Sigi Heinrich
  • Legenden in England

    Schön langsam wird das Feuer unter den Raketenantrieben so richtig heiß. Der Countdown läuft. Ich komme wie ferngesteuert auf das Lied von Peter Schilling. "Völlig losgelöst, von der Erde." Der Planet Fußball bestimmt unseren Rhythmus, bestimmt unser Leben. Wembley heißt das Ziel und es vergeht kein Tag, an dem nicht auf das große Finale der Champions League hingewiesen wird. Überall. In allen Medien.

    Tornados und Vulkanausbrüche

    Es gibt kein Entrinnen. Tornados und Vulkanausbrüche, Terror im Irak und in Syrien. Richtige Raketen, die aus Nordkorea abgefeuert im japanischen Meer landen.

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  • Ach ja. Es ist schade. Nicht tragisch, nicht fürchterlich, nicht weltbewegend. Aber sehr, sehr schade. Jupp Heynckes hört also auf. Zumindest ist der Öffentlichkeit nichts anderes bekannt, obwohl ich irgendwie das Gefühl nicht los werde, dass da noch etwas im Busch ist. Aber gehen wir einfach mal davon aus, dass nach dieser Saison sein Name tatsächlich nicht mehr mit einer aktuellen Fußball-Mannschaft in Verbindung gebracht wird. Das wäre dann, ohne Pathos, eine Zeitenwende.

    Denn Trainer wie Heynckes oder Alex Ferguson waren Autoritäten, die Kraft ihrer Persönlichkeit ihre Umgebung und ihre

    Weiterlesen »Von Heynckes in die Hall of Fame!
  • Neulich hatte ich die Ehre – und ein Vergnügen war es auch – eine interessante Talkrunde zu leiten. In Wien. Die österreichische Sporthilfe pflegt bei solchen informellen Treffen ihre Sponsoren und freut sich über regen Zulauf. Es ist, das gebe ich ehrlich zu, äußerst angenehm, wenn Sportdirektoren des österreichischen Ski-Verbandes, unaufgeregt aus dem Nähkästchen plaudern, wenn erfolgreiche Sportler ebenso herzerfrischend ein paar Anekdoten zum Besten geben und wenn sogar der Generalsekretär des Olympischen Komitees in Österreich wie selbstverständlich die Runde belebt. Sie sind in der

    Weiterlesen »Von Liga brummt, Verband geht am Krückstock
  • Uli Hoeneß sei Dank

    Wenn es um Titel geht, um große sportliche Auftritte, dann sind sie da. Politiker aller Schattierungen treffen sich dann, sitzen mitunter sogar auf besten Plätzen einhellig nebeneinander. Und wenn das Endspiel, oft, ja meist im Fußball, nicht gerade in der Nachbarschaft stattfindet, dann fliegt gerne auch eine Maschine der Bundeswehr den Einsatz.

    Es lebe der Sport

    Eine bessere Plattform, um beim Wahlvolk Punkte zu sammeln, gibt es kaum. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist ja schon fast so etwas wie das Maskottchen der kickenden Elite. Sie geht vor einem wichtigen Spiel gerne auch mal in die

    Weiterlesen »Von Uli Hoeneß sei Dank
  • USA: Attentäter von Boston gefasst. China: Verzicht auf Hilfe von außen nach schwerem Erdbeben. Nordkorea: Ein Wahnsinniger treibt sein Unwesen. Syrien: Kein Ende des Konflikts. Die Welt dreht sich wie ein Spielball des Irrsinns. Italien: Der Hoffnungsträger ist 87 Jahre alt.

    Etwas älter schon diese Nachricht. Frankreich: Haushaltsminister Jérôme Cahuzac  bestätigt Auslandskonten.

