Lucas Barrios - erst Meister mit Dortmund, jetzt auch in China
Während in Europa noch die Hinrunde der Saison läuft, kann ein ehemaliger Bundesliga-Star in Asien schon über die Meisterschaft jubeln.
ENGLAND:
Lukas Podolski (FC Arsenal): Pleite gegen Norwich, Pleite gegen Schalke, schwacher Auftritt gegen die Queens Park Rangers. Der deutsche Nationalspieler machte ein unauffälliges Spiel, versuchte mit Distanzschüssen sein Glück, blieb dabei aber ebenso erfolglos wie bei einigen leichthin verschenkten Freistoßsituationen. Eines kann ihm aber niemand nehmen: Podolski ist der einzige Spieler, der in allen neun Premier-League-Spielen in dieser Saison ausgewechselt wurde. Aktuelle Form: 60 Prozent.
Per Mertesacker (FC Arsenal): Der lange Verteidiger lieferte eine überzeugende Leistung in der Defensive ab und hatte dabei noch die Gelegenheit, sich in den Angriff einzuschalten. Mit einem Kopfball scheiterte er nur knapp an QPR-Keeper Júlio César. Aktuelle Form: 75 Prozent.
Nuri Sahin (FC Liverpool): Die Leihgabe von Real Madrid konnte im Merseyside Derby beim FC Everton nicht überzeugen. Zur Halbzeit nahm ihn Trainer Brendan Rodgers vom Feld und fortan stand die Defensive der Reds besser. Der Deutsch-Türke braucht weiterhin Zeit um sich in der Premier League zu akklimatisieren. Aktuelle Form: 35 Prozent.
Marko Marin (FC Chelsea) und Shinji Kagawa (Manchester United): Einmal mehr wurde der ehemalige Bremer beim FC Chelsea nicht berücksichtigt und saß bei der 2:3-Niederlage gegen Manchester United 90 Minuten auf der Bank. Auf der Gegenseite fehlte die Kreativität von Kagawa trotz des Sieges spürbar. Der Japaner kuriert noch eine Knieverletzung aus. Aktuelle Form: Keine Bewertung.
Sascha Riether (FC Fulham): In einem turbulenten Spiel mit sechs Toren und keinem Sieger machte der aus Köln ausgeliehene Verteidiger eine ordentliche Partie auf der rechten Seite. Auch wenn er den Freistoß verschuldete, der zum späten Ausgleich für Reading führte, war der ehemalige Wolfsburger eine Stütze im Londonder Team, unterstützte die Offensive mit Flankenläufen und rettete nach einer knappen Stunde auf der Linie. Aktuelle Form: 70 Prozent.
Robert Huth (Stoke City): Einige Diskussionen gab es um den deutschen Verteidiger, nachdem er einen Schuss mit dem Arm abwehrte, diese Aktion aber ungeahndet blieb. Abgesehen davon absolvierte Huth ein gutes Spiel und gehörte beim 0:0 gegen Sunderland fraglos zu den besten Akteuren auf Seiten Stokes. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff hätte ein Kopfball des Berliners um ein Haar den Siegtreffer bedeutet. Aktuelle Form: 80 Prozent.
Gerhard Tremmel (Swansea City): Der 33-jährige ehemalige Bundesliga-Keeper Gerhard Tremmel kam im Spiel gegen Manchester City zu seinem Saisondebüt in der Premier League. In der 66. Minute ersetzte er beim Stand von 0:1 den verletzten Stammkeeper Michel Vorm. Bislang hatte Tremmel nur zwei siegreiche Spiele im League Cup bestritten. Tremmel hielt den Kasten bis zum Ende sauber, war aber dabei weitgehend beschäftigungslos. Aktuelle Form: 50 Prozent.
Thomas Hitzlsperger (FC Everton): Der ehemalige Nationalspieler stand gegen Liverpool im Kader von David Moyes, was für den 30-Jährigen momentan als Erfolg zu werten ist. Hitzlsperger wird noch ein wenig brauchen, um eine wirkliche Alternative darzustellen. Aktuelle Form: Ohne Bewertung.
