Heike Drechsler - Olympiasieg 2000 in SydneyHallo liebe Eurosport-User,
los geht's, die Olympischen Spiele stehen vor der Tür. Ich bin schon unglaublich gespannt, was wir in London erleben werden. Das Fest der Nationen und der Kampf um Gold, Silber und Bronze, das ist einfach magisch.
Da werden bei mir natürlich jede Menge Erinnerungen wach, vor allem meine beiden Goldmedaillen nehmen einen ganz besonderen Platz ein. Zuhause allerdings warten die Medaillen noch auf den besonderen Platz, ich habe die derzeit noch im Schubfach deponiert. Warum? Tja, es ist einfach so, dass ich sie noch immer ständig brauche und irgendwohin mitnehme.
Ob beim Sportabzeichen, auf Firmenveranstaltungen oder bei Schülern - die Menschen lieben es, die Medaillen mal in die Hand zu nehmen und zu testen, wie schwer die Dinger wirklich sind. Ich gebe zu, meine Medaillen sind deshalb schon ganz schön abgegriffen, von ihrem Glanz haben sie aber trotzdem nichts verloren.
Heiß auf die Bolt-Show
So, zurück zur Gegenwart, zu den Spielen in London. Neben der Leichtathletik freue ich mich ganz besonders auf die Schwimm-Wettbewerbe in der ersten Woche. Ich bin gespannt, wie die Briten da vor eigenem Publikum abschneiden. Und dann bin ich - wie wohl jeder Sportfan auf der Welt - gespannt auf die Show des Usain Bolt.
Und ich lege mich fest: Der Jamaikaner lässt nichts anbrennen über 100 Meter. Trotz eines Yohan Blake und auch trotz der Tatsache, dass Bolt in diesem Jahr schon geschlagen wurde. Ich hoffe nur, dass das keine "Kampagne" war, denn eigentlich ist das Jahrhundert-Talent Usain Bolt eine Klasse für sich. Ein Phänomen.
Zeiten und Weiten: So sieht's aus
Meine aktive Zeit liegt dagegen schon acht Jahre zurück. Bei mir geht es nicht mehr um Zeiten und Weiten - das dachte ich jedenfalls. Mein Eurosport-Kollege in London sieht das allerdings anders und will wissen, was Heike Drechsler noch drauf hat. Fiese Frage eigentlich. Aber gut, dann lasst mich mal sehen:
Über die 100 Meter ist das so eine Sache, da ich heutzutage vor allem lange Strecken laufe, aber 14,0 Sekunden packe ich. Im Weitsprung traue ich mir die Fünf-Meter-Marke schon noch zu. Ich weiß, das ist weit weg von meinen früheren Leistungen, aber dafür bin ich im Stand-Weitsprung auf Zack: 2,75 Meter! Das sind nur 30 Zentimeter weniger als zu aktiven Zeiten.
Ihr merkt schon, ich bin voll im Olympia-Modus und freue mich sehr auf meinen London-Blog hier bei eurosport.yahoo.de. Klickt doch einfach mal rein in den kommenden Wochen, ich melde mich regelmäßig - großes Olympia-Ehrenwort!
Viele Grüße,
Eure Heike
