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    London Spy

    Laure in London: Goodbye und Gänsehaut

    Hallo und Goodbye,

    Großbritannien: Ein großartiger Gastgeber

    die Party ist vorbei und ich bin irgendwie wie froh, dass mein Flieger heute schon um 8:00 Uhr in London abhebt. Denn nach 17 traumhaften Olympia-Tagen kehrt nun der "London Blues" ein. Es stehen keine Millionen mehr an den Straßen, um den Radprofis zuzujubeln. Es hallt kein Jubel mehr durch den Olympic Park, wenn ein Tor oder ein Korb erzielt wurde. Es fehlen die Bässe und Blocks auf der Horse Guards Parade, als dort noch um Punkte gebaggert wurde. Nein, ich fliege lieber mit meinem London-Bild des fröhlichen Ausnahmezustandes nach Hause.

    … und dann ging Farah auf die letzte Runde

    Der schönste Abend dieser Spiele war für mich persönlich der zweite Samstag. Zusammen mit 80.000 Zuschauern saß ich im Olympiastadion, die Briten hatten bereits zwei Goldmedaillen durch Siebenkämpferin Jessica Ennis und Weitspringer Greg Rutherford gewonnen …und dann ging Mo Farah um 21:41 Uhr auf die letzte Runde der 10.000 Meter, in Führung liegend. 80.000 Menschen standen auf, der Lärm war ohrenbetäubend, die Arena im Begriff abzuheben. Als der 29-Jährige als Olympiasieger die Ziellinie überquerte, brachen alle Dämme - Gänsehaupt pur!

    "Das war der größte Abend der britischen Leichtathletik-Historie", erzählte mir ein paar Tage später der ehemalige Hürdenstar Colin Jackson. Doch ob man nun Brite ist oder nicht, diese letzte Runde des Mo Farah wird niemand vergessen, der am 4. August im Olympiastadion war.

    Schlaf? Ein notwendiges Übel

    Die Londoner haben diese Spiele nicht nur ausgerichtet, sie waren die Spiele. "Inspire a generation", lautete das Motto. Es war alles andere als eine Phrase. Ob im Olympic Park, am Dorney Lake, auf der Horse Guards Parade, in Wembley oder Wimbledon - überall stand den vielen Helfern die Freude ins Gesicht geschrieben. "Welcome to the Games, enjoy the Olympics."

    Und das habe ich in vollen Zügen getan, an jeder Ecke warteten interessante Geschichten darauf, entdeckt zu werden. So manches Mal musste ich mich zwingen, überhaupt ins Bett zu gehen. Schlaf war nicht mehr als ein notwendiges Übel, um am nächsten Tag Kraft zu haben für den Weg ins Stadion, die Halle, die Strecke oder das Schwimm-Center. Und oft war es wohl dem dauerhaft erhöhten Adrenalinspiegel zu verdanken, dass ich nicht einfach umgefallen bin.

    Thank you, London!

    Die Londoner werden den "Blues" übrigens schnell überwinden, denn schon in zweieinhalb Wochen beginnen hier die Paralympischen Spiele. Mehr als 4.000 Athleten werden dann in mehr als 500 Wettbewerben um Gold, Silber und Bronze kämpfen. Es werden die größten Paralympics der Geschichte - und die sind bei den Londonern in besten Händen - glaubt mir!

    Und damit sage ich Euch "Goodbye", mein Blog "Laure in London" geht nun zu Ende. Vielen Dank fürs Reinklicken, es hat mir eine Menge Spaß gemacht,

    Euer Tobias

    Laure in London: Watching Wembley!

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