Momente und danke an die Athleten für tolle Wettkämpfe. Berlin legt vor, mal schauen ob Barcelona und vor allem Daegu und Moskau, die nächsten beiden WM-Austragungsorte, mithalten können. Großartig!

    tgerschermannVon tgerschermann, am So 23.Aug. 23:06

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  3. Ach ja, fast vergessen: Danke an das ganze Eurosport-Team für fesselnde Übertragungen! :)

    tgerschermannVon tgerschermann, am So 23.Aug. 23:06

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  4. Danke an Sigi Heinrich und Dirk Thiele und das ganze Eurosport-Team für diese tolle Leichtathletik-WM!

    Macht weiter so!!!

    luke.emrichVon luke.emrich, am Mo 24.Aug. 00:12

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  5. Wollte mich auch bei Euch, Dirk Thiele und Sigi Heinrich bedanken für die Übertragungen. Die WM war einfach geil und Euch zuzuhören macht superspaß hat manchmal auch etwas von Comedy, und das meine Ich Positiv. Damit setzt Ihr Euch eindeutig von den Gez-Gebührenvernichtern ab und lockert das ganze auf. Also, die nächsten Events (Golden-League) stehen ja an. Bis dann.

    mduscherVon mduscher, am Mo 24.Aug. 08:12

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  6. Überrascht wurde ich von der Vielzahl unserer Medaillien- unsere Athleten müßten aber genauso bei den Europa-Events über die ganze Leichtathletiksaison auftrumpfen, damit die TV -Übertragungen auch für uns Deutsche interessanter werden.
    Bei "übermächtigen" Leistungen spielt weiterhin der Doping-gedanke eine Rolle
    Fast jeden TV-Abend haben deutsche Athleten die größte, emotionalste Rolle gespielt- das war super!
    Über TV-Übertragung ist sowohl bei den Öffentlichen als auch bei Eurosport nicht zu meckern - bis auf ARD gestern zum Marathonlauf: dort hatte man sich zwar auf "Mocki" fixiert---- aber am Ziel wurde sie nicht live gesehen------ Die nachfolgenden Sendungen hatten VORTRITT, wobei man höchsten 2-3 Minuten bis zum Zieleinlauf noch warten mußte, und es wurde abgeschaltet: TOLLER SERVICE von ARD! Danke!

    enricorandtVon enricorandt, am Mo 24.Aug. 09:57

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  7. @ tobispitz
    Finde das überhaupt nicht schlimm. In der Kürze liegt die Würze. Gerade bei der Leichtathletik finde ich es spannend, so viele verschiedene Disziplinen gleichzeitig zu sehen. Das gibt dem ganzen diesen Sportfest-Charakter, also etwas erfrischend Bürgernahes und Unkompliziertes. Aber natürlich finde ich es auch schade, dass es schon wieder vorbei ist.

    peterschmidt74Von peterschmidt74, am Mo 24.Aug. 10:46

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  8. ...eine Fußballwm dauert sogar 4 Wochen (@tobispitz)

    felixw1993Von felixw1993, am Mo 24.Aug. 10:51

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  9. Ich sage nur DANKE für diese WM. Ich selbst war an zwei Tagen im Stadion war richitg begeister!
    Was allerdings nicht sein kann, ist dass Eursoprt bei einem solchen Ereignis die Fernsehbilder imme rnoch einfach an den Rändern abschneidet, anstatt wie bei Eurosport 2 in 16:9 zu senden!
    Ich hoffe dass sich dies bis zu den Olympischen Spielen ändert!

    kaiserchrVon kaiserchr, am Mo 24.Aug. 11:01

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  10. das wundert mich auch, dass eurosport immer noch alles in 4:3 ausstrahlt. naja mich störts nicht mit meinem alten röhrenfernseher :)

    krokuddeelVon krokuddeel, am Mo 24.Aug. 13:01

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  11. Ja, bis zum nächsten mal. Nur ich bin dreizehnter!?!

    torstenmeierVon torstenmeier, am Mo 24.Aug. 15:50

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  12. klasse wm, war sehr interessant.wenn man bedenkt welchen stellenwert leichtathleten im vergleich zu fußballer haben, waren und sind ihre leistungen sehr sehr stark. weiter so, damit die leichtathletik nicht im schatten anderer sportarten verkümmert.

    sujan3838Von sujan3838, am Mo 24.Aug. 16:48

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  13. Neun medaillen, zwei Gold. 83.5 millionen Menschen wohnen in Deutschland.
    Dreizehn medaillen, sieben Gold. 2.5 millionen Menschen wohnen in Jamaika.
    Deutschland war nicht erfolgreich. Deutschland war erfolgreich in die vergangene Jahren 1960 - 1996. Deutschland ist nicht mehr an die Weltspitze.

    wolfram58Von wolfram58, am Mo 24.Aug. 22:49

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  14. @13 Das meinst du doh nicht im ernst, oder?

    stefan_1183Von stefan_1183, am Di 25.Aug. 11:38

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  15. Diesen Artikel kann man direkt einmal lesen. S.Heinrich für sich allein
    wäre ja o.k., aber im Verbund mit Dirk dem Peinlichen ??

