Hallo liebe Skifreunde,
"Shake hands" in Schladming: Hirscher, Kostelic und FelixKitzbühel gilt nicht umsonst als die inoffizielle Weltmeisterschaft im alpinen Skizirkus. Die Rennen genießen einen Stellenwert, der nicht weniger hoch ist als das Preisgeld für die Sieger. Zehntausende Zuschauer drängen sich an die Strecken und in der Tenne, beim Stangelwirt und im VIP-Zelt treten sich die Promis auf die Füße. Und natürlich ist auch das Pressezentrum voll besetzt. Schließlich soll die Welt ja erfahren, was sich bei den Rennen der Rennen im Tiroler Nobelort so alles zuträgt.
Welche Unterhosen trägt Arni?
Neben der Frage welche Unterhose wohl Arnold Schwarzenegger beim Rennen tragen wird, hatten die Schlagzeilen diesmal nichts mit den Geschehnissen auf der Streif oder dem Ganslernhang zu tun. Sondern mit Dingen, die sich zu Beginn des Slalom-Monats Januar in Zagreb zugetragen haben sollen.
Eingefädelt?
"Hirscher und Neureuther in Zagreb eingefädelt", titelte eine österreichische Boulevardzeitung. Grundlage der Berichterstattung war ein anonymer Hinweis. Marcel und ich reagierten zunächst gelassen. Wir lachten über diese dubiose Geschichte, denn wir beide - und da waren wir uns sicher - hatten definitiv nicht eingefädelt! Leider aber blieb uns das Lachen schon bald im Halse stecken. Denn dieses Thema beherrschte ab sofort die Berichterstattung von Kitzbühel.
Wie ein Kinnhaken von Klitschko!
Jeder hat drüber geredet, alle haben danach gefragt. Das hat schon genervt, obwohl es für mich eigentlich nicht wirklich wichtig war. Schließlich aber machte Ivica auf der ORF-Plattform eine Ansage, von wegen "die Schande bleibt ewig" - und das traf mich dann wirklich wie ein Kinnhaken von Wladimir Klitschko! Ich war perplex, denn da war kein Respekt, wie wir ihn uns üblicherweise entgegenbringen.
Am Ende hat Renndirektor Günther Hujara bei der Mannschaftsführersitzung in Schladming die TV-Bilder gezeigt und jeder konnte sich selbst überzeugen, dass weder Marcel noch ich eingefädelt hatten. Ivica, Marcel und ich haben das im Anschluss besprochen und die Sache bereinigt. Die Affäre, die mich leider aus dem Konzept gebracht hat, ist nun aus der Welt. Endgültig!
Wieder Riesenslalom
Bis auf zwei Zwischenbestzeiten war in Kitzbühel und Schladming für mich allerdings nichts zu holen. Leider, denn der Slalom-Monat Januar hatte für mich sehr gut begonnen. Jetzt habe ich drei Wochen Zeit, bis es nach Bansko geht. Und diese Wochen will ich nutzen, um den Kopf wieder frei zu bekommen, das Erlebte komplett zu verdauen.
Dabei werde ich auch wieder Riesenslalom trainieren. Ich freu mich drauf, denn der „Riesen" hat mir schon gefehlt. Jetzt, da das Knie hält, gibt es keinen Grund mehr, darauf zu verzichten. In Bansko bin ich auch in dieser Disziplin wieder am Start.
Doch zuerst sind unsere Speed-Jungs im Weltcup dran. Und das nicht irgendwo, sondern bei mir zuhause auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen. Klar, dass ich Keppes und Andi die Daumen drücke. Die beiden haben's drauf!
Während sich die Abfahrer von heute auf der Kandahar vorbereiten, trainiere ich mit den Zick-Zack-Cracks von morgen auf dem Gudiberg.
Analog zu meinem Race-Camp Anfang Mai gehe ich mit den besten 14- bis 15-jährigen Schülern aus den Regionen Allgäu, München und dem Werdenfelser Land auf die Piste. Ich freu mich drauf und erzähl Euch die besten Geschichten davon in meinem nächsten Blog.
Bleibt gelassen!
Euer Felix

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