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    London Spy

    Die Wunderheilung des Taoufik M.

    War Opfer der berüchtigten 24-Stunden-VerletzungWar Opfer der berüchtigten 24-Stunden-Verletzung

    Wunderheilung oder gar Lazarus-Effekt?

    Taoufik Makhloufi war eigentlich schon auf dem Abflug von London, ausgeschlossen von den Olympischen Spielen - dann lief er zu Gold.

    "Jeder, der ein Rennen gewinnt, vergisst seine Wehwehchen und die Schmerzen", erklärte der algerische Leichtathlet nach seinem Triumph am Dienstagabend über 1500 Meter.

    Den 800-Meter-Vorlauf hatte der 24-Jährige am Montag scheinbar lustlos nach 200 Metern abgebrochen, weil er die Distanz nicht laufen wollte. Sein Verband hatte es offenbar versäumt, ihn rechtzeitig abzumelden.

    Daraufhin schloss ihn der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) wegen unsportlichen Verhaltens "für alle Wettbewerbe" aus.

    Zwei Ärzte des Organisationskomitees LOCOG bescheinigten Makhloufi jedoch plötzlich eine Verletzung, "die bei entsprechender Behandlung erlaubt, in 24 Stunden wieder einen Wettkampf zu bestreiten".

    So nahm die IAAF die Disqualifikation zurück, Makhloufi stand wieder auf der Bahn - und rannte in 3:34,08 Minuten allen davon.

    "Ich hatte eine Knieverletzung. Mir wurde gesagt, es wäre riskant, die 800 Meter zu rennen, aber ich wollte es." 16 Jahre nach dem Olympia-Triumph von Noureddine Morceli in Atlanta bescherte er seinem Land wieder Gold über 1500 Meter. "Das ist Gottes Wille", sagte Makhloufi. "Gestern war ich noch draußen, heute war ich drin."

    Das war Gottes Wille? - Gut so. Denn wer's glaubt, wird selig...

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