Unbekannt aufgewacht, berühmt eingeschlafen: Was für ein Tag!
Venezuela feiert sein erstes Olympia-Gold seit 44 Jahren: Degenfechter Rubén Limardo ist mit seinem Sieg in London in seiner Heimat über Nacht zum Nationalheld geworden.
Es ist erst die zweite Goldmedaille überhaupt in der Olympia-Geschichte des südamerikanischen Landes.
Nur dem Boxer Francisco Rodríguez gelang es, 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko im Halbfliegengewicht für Venezuela Gold zu holen.
Und dann klingelte das Telefon...
Staatschef Hugo Chávez ließ es sich nicht nehmen, Limardo persönlich in einem Telefonat zu danken. "Welch' ein Stolz, welche Freude, welche Emotion", sagte Chávez nach einem Gespräch mit dem Athleten, der den in Polen geborenen Norweger Bartosz Piasecki am Mittwoch im Finale mit 15:10 besiegte. Bei den olympischen Spielen 2008 in Peking hatte Venezuela lediglich eine Bronzemedaille geholt.
Limardo selbst zeigte sich überglücklich. "Seit dem ich in London angekommen bin, habe ich gesagt, ich bin hier, um die Medaille zu holen, und ich habe es geschafft."
Den Sieg widmete der 26-Jährige einerseits seiner Mutter, die "im Himmel ist, und ganz Venezuela".
Die Zeitung "El Universal" schrieb: "Limardo hat Geschichte geschrieben."
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