    wsprichVon wsprich, am Di 25.Aug. 13:24

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  16. @wolfram58
    Hmm ... vielleicht solltest du auch betrachten, dass in Jamaika Leichathletik eine der Kernsportarten schlechthin ist. Ich bezweifle, dass Jamaika "uns" ins Sachen Fußball, Volleyball, Badminton, Tennis, Tischtennis, Basketball, Hockey, Rudern, Fechten, Handball, Kanu, Schwimmen, Wintersport ... auch nur ansatzweise "etwas vormachen können". In der Leichtathletik (und dort ja eigentlich auch nur in den Laufdisziplinen) können sie es dann halt, weil sich die "Spitzensportler" unter den 2,5 Millionen Menschen halt auf wesentlich weniger Sportarten verteilen. Platz 6 im Medaillenspiegel zeigt doch, dass Deutschland bei dieser WM durchaus zur Spitze gehörte. Eine insgesamt wirklich schöne Meisterschaft, die unheimlich Spaß und Freude bereitet hat.

    steftedVon stefted, am Di 25.Aug. 13:33

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  17. Manchmal lief doch einiges Parallel wo ich gerne beides(oder sogar 3 Sachen gleichzeitig) gesehen hät.
    Da ist man halt sehr von der Übertragung abhängig (war manchmal sehr stark am zappen^^ oder nen 2. Fernsehr mit Ton-Aus bei ARD/ZDF...mist jetzt ist zu spät :D ...ESP hat halt mehr Läufe gezeigt, ARD/ZDF eher Technik ).
    Oder ich hät wohl ins Stadion fahren müssen, aber leider zu weit weg/teuer :(

    atomizer301Von atomizer301, am Di 25.Aug. 14:54

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  18. eine Fussball WM dauert 4 wochen ;-)

    tobias_altstadtVon tobias_altstadt, am Mi 26.Aug. 16:13

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  19. Ich würd das gerne direkt an Sigi oder Dirk schicken, finde aber keine Möglichkeit, deswegen (auch) hier!
    Habe alle LA-WM-Übertragungen (Vorm. und Ab.) bei ES gesehen. Hab mich immer wieder über die Beiden amüsiert, auch wenn sie (hpts. Dirk) manchmal weniger auf den PC, besser mehr auf das Live im Stadion achten hätten sollen. Ich möchte jedoch hier auch Kritik äußern: Was soll diese sog. Chronistenpflicht? Ich möchte in techn. Bewerben (auch wenn nachgeliefert) selbst schätzen können, mitfiebern (z.B. Hochsprung) schafft er/sie es? Wie weit ist der Wurf/Stoß? Alles wurde radiomäßig vor den Bildern (man weiß, dass sie nachgeliefert werden) kommentiert. Toll Weitsprung Frauen. Ah, das sind jetzt die 7.10m, Gähn! Muss das sein? Eine Aufzeichnung Skispringen, bei der der Komm. aus Chronistenpflicht sofort die ersten Drei nennt, was wäre das? Gestern in Zürich, Hochsprung! Was soll das? Sigi zu Dirk: Willst Du den Zuschauern nicht sagen, wie es im Hochsprung steht? Soll das jetzt immer so laufen? Mir wird damit in den techn. Bewerben jegliche (Zuschauer)-Spannung genommen! Wenn's sicher nicht gezeigt wird, kann man's immer nachliefern! Angst davor, dass die Leute umschalten auf ÖR? Ein ES-Fan macht das sowieso nicht! Grüße an die besten (manchmal nervenden) Kommentatoren, Gerhard

    gesy08Von gesy08, am Sa 29.Aug. 09:37

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  20. Auch ich finde die Art, wie der Hochsprung in Zürich aufgearbeitet wurde, unzureichend. Es ist zwar natürlich nicht möglich, alles gleichzeitig zu zeigen, aber man möchte doch ,wie mein Vorredner schon gesagt hat, mitfiebern. Dies ist aber nicht möglich bei einer einfachen Nennung der Ergebnisse. Dann ist es besser zu warten, bis man die Gelegenheit hat, die Bilder zu zeigen.
    Aber ansonsten finde ich die Art der Herren Thiele und Heinrich wirklich hervorragend und amüsant umd kann nur sagen: weiter so!

    m.becker38Von m.becker38, am Sa 29.Aug. 17:30

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  21. Manchmal liegt auch in der Kürze die Würze.
    Klar war die Wm super!
    Ist auch für die deutschen Athleten gut gelaufen. Besser als ich erhofft hatte.
    Statt mosern ein Dank für die schoene Zeit!!!!!

    tweety091285Von tweety091285, am Mo 31.Aug. 19:15

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  22. Hallo, die Freude über die Wiedergeburt der Leichtathletik als attraktives Angebot an ALLE Sportinteressierten teile ich. Das sollte freilich nicht den Blick auf dringend notwendige Reformen und Modifizierungen im Wettkampfablauf verstellen, die ja auch von Dir zu Recht angesprochen wurden.
    Der Mehrkampfabschluss ist ein schlechter Witz, hier hat der Langlauf mit der Gundersen-Methode die richtige Vorlage für einen transparenten und spannenden Wettkampfabschluss geliefert.
    Im Sinne der Straffung der Wettkämpfe könnte man darüber nachdenken, die Teilung in Vor- und Endkämpfe abzuschaffen und nach der Qualifikation direkt zum Endkampf weiterzugehen.
    Und das weltweite Ungleichgewicht in Sachen Dopingkontrollen bleibt ein Riesenproblem.
    Doch im Ganzen war das sicher eine tolle Veranstaltung, auch, wenn die Werbung im Vorfeld nicht ausreichend war und die Preise auf den "billigen Plätzen" viel zu hoch.

    andrasch9Von andrasch9, am Di 15.Sep. 21:32

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