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    Oliver Kahn

    Adler: Comeback im DFB-Team!

    Liebe Fußball-Fans,

    der HSV hat mit dem 3:2 gegen Dortmund einen wertvollen Sieg gelandet. Der Erfolg ist nicht nur wichtig fürs Punktekonto. Viel wichtiger ist, dass in Hamburg das Krisengerede erst einmal verstummt. Die Verantwortlichen dürfen durchschnaufen. Die Frage ist: Für wie lange?

    Selten zuvor hat ein Klub seine Vereinspolitik dermaßen abrupt ins Gegenteil verkehrt wie jetzt der HSV. In den letzten vier Tagen der Transferperiode wurden mit Milan Badelj, Petr Jiracek und Rafael van der Vaart drei neue Spieler für 21 Millionen Euro verpflichtet. Eine grundlegende Abkehr der zuvor praktizierten Sparpolitik.

    Der Plan, mit Rafael van der Vaart einen echten Star zu verpflichten, der die Hierarchie der Mannschaft neu bestimmt, scheint für den Moment aufgegangen zu sein. Gegen Dortmund war deutlich zu sehen, worin van der Vaarts Qualitäten bestehen. Seine Passquote lag bei knapp 84 Prozent, die des Teams bei 68 Prozent. Van der Vaart gibt dem Team Sicherheit, Struktur. Außerdem sorgt er für Torgefahr, direkt oder als Vorlagengeber. Zu zwei der drei Hamburger Tore spielte van der Vaart den tödlichen Pass.

    Van der Vaart muss beweisen, dass er noch ein Topstar ist

    Natürlich ist auch die Euphorie, die sein Transfer in Hamburg entfacht hat, ein wichtiger Faktor. Der Negativkreislauf aus schlechter Stimmung und schlechter Leistung ist fürs erste durchbrochen. Ob der Sieg am Samstag gegen den Deutschen Meister eine echte Wende einläutet oder nur ein Strohfeuer bedeutet, bleibt abzuwarten. Je wichtiger der Stellenwert eines Spielers, je größer seine Strahlkraft, desto größer ist auch die Abhängigkeit und Berechenbarkeit der gesamten Mannschaft.

    Van der Vaart ist mittlerweile 29 Jahre alt. In der niederländischen Nationalelf ist er, seit dort Louis van Gaal das Zepter schwingt, nicht mehr gesetzt. Van der Vaart muss sich also auch selbst beweisen, ob er noch zur Kategorie Topstar zählt.

    Die Hamburger Medien schreiben heute von einem „Wunder". Das passt insofern, als dass van der Vaart zuvor zum Heilsbringer stilisiert worden war.

    Adler ist wieder ein Kandidat für die Nationalmannschaft

    Was mich in Hamburg aktuell noch mehr beeindruckt, ist das Comeback von René Adler. Der Ex-Leverkusener kam übrigens ablösefrei und präsentiert sich seit Wochen in exzellenter Verfassung. Sieben Großchancen hat er in dieser Saison bereits vereitelt, so viel wie kein anderer Keeper. Um Adlers Leistung richtig zu würdigen, muss man kurz an die Vorgeschichte erinnern. Im Frühjahr 2010 hatte Joachim Löw ihn zur Nummer 1 im deutschen Tor bestimmt, wenig später folgte eine Serie schwerwiegender Verletzungen.

    Dass Adler nach einer solch langen Zwangspause wieder Vertrauen in seinen Körper gefunden hat, ist absolut keine Selbstverständlichkeit. Am Samstag half Adler bei den vielen Dortmunder Chancen sicherlich auch das Quäntchen Glück. Trotzdem: Schafft es der Hamburger Torwart, seine Leistung zu stabilisieren, wird er wieder ein Kandidat für die Nationalmannschaft.

    Ist Hamburgs 3:2 über Dortmund nur ein Strohfeuer? War der Transfer von René Adler wichtiger als der von Rafael van der Vaart? Wird Adler wieder ein Kandidat für die Nationalmannschaft? Vote mit auf www.fanorakel.de

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    Oliver Kahn

    Der 86-fache Nationaltorhüter gewann mit dem FC Bayern München acht deutsche Meisterschaften, sechsmal den DFB-Pokal und einmal die Champions League. Zudem wurde Oliver Kahn dreimal als „Welttorhüter des Jahres“ ausgezeichnet. Auch nach dem Karriereende 2008 blieb der „Titan“ aktiv. Neben seinem BWL-Studium, und mittlerweile drei Buchveröffentlichungen, gründete er eine Stiftung für benachteiligte Kinder. Und: Kahn rief das Meinungsportal fanorakel.de ins Leben. Die „Stimme der Fans“ steht auch im Mittelpunkt seiner wöchentlichen Kolumne für Yahoo! Eurosport.

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