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    London Spy

    Sie sprang am Tod vorbei

    Ohne Hemmungen: Maria KurjoOhne Hemmungen: Maria Kurjo

    Für Maria Kurjo ist es ein kleines Geschenk, dass sie bei den olympischen Spielen in London dabei sein kann.

    Die deutsche Turmspringerin erinnert sich dieser Tage zurück an den Februar 2010, jenen Tag, an dem sie dem Tod sprichwörtlich von der Schippe gesprungen war.

    Es war ein Routine-Sprung vom 10-Meter-Brett im Training. Doch in der Routine liegt die Gefahr der Unachtsamkeit. Kurjo kracht nach dem Absprung mit dem Kopf auf die Betonplatte, verliert umgehend das Bewusstsein und stürzt ohnmächtig zehn Meter tief auf die harte Wasseroberfläche.

    Reglos treibt sie im Wasser. Doch der damalige Bundestrainer Lutz Buschkow springt in voller Montur ins Becken, schnappt sich den reglosen Körper und zieht ihn ins Trockene.

    Kurjo kommt wieder zu sich. Erinnerungen, verrät sie nun vor den Spielen in London, hätte sie an diesen Tag kaum mehr. "An den Vorfall habe ich keine Erinnerung mehr. Ich war ja bewusstlos, habe nichts mitbekommen."

    Dennoch schreckte sie das Erlebnis nicht ab, hinterließ keine unüberwindbare psychologische Hemmschwelle bei zukünftigen Sprüngen. Und so steigt Kurjo nun wieder auf den Turm und geht auf Medaillen-Jagd.

    Am 9. August ist das Finale, da will sie dabei sein. Mit Mut und Kraft, die sie aus dem schrecklichen Zwischenfall im Training gezogen hat.

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