    Jetzt  können wir endlich mithalten. Deutschland: Der Präsident des ruhmreichen FC Bayern gesteht, Konten in der Schweiz zu haben. Versteuertes Geld zwar, aber eben ohne Kapitalertragssteuer gezahlt zu haben.  Das

    Weiterlesen »Von Hoch mit dem Zeigefinger!
  • Die Angst läuft mit

    London liegt noch gar nicht so lange zurück. Die Olympischen Spiele. London steht kurz bevor. Der Marathon. Am kommenden Sonntag. Und es wird nicht mehr so sein wie in all den Jahren zuvor. Nach dem Bombenattentat in Boston wird sich auch die Welt des Sports mit all ihren Großveranstaltungen ändern.

    Hand aufs Herz: Dachten wir alle nicht immer, dass uns schon nichts passieren wird. Beim Anschlag in Atlanta war ich in der Nähe des Centennial-Parks. Eine Frau kam damals ums Leben, es gab einhundert Verletzte. Wie wir mittlerweile wissen, war das ein Einzeltäter.

    Aber damals wussten wir nichts.

    Weiterlesen »Von Die Angst läuft mit
  • Tom Starke ist Ersatztorhüter beim FC Bayern. Eigentlich auch ein Wahnsinn. Der Mann stünde in jeder anderen Bundesligamannschaft an jedem Spieltag zwischen den Pfosten. Das muss man zwischen den Ohren erst einmal verkraften. So gut wie alle anderen zu sein aber zuhause nicht gut genug. Es scheint so, als verkrafte er das ganz gut. Er weiß schließlich: "Der Kopf gehört auch zum Körper."

    Dieses schöne Zitat, das ihm doch weitreichende Kenntnisse auch seiner eigenen Anatomie zugestehen lässt, gab er zum Besten, nachdem er gegen Nürnberg einen Strafstoß mit eben jenem sensiblen Körperteil

    Weiterlesen »Von Die Haare und Köpfe der Woche
  • Ein paar Meisterschaftsfeiern habe ich mit dem FC Bayern auch erlebt. Ziemlich hautnah, als damals nur ein paar Kollegen über die Münchner berichteten. Es gab noch keine privaten Radio- und Fernseh-Stationen. Auf einer Rückfahrt vom Betzenberg (Kaiserslautern war damals erstklassig) habe ich im Bayern-Bus als Ersatz für Uli Hoeneß dessen Einsatz beim Schafkopf ziemlich leichtfertig verspielt.

    Schon damals hatten die Münchner ein ausgeprägtes Sieger-Gen. Im Trainingslager in Seefeld gewann eine Auswahl von Udo Lattek den Kegelwettbewerb gegen die fleißigen Journalisten. Hans-Wilhelm

    Weiterlesen »Von Besser als zu Kaiser-Zeiten!
  • René Adler bei der 2:9-Pleite in MünchenZwischen den Zeilen gab es viel Aufschlussreiches zu erkennen nach dem Spiel des FC Bayern gegen den Hamburger SV. Lob für den Torwart. Für den HSV-Keeper wohlgemerkt. Er habe, so die überwiegende Einschätzung, ein zweistelliges Ergebnis verhindert. Heißt also im Umkehrschluss: Er hat gut gehalten, hat seine Sache gut gemacht. Wie es drinnen aussieht, wird vermutlich das Geheimnis von René Adler bleiben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer, der für 90 Minuten als Schiessbude der Nation in Erscheinung trat, eine ruhige Nacht verlebt hat, zumal das seine Position in der Nationalmannschaft

    Weiterlesen »Von Ohne Plan ins Desaster
  • Der Champagner spritzte auf die eine und auf die andere Seite. Normalerweise, so sehe ich das jedenfalls meistens, überschütten sich die Kontrahenten mit der edlen Brause, was ich freilich auch als ungeheure Verschwendung sehe. Egal, darum geht es ja eigentlich nicht.

    Fakt ist, dass bei "Red Bull" zwei im Cockpit sitzen, die sich vermutlich nicht einmal aus einhundert Metern Entfernung riechen können. Das Wort Teamspirit gehört sicher nicht zum häufig angewandten Wortschatz von Sebastian Vettel, wie er nachdrücklich bewiesen hat. Mal wieder, sagen diejenigen, die den deutschen Speedkönig

    Weiterlesen »Von Sebastian Vettel wäre schön blöd…

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