Häuflein Elend auf der Planche
Ihre Tränen gingen um die Welt.
Die südkoreanische Degenfechterin Shin A-Lam war die Leidtragende des Technik-Skandals bei den Olympischen Spielen.
Als nur noch eine Sekunde zu fechten war, führte das bestehende Reglement dazu, dass Shin A-Lam und die deutsche Britta Heidemann noch zu vier Aktionen kamen.
Dabei hatte Heidemann den entscheidenden Treffer gelandet und die Südkoreanerin war in einen tränenreichen Sitzstreik getreten.
Nun hat der Fecht-Weltverband (FIE) Shin A Lam zur Versöhnung eine Sondermedaille angeboten. Doch die Südkoreanerin bleibt unversöhnlich: "Das gibt mir auch kein besseres Gefühl", erklärte sie noch immer tief verletzt und reagiert auf das Angebot sogar gereizt.
"Ich will diese Medaille nicht, denn sie ist keine olympische Medaille. Ich werden das Ergebnis weiterhin nicht akzeptieren, da ich davon überzeugt bin, dass es ein Fehler war."
Indem sie die Ehren-Medaille akzeptieren würde, so ihre Befürchtung, würde sie auch das aus ihrer Sicht geschehene Unrecht akzeptieren.