SPANIEN:
Mesut Özil (Real Madrid): Der Deutsche brauchte ein wenig, um gegen Mallorca ins Spiel zu finden und blieb anfangs blass. Doch dann drehte der Spielmacher auf und ließ bei einigen Traumpässen sein großes Können aufblitzen. Den zweiten Treffer leitete er mit ein, beim 3:0 war er an der Entstehung beteiligt und das letzte Madrider Tor bereitete Özil mustergültig vor. Es scheint so, als ob Özil aufblüht, wenn er nicht den Atem Modric', der als Khedira-Vertreter spielte, im Nacken spürt. Aktuelle Form: 80 Prozent
Sami Khedira (Real Madrid): Mittelfeldabräumer Khedira fällt derzeit mit einer Verletzung am linken Oberschenkel aus. Die Blessur hatte sich der Deutsche im Spiel in der Champions League gegen Dortmund zugezogen. Schon im Länderspiel gegen Irland zuvor war er angeschlagen ins Spiel gegangen. In etwa eineinhalb Wochen soll er wieder eingreifen können. Aktuelle Form: Keine Bewertung.
Piotr Trochowski (FC Sevilla): Der Verletzungspech beim Ex-Nationalspieler reißt nicht ab. Nachdem der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler vor wenigen Tagen wegen eines Knorpelschadens im Knie operiert werden musste und acht Monate ausfällt, wurde bei einer weiteren Röntgenuntersuchung beim Ex-Hamburger ein Schienbeinbruch festgestellt. Trochowski muss sich erneut einem Eingriff unterziehen, bei dem eine Metallplatte eingesetzt wird. Aktuelle Form: Keine Bewertung.
ITALIEN:
Kevin-Prince Boateng (AC Mailand): Der Berliner musste das Spiel erneut als Zuschauer verfolgen. Allegri hatte den zuletzt schwachen und heftig kritisierten Mittelfeldakteur schon in der Champions League gegen Malaga auf die Tribüne verbannt. Aktuelle Form: Keine Bewertung.
Alexander Merkel (CFC Genua): Bei den Gästen wurde Ex-Milan-Spieler Alexander Merkel in der 56. Minute eingewechselt. Der deutsche Junioren-Nationalspieler bekam gute Kritiken, obwohl auch er die Niederlage nicht mehr verhindern konnte. "Er wollte Milan zeigen, dass es ihm besser mehr Vertrauen geschenkt hätte", urteilte die "Gazzetta dello Sport". Aktuelle Form: 70 Prozent.
Miroslav Klose (Lazio Rom): Es war nicht der Tag des deutschen Nationalspielers. Der Angreifer mühte sich zwar und war offensiv einer der auffälligsten Hauptstädter, doch vor dem Tor verließ den Ex-Bayern das Glück - ganz im Gegensatz zu seinem ehemaligen Kollegen aus Münchner Zeiten, Luca Toni, der die Partie mit seinem Tor zum 2:0 in der 90. Minute entschied. Aktuelle Form: 70 Prozent.
RUSSLAND:
Kevin Kuranyi (Dynamo Moskau): Der ehemalige Schalker und Stuttgarter war einer der Aktivposten bei den immer besser in Fahrt kommenden Moskauern. Häufig konnte der Angreifer nur durch Fouls gestoppt werden. "Das war heute kein leichter, aber ein verdienter Sieg. Es ist natürlich schön, dass ich mit meiner Vorlage dazu beitragen konnte", sagte Kuranyi nach der mustergültigen Vorlage für Sturmpartner Alexander Kokorin zum entscheidenden 1:0 gegen Krylja Sowjetow Samara. Aktuelle Form: 80 Prozent.
TÜRKEI:
Fabian Ernst (Kasimpasa): Gegen seine Ex-Kollegen von Besiktas wollte sich der Deutsche nicht lumpen lassen und ackerte unermüdlich. Der Kapitän des Aufsteigers legte auch den einzigen Treffer von Kasimpasa auf - genutzt hat es nichts. Am Ende setzte es eine 1:3-Niederlage gegen den Favoriten. Aktuelle Form: 70 Prozent.
CHINA:
Lucas Barrios (Guangzhou Evergrande): Der ehemalige Dortmunder Stürmer hat mit seinem Club Guangzhou Evergrande vorzeitig den chinesischen Meistertitel gewonnen. Das Team des italienischen Weltmeistertrainers Marcello Lippi besiegte Liaoning Whowin mit 1:0 und ist einen Spieltag vor dem Ende der chinesischen Super League nicht mehr einzuholen. Barrios trug zwei Tore in acht Spielen zur erfolgreichen Titelverteidigung von Guangzhou bei. Aktuelle Form: Keine Bewertung - aber Glückwunsch zum Titel.
