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    Distanzschütze droht Dortmund

    Siem de Jong hat allen Grund zu jubelnSiem de Jong hat allen Grund zu jubeln

    Erfolgreiche Brüderpaare im Weltfußball sind keine Seltenheit. Deutschland hatte die Hoeneß-Brüder Uli und Dieter, in den Niederlanden traten einst Frank und Ronald de Boer sehr erfolgreich gegen den Ball.

    Im Land des Vize-Weltmeisters von 2010 ist dieses Kunststück erneut gelungen: Die de Jongs legten ihren beiden Söhnen das Talent zum Kicken in die Wiege. Während Luuk seit dieser Spielzeit für Mönchengladbach auf Torejagd  geht, bekommt es Borussia Dortmund nun in der Champions League mit dessen Bruder Siem zu tun.

    Spieler: Siem de Jong

    Geburtsdatum: 28. Januar 1989

    Geburtsort: Aigle, Schweiz

    Nationalität: Niederlande

    Größe: 1,85 m

    Fuß: beidfüßig

    Position: Offensives Mittelfeld / Sturm

    Derzeitiger Klub: Ajax Amsterdam (seit August 2007)

    Rückennummer: 10

    Wie viele niederländische Fußballprofis die ordentlich kicken können, durchlief auch de Jong die Nachwuchsakademie des Rekordmeisters Ajax Amsterdam. Diese hört, sehr passend, auf den Namen „De Toekomst", also die Zukunft. Dort wurde er Schritt für Schritt auf einen Platz in der ersten Mannschaft vorbereitet. Sämtliche Jugendteams spielen das für Ajax typische 4-3-3, um die Talente später problemlos bei den Profis integrieren zu können.

    Ähnlich wie sein Bruder Luuk wird auch Siem als Angreifer aufgeboten. Während der Neu-Gladbacher jedoch den klassischen Mittelstürmer verkörpert, der dank seiner Qualitäten als Knipser eiskalt aus dem 16er heraus zuschlägt, ist Siem mehr ein verkappter 10er.

    Distanzschütze aus dem Hinterhalt

    Hier sind Mats Hummels und Neven Subotic gefragt, den Niederländer nicht aus den Augen zu verlieren. Ein Großteil der Mannschaften heutzutage spielt mit einem Stürmer, der tief in der gegnerischen Hälfte auf Zuspiele wartet. De Jong hingegen lässt sich zurückfallen und lauert weit vor der gegnerischen Innenverteidigung auf Zuspiele seines kongenialen Partners Christian Eriksen.

    Diese Anspiele verwertet er gerne und häufig aus der Distanz. Die beiden Dortmunder Abwehrrecken sollten ihm also nicht zuviel Zeit und Platz lassen. Hier wird auch die schwarz-gelbe Doppel-6 gefragt sein, den Spielführer des 31-maligen niederländischen Meisters möglichst früh und energisch anzugreifen.

    Dann lieber Schieber

    Was passiert, wenn man das nicht tut, bekamen in den letzten drei Spielzeiten einige Mannschaften zu spüren. Zehn, Zwölf und Dreizehn Saisontreffer markierte der ältere der de Jong-Brüder in der Eredivisie und schaffte damit 2010 auch kurzzeitig den Sprung in die "Elftal". Gegen die namhafte — und äußerst treffsichere — Konkurrenz um Bundesliga-Torschützenkönig Klaas-Jan Huntelaar und Robin van Persie konnte er sich jedoch noch nicht durchsetzen.

    Trotzdem stehen die Chancen des beidfüssigen Angreifers für die Zukunft nicht schlecht. Europa-Welt-Europameister Spanien verzichtete in Polen und der Ukraine oftmals auf einen klassischen Mittelstürmer und bot stattdessen einen gelernten offensiven Mittelfeldspieler auf.

    Die Stärken de Jongs dürften in Dortmund jedoch hinreichend bekannt sein. Bereits in der abgelaufenen Saison beobachtete der deutsche Meister den Ajax-Kapitän, entschied sich dann aber doch für einen Transfer von Julian Schieber. Dass der 23-Jährige nun darauf brennt, es den Dortmund-Bossen zu beweisen, liegt auf der Hand.

    Von Christoph Volk

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