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    London Spy

    Schwerer Sturz beim Turmspringen

    Wasserspringer Martin Wolfram hat seinen guten achten Platz beim Olympia-Debüt teuer bezahlt. Weil sich der 20-Jährige im Wettkampf vom Turm die rechte Schulter auskugelte, muss er nun eine längere Pause einlegen. "Er ist stolz, dass er Achter geworden ist, aber jetzt ist er schon schockiert über die Verletzung", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow am Sonntag.

    Wolfram hatte am Vorabend mit 506,65 Zählern, dem zweitbesten Punkte-Ergebnis der Karriere, eine starke Leistung gezeigt - trotz der mitten im Wettkampf verletzten Schulter. Der WM-Dritte Sascha Klein erreichte mit 496,30 Punkten Platz zehn. In der spannenden Olympia-Entscheidung vom Turm holte sich der WM-Zweite David Boudia aus den USA den Sieg.

    Der von Sprung-Legende Greg Louganis betreute Amerikaner kam auf 568,65 Punkte und verwies Chinas Weltmeister Qiu Bo (566,95) knapp auf den Silberrang. Bronze ging an den Briten Thomas Daley (556,95). 17 000 Zuschauer, unter ihnen Englands Fußball-Ikone David Beckham, feierten den heimischen Heroen frenetisch. Deutschland blieb wie zuletzt 1988 ohne Wassersprung-Medaille.

    Statt wie geplant mit der MS Deutschland und der Olympia-Mannschaft über die Nordsee zurückzureisen, muss Wolfram per Flieger zurück in die Heimat. Dort soll die weitere Behandlung erfolgen.

    Bereits gestern war er in London in der Klinik behandelt worden. Bundestrainer Lutz Buschkow gab Entwarnung: "Er war schon unter Lachgas gesetzt und hat geschmunzelt."

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