Rafael Nadal: Der Spanier verlor in Roland Garros erst eine einzige Partie.
Hallo Tennisfans,
die French Open gehen los. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren gab es jeweils einen, der diese Saison bisher auf Sand dominiert hat. Bei den Herren ist Rafael Nadal der Spieler, den es zu schlagen gilt.
Er hat zum achten Mal in Folge in Monte Carlo gewonnen, zum siebten Mal in Barcelona und zum sechsten Mal in Rom. Dabei hat er zweimal Novak Djokovic geschlagen, der eine Finalbilanz von 7:0 gegen ihn hatte.
Letztes Jahr ist er mit zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen den Serben angereist. Er ist ohne jedes Selbstvertrauen ins Turnier gegangen und hat sich trotzdem den Titel gesichert. Das sagt einiges darüber, wie sehr er diesmal favorisiert ist. Er ist sowieso der beste Sandplatzspieler aller Zeiten. Eine Zahl gefällig? Bisher hat er in seiner Karriere nur ein Spiel in Roland Garros verloren.
Nadals Stärken
Seine Fähigkeiten werden auf Sand noch einmal hervorgehoben. Er hat bewiesen, dass er immer noch ein erstklassiger Defensivspieler ist. Es ist sehr schwer, gegen ihn einen Punkt zu machen, weil er am Ball zu kleben scheint. Aufgrund seiner starken Passierschläge zögern die Spieler auch, gegen ihn ans Netz zu gehen.
Was auffällt, ist die Intensität, mit der Nadal in jeden Schlag geht. Es gibt keine Ruhepause für den Gegner. Und sein Topspin ist auf Sand noch effektiver. Der Ball wird durch den Untergrund noch explosiver, wenn er aufkommt - Nadals Gegner sind deshalb oft zu spät dran.
Und seine Schwächen?
Wenn Nadal eine Schwäche hat, dann sind das seine langen Bälle, die nicht druckvoll genug sind, wenn er attackiert wird. Trotz seiner Fähigkeiten und seines Selbstvertrauens kann er in Schwierigkeiten geraten, wenn jemand diese Schwäche ausnutzt und früh auf den Ball geht, was Djokovic in Rom nie versucht hat und vielleicht alles geändert hätte.
Dennoch: Nadal ist gut beraten, den Serben nicht zu unterschätzen. Sicher hat Rafa gewonnen, aber ich hatte das Gefühl, dass Nole nicht hundertprozentig bei der Sache war. Aber in Roland Garros wird das anders sein. Falls sie sich im Finale gegenüberstehen sollten, würde das ohne Zweifel sowohl mental als auch körperlich ein Kampf werden, denn dann wäre Djokovic bis in die Haarspitzen motiviert.
Auf ein spannendes Turnier,
Euer Patrick Mouratoglou
