Hallo Tennis-Fans,
Djokovic spielte eine Traum-Saison
die vergangene Saison von Novak Djokovic kann getrost als die beste bezeichnet werden, die bei den Männern in der "Open Era" gespielt wurde. Nicht deshalb, weil der Serbe die großen Turniere gewonnen hat, sondern weil er jede Art von Gegner auf allen drei Belägen dominierte.
Doch nicht nur die Nummer eins der Weltrangliste, auch Rafael Nadal und Roger Federer sind noch immer eine Klasse für sich. Bei den Major-Turnieren, wenn es zwei Wochen lang in Fünfsatz-Matches zur Sache geht, sind die Top 3 immer noch in der Lage, ihr Tennis auf eine ganz andere Stufe zu bringen als die Konkurrenz.
Djokovic' Aufschwung begann aus meiner Sicht schon Ende 2010. Im David Cup musste er Verantwortung für seine Teamkollegen übernehmen und er stellte seine Ernährung um. Dadurch wurde er physisch wesentlich stärker und konnte so die Hallensaison dominieren und die Australian Open gewinnen.
Seine Vorhand ist eine Waffe
Der große Test für seine Fähigkeiten waren für mich seine Spiele auf Sand, der Belag auf dem er sonst seine schlechtesten Spiele machte. Aber er blieb seinem Stil aus der Halle treu, sein Halbfinale bei den French Open gegen Roder Federer war vielleicht das beste Sandplatz-Spiel aller Zeiten.
Vor allem seine Vorhand konnte er zu einer regelrechten Waffe weiter entwickeln. Der Belgrader ging größere Risiken ein, machte die Winkel spitzer und spielte mit mehr Topspin. Immer wieder drängte er seine Gegner aus dem Feld und versuchte, den Winner zu setzen. Am offensichtlichsten war dieser Stil bei seinem Halbfinal-Match gegen Federer bei den US Open zu sehen. Er traf eine Entscheidung und blieb dabei, den Matchball des Schweizers wehrte er mit einem Winner ab. Zwei Tage später stand er im Finale dem wohl zweitbesten Spieler aller Zeiten, Rafael Nadal, gegenüber, und schlug ihn in vier Sätzen. Das macht ihn in diesem Jahr zum besten Spieler der Welt.
Die Einstellung macht den Unterschied
Für mich gibt es einen Hauptgrund, warum Djokovic den Spanier in diesem Jahr auf allen drei Belägen dominiert hat: seine positive Einstellung! Zusätzlich ist er als Spieler gereift und hat nicht mehr diese Schwankungen in seinem Spiel, nach denen Nadal bei seinen Gegnern sucht. Durch seine gesteigerte physische Stärke hat er keinerlei Probleme bei längeren Matches.
Er verfügt über die Schnelligkeit und die Flexibilität, auf der Grundlinie zu bleiben und Nadals Schläge anzunehmen, bevor diese ihren gefährlichen Topspin entfalten können. Seine beständige Rückhand und die bereits angesprochene Vorhand üben Druck auf den Spanier aus, unter dem er das Match nicht dominieren kann. Es sah oftmals so aus, als ob Djokovic ihn nicht mal atmen ließ.
Viele Grüße,
Euer Mats


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