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    Wie lange kann Málaga Isco halten?

    Die wichtigsten europäischen Sportdirektoren haben in ihrer Agenda allesamt einen Namen rot markiert: Francisco Román Alarcón Suárez, in der Fußballwelt "Isco" genannt. Der junge  offensive Mittelfeldspieler ist in dieser Saison das Aushängeschild von Málaga CF und einer der Hauptgründe für den Erfolg von Pellegrinis Truppe in der spanischen Liga - momentan auf dem dritten Tabellenplatz - sowie in Europa (neun Punkte in drei Spielen). Das 20-jährige, andalusische Talent glänzte seit Beginn der Champions-League-Saison mit drei überragenden Leistungen, zuletzt in der Partie gegen den AC Mailand.

    Seine beiden Traumtore gegen Zenit Sankt Petersburg machten Isco zum besten Spieler des ersten Champions-League-Spieltages und ließen erahnen, warum Málaga sogar dazu bereit war, mit dem Transfer das gute Verhältnis zu Valencia zu riskieren.

    Obwohl Isco in Benalmádena (Málaga) geboren wurde, machte er seine ersten fußballerischen Profi-Schritte in Valencia. Allerdings nur bis zum Jahr 2011. Dann setzte der Scheich Abdullah Al-Thani, seit 2010 Inhaber von Málaga, seine offensive Transferpolitik fort und nach einer Zahlung in Höhe von sechs Millionen Euro für die so genannte "Buy-out-Klausel", schloss sich Isco dem Team um Toulalán, Demichelis, Baptista und Buonanote an.

    Del Bosques Tür steht offen

    Seit seinem Wechsel zu Málaga passte sich der U21-Nationalspieler dem Plan Pellegrinis sehr gut an. Isco absolvierte 32 Spiele, 29 von Anfang an, schaffte die historische Qualifikation für die Champions League und schoss dazu noch fünf Tore. Dieses Jahr stand er bisher an allen acht Spieltagen in der ersten Mannschaft und konnte zwei Tore und fünf Torvorlagen auf seinem Konto verbuchen.

    Aufgrund seines überwältigenden Saisonstarts ist es daher keinesfalls erstaunlich, dass ihn Nationaltrainer Vicente Del Bosque bereits gedanklich für die WM 2014 einplant. Insbesondere, da Isco gerade jetzt - nach den Abgängen von Cazorla (Arsenal London) und Rondón (Rubin Kasan) - eine äußerst wichtige Rolle in der Mannschaft übernimmt. Der offensive Mittelfeldspieler ist reifer geworden.

    Genötigt zu verkaufen?

    Ziel Nummer eins sollte es für Málagas Sport-Vorstand sein, Isco langfristig an den Verein zu binden. Dazu wird der Vertrag des talentierten Spielers nach oben korrigiert werden müssen. Und zwar nicht nur die 21 Millionen Euro für die festgesetzte "Buy-Out-Klausel", sondern auch Iscos Gehalt. Und da liegt der Hund begraben.

    Seit August steht ein großes Fragezeichen hinter dem wirtschaftlichen Zustand Málagas. Vor knapp zwei Monaten sperrte die UEFA, aufgrund unvollständig gezahlter Gehälter, die Preisgelder des Vereins. Málaga wurde dazu angehalten, in den kommenden Wochen 70% der nicht gezahlten Spielergehälter sowie Zahlungsrückstände gegenüber anderen Vereinen zu bezahlen. Zudem hat Scheich Abdullah Al-Thani die 150 Millionen Euro Vereins-Budget um die Hälfte reduziert. Selbst mit den einkalkulierten Champions-League-Einnahmen sieht sich die Finanzabteilung Málagas beim derzeitigen Stand der Dinge dazu gezwungen, einen Spagat nach dem anderen zu leisten. Als logische Konsequenz bliebe nur, die Aktivbestände des Vereins zu verkaufen.

    Manchester United, Juventus Turin und andere Spitzenvereine Europas werden die Situation mit Adleraugen verfolgen. Es deutet alles darauf hin, dass es ein heißer Winter in Málaga werden wird…

    José Ángel Risco

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